Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

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Finnlandfreundin
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Mesaloma hat geschrieben: ↑04.06.2026, 10:13 Es ist sehr schwer, einen Partner zu finden, wenn man als Frau keinen Sex will. Wenn ich das den Matches auf Tinder mitteile, verlieren sie gleich das Interesse.
Ich suche einen Mann zur gegenseitigen emotionalen Unterstützung bei Problemen und für gemeinsame Aktivitäten. Da scheint kaum einer Interesse zu haben.

Finde es sehr traurig, keinen Partner zu finden, der meine Persönlichkeit interessant findet, mich liebt und schätzt. Ohne die Liebe und Wertschätzung durch einen Partner habe ich kein Selbstbewusstsein, habe ein niedriges Selbstwertgefühl und kann für meine Bedürfnisse und Interessen nicht einstehen.
Tinder ist da das falsche Portal und du solltest dann eher im freizeitlichen Kontext suchen.

Mein Ex ist so ein Kandidat - sexuelles Bedürfnis im Keller (früher war das anders, hatte sich ausgelebt), aber sonst ein ganz lieber Kerl, sehr hilfsbereit.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tony2021 »

Man spielt doch immer um den Hauptgewinn, irgendwie. Und oft geht man trotzdem leer aus oder bekommt nur den Trostpreis. Natürlich ist das frustrierend, aber ich finde, man kann sich auch dann freuen.

Ich hatte genug „nette Dates“ oder „nette Gespräche“ beim Arzt/Supermarkt/etc, wo nichts draus geworden ist. Trotzdem war es ein schöner Nachmittag oder eine angenehme Situation.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Hoppala »

Reinhard hat geschrieben: ↑06.06.2026, 17:49 Es wurde gefragt, wie man aus so einem Ereignis eine Änderung des Selbstbildes ableitet, und das habe ich erklärt. Nicht mehr und nicht weniger. :reporter:
Nun ja. Dass "Irren menschlich ist", ist nicht gerade eine neue Erkenntnis und insofern nicht unbedingt erklärungsbedürftig.. Auch Irren über sich selbst und Situationen. Umso mehr, wenn man die Tatsachen des Konextes bzw. größeren Rahmen nicht mit beachtet.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Hoppala »

Bobbertus hat geschrieben: ↑07.06.2026, 21:18 Ne. Sehe ich anders. Besonders wenn wir von einem zufälligen, isolierten Gespräch ausgehen wo man danach halt denk "Hm, ja war ganz nett."

Wenn es nicht mal dafür reicht das beide den Wunsch haben sich zumindest nochmal für ein weiteres nettes Gespräch zu treffen... dann kann ich auch gleich komplett darauf verzichten weil mir das absolut nichts gibt.
Ich sehe da ein Problem: Wie, meinst du, lassen sich "Gespräche, die mindestens eine Wiederholung haben" erkennen oder herbeiführen, wenn man sich nicht auf "Gespräch, das noch keine Wiederholujng hat" einlässt?
Ja, kann anstrengend sien. Ist dann eine Frage der Dosierung, des Ausgleichs, und auch des Sicherklärens (ggü. ev. Gesprächspartnern, die sich wundern, warum der Bubbertus sie 6 Wochen lang "ghostet)".
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Bobbertus »

Hoppala hat geschrieben: ↑08.06.2026, 12:46 Ich sehe da ein Problem: Wie, meinst du, lassen sich "Gespräche, die mindestens eine Wiederholung haben" erkennen oder herbeiführen, wenn man sich nicht auf "Gespräch, das noch keine Wiederholujng hat" einlässt?
Wird kaum gehen.

Aber deswegen sage ich ja ein "nettes Gespräch" wo am Endennicht beide motiviert ist ein zweites herbeizuführen IST Energie Verschwendung. Auch wenn mans erst im NACHHINEIN weiß. Ich red mir das halt nicht schön sondern sehe einfach einen Fehlschlag als Fehlschlag. "Sieger der Herzen" Medaille will ich und brauch ich nicht.
Ja, kann anstrengend sien. Ist dann eine Frage der Dosierung, des Ausgleichs, und auch des Sicherklärens (ggü. ev. Gesprächspartnern, die sich wundern, warum der Bubbertus sie 6 Wochen lang "ghostet)".
Ganz mieses Beispiel... und wenn wir schon bei hyperbolischen Übertreibungen sind warum nicht gleich 6 Monate oder gar 6 Jahre?

Wenn ich keinen Bock auf jemand haben bin ich kein Feigling der nichts sagt. Ich verschwinde nicht einfach kommentarlos, besonders nicht für so ne absurd lange Zeit...

Wenn ich mit jemandem nichts mehr zu tun haben will lass ich die Person das wissen.

Umgekehrt wie es mir passiert. Tage, Wochen, Monate kein Lebenszeichen und dann so "Hallöle" als ob nichts gewesen wäre hatte ich schon ein paar mal und ich fand das jedes mal zum kotzen. Tu ich mir nicht mehr an.

Wenn jemand schon von Grund auf wenig Interesse zeigt und dann ne Woche nichts mehr von sich gibt ist klar das die Person einfach zu Feige sind ehrlich zu sagen "hab kein Bock auf dich."

Über ein direktes "Verpiss dich!" oder "Ich will dich nie wieder sehen!" würde ich mich mehr freuen als über dieses rückgratlose "Wenn ich lange genug nicht reagiere, checkt ders vielleicht..."

Echt mal, spart beiden Seiten ne Menge Stress einfach zu sagen "Leb wohl, viel Glück für deine Zukunft" oder was auch immer man sich halt sonst für eine "freundliche Verabschiedung" aus den Finger saugen muss...
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Reinhard »

Tony2021 hat geschrieben: ↑08.06.2026, 10:06 Man spielt doch immer um den Hauptgewinn, irgendwie. Und oft geht man trotzdem leer aus oder bekommt nur den Trostpreis. Natürlich ist das frustrierend, aber ich finde, man kann sich auch dann freuen.

Man hätte sich halt in der Zeit mit Hobby beschäftigen können. Oder Arbeit oder Schlaf. :schlafen:

Tony2021 hat geschrieben: ↑08.06.2026, 10:06 Ich hatte genug „nette Dates“ oder „nette Gespräche“ beim Arzt/Supermarkt/etc, wo nichts draus geworden ist. Trotzdem war es ein schöner Nachmittag oder eine angenehme Situation.

Wie kriegst du bei solchen Gelegenheiten ein Gespräch hin, das lang genug ist dass man überhaupt ein Adjektiv dranhängen kann? Bei mir bleibt das in der Kategorie des "auch was gesagt" stecken.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tony2021 »

Gute Frage. Klar, gibt auch sehr nüchterne Gespräche in diesen Alltagssituationen. Aber wenn ich freundlich bin, das ausstrahle, vielleicht eine Bemerkung (Wetter, Uhrzeit, Farbe der Kleidung, Verkehr, das Stadtfest, …) mache, dann kriege ich fast immer auch gute Vibes zurück. Und im Idealfall gehe ich mit einem guten Gefühl da raus.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Hoppala »

Bobbertus hat geschrieben: ↑08.06.2026, 18:36 Aber deswegen sage ich ja ein "nettes Gespräch" wo am Endennicht beide motiviert ist ein zweites herbeizuführen IST Energie Verschwendung. Auch wenn mans erst im NACHHINEIN weiß. Ich red mir das halt nicht schön sondern sehe einfach einen Fehlschlag als Fehlschlag.
Ein "nettes Gespräch" ist nur dann ein Fehlschlag und somit "Energieverschwendung", wenn man mehr davon erwartet hat.
Du sagst aber selbst, dass es dafür noch gar keine Grundlage geben kann.

Der "Fehlschlag" und insbesondere der Frust darüber (DAS frisst Energie!) sind selbst gemacht.
Ja, diese Energie köntest du dir ev. aufsparen. Für z. B. noch ein nettes Gespräch, mit oder ohne folgendem Mehr,
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Tania »

Bobbertus hat geschrieben: ↑08.06.2026, 18:36 Aber deswegen sage ich ja ein "nettes Gespräch" wo am Endennicht beide motiviert ist ein zweites herbeizuführen IST Energie Verschwendung.
Nicht, wenn man sich einfach nur gern nett unterhält. Klar, eine zweite nette Unterhaltung wäre noch schöner - aber es entwertet die erste doch nicht, wenn es keine zweite geben wird. Würde ich z.B. zu einem Konzert gehen und dort Spaß haben, würde ich den Abend doch nicht rückwirkend als Energieverschwendung einstufen, nur weil die Band sich anschließend unerwartet aufgelöst hat.

Aber auch wenn Du Dich nur unterhältst, um herauszufinden, ob jemand sich als Partnerin für Dich eignet, hätte das Gespräch seinen Zweck erfüllt: Du weißt danach, dass sie sich nicht eignet und kannst Deine Energie anders einsetzen.

Echt mal, spart beiden Seiten ne Menge Stress einfach zu sagen "Leb wohl, viel Glück für deine Zukunft" oder was auch immer man sich halt sonst für eine "freundliche Verabschiedung" aus den Finger saugen muss...
Btw, was wurde eigentlich aus der Frau, der Du vor nem Monat was von Bauchschmerzen erzählt hast, um ihr nicht sagen zu müssen, dass sie für Dich nicht in Frage kommt?
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Bobbertus »

Hoppala hat geschrieben: ↑08.06.2026, 22:23 Ein "nettes Gespräch" ist nur dann ein Fehlschlag und somit "Energieverschwendung", wenn man mehr davon erwartet hat.
Also ich weiß ja nicht wie deine Definition von "Nettem Gespräch" ist... aber für mich ist das normalerweise erst dann etwas zumindest ein kleines bisschen persönlich wird.

Nicht unbedingt jetzt mega tiefgreifende Gespräche, aber bissl mehr wie "Wow, das Wetter heute..." oder so ein "Wo geht's zum Bahnhof?" "Da vorne Links..." "Oh danke!"... denn das sind für mich bestenfalls neutrale Interaktionen.

In dem Sinne, ja, ein "nettes Gespräch" braucht für mich etwas mehr als das und wenns am Ende doch bei der singulären Zufallsbegnung bleibt, ist es schon ein "Fehlschlag", weil ich an sich nicht der größte Fan davon bin mich zu öffnen und dem anderen danach gleich wieder vollkommen egal zu sein.

Also ja, dieses pseudo Interesse was bloß ein Ausdruck von "Ich habe in diesem Moment einfach wirklich nichts besseres zu tun" ist gefolgt vom typischen "aus den Augen aus dem Sinn"... auf sowas hab ich einfach wirklich absolut keinen Bock mehr.

Für mich ist es komplette Zeitverschwendung. Wer sich das schön redet mit "besser als nix" oder was auch immer... viel Spaß dabei. Aber ohne mich.
Der "Fehlschlag" und insbesondere der Frust darüber (DAS frisst Energie!) sind selbst gemacht.
Jeder Frust ist selbstgemacht. Aber zu sagen "Sei einfach nicht frustriert!" hat bisher 0 Menschen geholfen und wird auch in Zukunft 0 Menschen helfen.
Ja, diese Energie köntest du dir ev. aufsparen. Für z. B. noch ein nettes Gespräch, mit oder ohne folgendem Mehr,
Ich sags jetzt noch mal deutlicher, hätte ich den Zukunftsblick um vorher zu wissen "Das führt eh zu nichts" würde ich mir so viele unnötige Interaktionen sparen... aber da das nicht geht bleibt halt bloß die Option Wagen, Verlieren, Frust schieben.

Ich lebe in der Realität und nicht in der Sesamstraße wo am Ende alle zusammen kommen und lachen und Lieder trällern.

Qualität schlägt Quantität. Aber um Qualität zu finden muss man sich durch Mist wühlen. Und da sag ich dann nicht "Wow das riecht aber... intensiv." sondern wenns nach scheiße stinkt dann sag ich das auch einfach so.

Das des nicht jedem passt ist mir selbst klar, aber ich denke Leute die Ehrlichkeit bestellen sollten wissen das man sich nicht immer in allem einer Meinung sein kann.

Aber auch mit sowas umgehen zu können... tja, das ist eher selten. Was es umso schwerer macht weil ich mit Leuten wo eine Meinungsverschiedenheit schon "zu viel Drama" ist einfach nichts zu tun haben will. Ist mir zu realitätsfremd.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Andrea »

Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 In dem Sinne, ja, ein "nettes Gespräch" braucht für mich etwas mehr als das und wenns am Ende doch bei der singulären Zufallsbegnung bleibt, ist es schon ein "Fehlschlag", weil ich an sich nicht der größte Fan davon bin mich zu öffnen und dem anderen danach gleich wieder vollkommen egal zu sein.

Also ja, dieses pseudo Interesse was bloß ein Ausdruck von "Ich habe in diesem Moment einfach wirklich nichts besseres zu tun" ist gefolgt vom typischen "aus den Augen aus dem Sinn"... auf sowas hab ich einfach wirklich absolut keinen Bock mehr.

Für mich ist es komplette Zeitverschwendung. Wer sich das schön redet mit "besser als nix" oder was auch immer... viel Spaß dabei. Aber ohne mich.

Aber so was hat man doch immer wieder - also "nette Gespräche" nach deiner Definition, in denen man Dinge von sich preisgibt, die man dem zufälligen Sitznachbar im Bus jetzt nicht erzählt - und es entwickelt sich kein nachfolgender Kontakt daraus bzw. es bemüht sich auch niemand darum, Kontakt zu halten, und es war für diesen Moment oder diese Situation trotzdem ein nettes Gespräch und keine Zeitverschwendung.

So ein paar Beispiele:
- mit Kollegen hab ich mich schon sehr offen ausgetauscht - mit dem Wechsel des Arbeitsplatzes hat keiner von uns viel dafür getan, den Kontakt aufrechtzuerhalten
- Zimmernachbarn im Krankenhaus - wenn man da auf einer Wellenlänge ist, spricht man sehr schnell über sehr persönliche Themen. Trotzdem kommt man am Ende nicht auf die Idee, Handynummern auszutauschen.
- Urlaubsbekanntschaften, mit denen man wirklich mehrere Tage verbringt

Das sind für mich oft die Begegnungen, bei denen ich ein bisschen wehmütig werde, wenn sie enden, weil ich weiß, dass auch der Kontakt damit endet. Aber das sind ja auch oft Kontakte, die irgendwie an ein bestimmtes Setting gebunden sind und sich außerhalb gar nicht so weiterführen lassen.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Bobbertus »

Andrea hat geschrieben: ↑09.06.2026, 15:17 So ein paar Beispiele:
- mit Kollegen hab ich mich schon sehr offen ausgetauscht - mit dem Wechsel des Arbeitsplatzes hat keiner von uns viel dafür getan, den Kontakt aufrechtzuerhalten
- Zimmernachbarn im Krankenhaus - wenn man da auf einer Wellenlänge ist, spricht man sehr schnell über sehr persönliche Themen. Trotzdem kommt man am Ende nicht auf die Idee, Handynummern auszutauschen.
- Urlaubsbekanntschaften, mit denen man wirklich mehrere Tage verbringt
Diese Beispiele sind halt leider alles Situation in denen Ich Schweigen dem vergänglichen Interesse bevorzugen würde.

Auf der Arbeit hab ich nie versucht mir Feinde zu machen, aber wenn man schon als Außenseiter gilt weil man Wochenends nicht feiern geht oder auch kein Alkohol trinken will dann wäre das mit freundschaftlicher Bekanntschaft auch unmöglich... wenn der Gedanke das ein deutscher Mann kein Bier trinkt schon für so ein extremes Unverständnis sorgt ist das einfach kein Umfeld in dem ich mich wohlfühlen kann.

Da war ich schon in froh wenn die mich dann nicht mehr blöd deswegen angequatscht haben.

Und bei denen von meiner ersten Ausbildungs/Arbeitsstelle war dann noch das Problem das ich einmal zu so einem Freizeit Treff mit eingeladen wurde und wirklich PAUSENLOS nur über die Arbeit geredet wurde... Kanzlei dies, Mandanten das, bla bla bla... das ich dann nicht mehr dahin wollte zu Leute die sogar wenn sie eigentlich im "Freizeit Modus" nur über die Arbeit reden, ist denke ich nachvollziehbar. Irgendwann muss man das auch nal abschalten und wenn die sich täglich in der Arbeit sehen können die ja da über das Zueg vom Job reden, oder nicht?

Wenn ich im Krankenhaus bin, bin ich krank. Da will ich meine Ruhe. Und ich kann mir gut vorstellen das es auch viele Leute gibt die da eher genervt reagieren wenn man sie wegen irgendwas anquatscht.

Und Urlaub hab ich eh nie viel mut Reisen verbunden, aber wenn ich schon im Ausland wäre, würde mich das irgendwie echt nerven dann von anderen Urlaubern angequastcht zu werden. Wenn ich von Deutschen angequastcht werden will Flieg ich nicht extra ins Ausland.

Von dem her, Zeit mit IRGENDWEM zu verbringen ist für mich im Normalfall schlimmer als allein sein. Und Leute denen ich nicht am Arsch vorbei gehe kann ich halt nicht immer treffen.

Für mich wäre es tatsächlich schlimm meine soziale Batterie an irgendwen zu verschwenden den ich dann nie wieder sehe oder höre und dann keine Energie mehr zu haben um mich mit Freunden zu Treffen die mir am Herz liegen und denen ich auch nicht scheiß egal bin.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von captain-slow »

Deja-vu hat geschrieben: ↑04.06.2026, 13:06
Mesaloma hat geschrieben: ↑04.06.2026, 10:13 Es ist sehr schwer, einen Partner zu finden, wenn man als Frau keinen Sex will.
Grundsätzlich nicht?
Leider wurde die Frage nicht beantwortet.

Ich kann dir nur sagen, dass Sex eine sehr starke Bindung auslösen kann, ich vermute, dass es für die meiste Menschen (ausgenommen Asexuellen) gar nicht möglich ist eine Beziehung ohne Sex zu führen, es fehlt dann nicht nur diese Verbindung, es kommt zusätzlich noch Frust dazu.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Deja-vu »

Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 Ich sags jetzt noch mal deutlicher, hätte ich den Zukunftsblick um vorher zu wissen "Das führt eh zu nichts" würde ich mir so viele unnötige Interaktionen sparen... aber da das nicht geht bleibt halt bloß die Option Wagen, Verlieren, Frust schieben.
Verstehe ich schon irgendwie.

Für mich zB sind "nette Gespräche" aka Smalltalk auch einfach anstrengend. Aufgrund von sozialer Phobie und kommunikativer Probleme. Da ist meine Batterie dann ziemlich schnell leer. Ich wage es dennoch manchmal, allein um der Übung Willen. Aber danach merke ich oft, wie ausgelaugt ich bin.

Was anderes sind Gespräche mit Mehrwert. Das muss keine Partnerschaft sein, die dabei herauskommt. Aber einfach wenn man merkt, man versteht sich, hat eine Basis, es macht Freude sich zu unterhalten. Man kann miteinander lachen, aber auch ernste Dinge besprechen. Das gibt mir dann auch was.

So hatte ich vor kurzem das erste Mal einen Voice Chat mit jemandem, den ich vorher nur vom Schreiben kannte. Wir haben fast zwei Stunden gequatscht - oder wars sogar länger? Und waren uns beide einig, dass wir das wiederholen möchten.

Bobbertus hat geschrieben: ↑08.06.2026, 18:36 Über ein direktes "Verpiss dich!" oder "Ich will dich nie wieder sehen!" würde ich mich mehr freuen als über dieses rückgratlose "Wenn ich lange genug nicht reagiere, checkt ders vielleicht..."
Weißt du, das ist manchmal nicht ganz so einfach.
Es gibt nämlich nicht nur schwarz (=keinen Bock auf dich) oder weiß (=will dich heiraten).
Sondern alles Mögliche dazwischen.

Oft ist man nach dem ersten Treffen oder Gespräch nicht sofort geflasht von jemandem, aber man möchte die Flinte nicht vorschnell ins Korn werfen, sondern der Sache Zeit geben, in der Hoffnung, dass das schon irgendwie noch wird.
Nur so als Beispiel.

captain-slow hat geschrieben: ↑09.06.2026, 19:16 ich vermute, dass es für die meiste Menschen (ausgenommen Asexuellen) gar nicht möglich ist eine Beziehung ohne Sex zu führen, es fehlt dann nicht nur diese Verbindung, es kommt zusätzlich noch Frust dazu.
Ja, und wenn man diesbezüglich gar nicht weiß, was man will, hat es man es wohl zehnmal so schwer. Ich für meinen Teil weiß leider nicht, wie ich das herausfinden soll. Ohne dass es irgendwem weh tun wird.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Hoppala »

Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 Also ich weiß ja nicht wie deine Definition von "Nettem Gespräch" ist... aber für mich ist das normalerweise erst dann etwas zumindest ein kleines bisschen persönlich wird.
Damit hast du dir schon wieder den Zirkelo gebaut, den du selbst als "so kann das nicht gehen" bezeichnet hast.

Ob ein Gespräch "nett" ist oder nicht, weißt du hinterher. Egal, wie du "nett" definierst. Wer nicht anfängt (oder sich drauf einlässt), wei er noch nicht weiß, ob es ein nettes Gespräch wird, führt keine netten Gespräche.
Und wer "nicht nettes Gespräch" als "Fehlschlag" wertet, hat sich selbst zuvor Erwartungen gesetzt, für die es genau gar keine Substanz gibt - da das Gespräch ja erst noch stattfinden muss und der Verlauf entsprechend ungewiss ist.
Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 auf sowas hab ich einfach wirklich absolut keinen Bock mehr.
Okay.
Damit lässt du halt die Mehrzahl an Optionen, "nette" Gespräche zu erleben,aus.
Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 Aber zu sagen "Sei einfach nicht frustriert!" hat bisher 0 Menschen geholfen und wird auch in Zukunft 0 Menschen helfen.
Richtig, Weshalb ich das nicht gemacht habe.
Ich habe gesagt: Überleg dir, ob du dir diesen Frust selbst machen willst.
Dieser Frust kommt nicht unverhofft über dich wie ein Regenguss. Den machst du dir selbst. Das ist eine (Gedanken)Handlung, die du auch sein lassen könntest. Das ist der Schluss anhand deiner Darlegung
Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 "Das führt eh zu nichts" würde ich mir so viele unnötige Interaktionen sparen... aber da das nicht geht bleibt halt bloß die Option Wagen, Verlieren, Frust schieben.
Sie sind ja nicht unnötig. Sie sind unausweichlich, um AUCH AN 2nette" Interaktionen zu kömmen. Entsprechend gibt es kein Verlieren. So wenig wie beim Laufenlernen das Stolpern nach dem ersten Schirtt "verlieren" ist. Es ist ein Schritt nach vorn. Und du weißt nicht, wann du am Ziel bist, bevor du da bist. Frustig - okay. Aber doch nicht wegen der notwendigen Schritte!
Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 Ich lebe in der Realität
Dann stell dich ihr. Wenn "die Realität" Anlass für Frustration ist - dann springen wir morgen alle vom nächsten Hochhaus ....
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Andrea »

Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 16:51 Diese Beispiele sind halt leider alles Situation in denen Ich Schweigen dem vergänglichen Interesse bevorzugen würde.
Da reden wir aber ein bisschen aneinander vorbei - oder ich hab mich missverständlich ausgedrückt.

Kurz gesagt: Ich hatte in meinem bisherigen Leben durchaus Kontakte auf unbestimmte Zeit mit sehr persönlichen Themen mit Personen, mit denen ich keinen weiteren Kontakt gehalten habe, weil sich der Kontakt aus irgendeiner speziellen Situation ergeben hat. Und trotzdem sind das Kontakte, an die ich heute noch gerne zurück denke, weil ich sie als gewinnbringend empfunden habe.

Deine Gegenbeispiele zielen alle sehr auf oberflächliche Smalltalk-Begegnungen ab. Davon hab ich aber gar nicht geredet.
Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 10:38 In dem Sinne, ja, ein "nettes Gespräch" braucht für mich etwas mehr als das und wenns am Ende doch bei der singulären Zufallsbegnung bleibt, ist es schon ein "Fehlschlag", weil ich an sich nicht der größte Fan davon bin mich zu öffnen und dem anderen danach gleich wieder vollkommen egal zu sein.
Ich wollte eigentlich nur sagen, dass sich die singuläre Zufallsbegegnung mit nettem Gespräch (also nicht reinem Smalltalk) und trotzdem keinem langfristig entstehenden Kontakt nicht ausschließt und dass dem anderen das Gespräch trotzdem nicht völlig egal gewesen sein muss.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Andrea hat geschrieben: ↑09.06.2026, 15:17 Aber so was hat man doch immer wieder - also "nette Gespräche" nach deiner Definition, in denen man Dinge von sich preisgibt, die man dem zufälligen Sitznachbar im Bus jetzt nicht erzählt - und es entwickelt sich kein nachfolgender Kontakt daraus bzw. es bemüht sich auch niemand darum, Kontakt zu halten, und es war für diesen Moment oder diese Situation trotzdem ein nettes Gespräch und keine Zeitverschwendung.
Ich bin auch der Meinung, dass ein nettes Gespräch keine Zeitverschwendung ist. Anders sieht es aus, wenn mir ein Gespräch aufgezwungen wird. Man sitzt beispielsweise im Zug, es setzt sich einer neben mich und fängt an mich "vollzuquatschen" und ich will eigentlich nur meine Ruhe. So ein Gespräch würde ich dann als Zeitverschwendung bezeichnen. Aber ein Gespräch, welches für beide Seiten nett ist, ist tatsächlich keine Zeitverschwendung.
Das sind für mich oft die Begegnungen, bei denen ich ein bisschen wehmütig werde, wenn sie enden, weil ich weiß, dass auch der Kontakt damit endet. Aber das sind ja auch oft Kontakte, die irgendwie an ein bestimmtes Setting gebunden sind und sich außerhalb gar nicht so weiterführen lassen.
Das Gefühl kenn ich. "Wir bleiben in Kontakt", wird dann gerne gesagt. Leider verläuft dieser Kontakt dann irgendwo im Sande. Wie heißt es so schön? Aus den Augen, aus dem Sinn. :sadman:
captain-slow hat geschrieben: ↑09.06.2026, 19:16 Ich kann dir nur sagen, dass Sex eine sehr starke Bindung auslösen kann, ich vermute, dass es für die meiste Menschen (ausgenommen Asexuellen) gar nicht möglich ist eine Beziehung ohne Sex zu führen, es fehlt dann nicht nur diese Verbindung, es kommt zusätzlich noch Frust dazu.
Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich glaube was mir noch viel mehr fehlt wie Sex, sind Berührungen. Klar, Sex fehlt mir auch, aber was mir noch viel mehr fehlt ist körperliche Nähe. Einfach mal miteinander kuscheln, das fehlt mir. Gerade gestern wieder gemerkt: Da haben sich meine Hand und die Hand einer Kollegin für den Bruchteil einer Sekunde berührt. Wahrscheinlich hat sie es gar nicht richtig gemerkt, aber für mich fühlte es sich wunderbar an. Das sind immer die Situationen, in denen ich merke, wie sehr mir körperliche Nähe fehlt.
Wobei ich zugeben muss, dass mir Sex natürlich auch fehlt und in einer Beziehung sehr wichtig wäre. Aber ich glaube noch wichtiger wäre mir tatsächlich miteinander zu kuscheln. :shylove:
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

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Bobbertus hat geschrieben: ↑09.06.2026, 16:51 Wenn ich im Krankenhaus bin, bin ich krank. Da will ich meine Ruhe. Und ich kann mir gut vorstellen das es auch viele Leute gibt die da eher genervt reagieren wenn man sie wegen irgendwas anquatscht.
Tatsächlich lag ich mal drei Tage bei bester Gesundheit im Krankenhaus. (Wurde mit einem Verdacht auf einen epileptischen Anfall eingeliefert, der abgeklärt werden sollte und musste solange auf ein MRT warten. Verdacht hat sich aber als negativ herausgestellt.) Selbst mit akuten Leiden, gibt es auch vieles, wo es einem nicht so schlecht geht, wie bei manchen Krankheiten, dass man am liebsten nur schlafen will. Und da es im Krankenhaus tendenziell eher langweilig ist, kann ein Gespräch doch ganz nett sein. Und wenn die andere Person nicht groß drauf eingeht, weil tatsächlich genervt, kann man ihr ja immer noch ihre Ruhe lassen.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von verticalist »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑10.06.2026, 13:53 Ich kann jetzt nur für mich sprechen, aber ich glaube was mir noch viel mehr fehlt wie Sex, sind Berührungen. Klar, Sex fehlt mir auch, aber was mir noch viel mehr fehlt ist körperliche Nähe. Einfach mal miteinander kuscheln, das fehlt mir. Gerade gestern wieder gemerkt: Da haben sich meine Hand und die Hand einer Kollegin für den Bruchteil einer Sekunde berührt. Wahrscheinlich hat sie es gar nicht richtig gemerkt, aber für mich fühlte es sich wunderbar an. Das sind immer die Situationen, in denen ich merke, wie sehr mir körperliche Nähe fehlt.
Wobei ich zugeben muss, dass mir Sex natürlich auch fehlt und in einer Beziehung sehr wichtig wäre. Aber ich glaube noch wichtiger wäre mir tatsächlich miteinander zu kuscheln. :shylove:
Ist bei mir ähnlich. Sex ist schon auch gut, aber Kuscheln womöglich noch schöner. Im Alltag merke ich das oft gar nicht so, oft sind mir Berührungen auch unangenehm. Aber die kurzen Phasen, wo ich jemanden zum Kuscheln hatte, da war es echt schön und hat mir mega-viel gegeben. Habe schon mal überlegt zu einer Kuschelparty zu gehen, aber ich bin mir unsicher, ob das was für mich ist, weil mir Berührungen wie erwähnt oft auch unangenehm sind.
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Re: Wie findet man sich damit ab, dass man keine Partnerin und keine Familie haben wird?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

verticalist hat geschrieben: ↑10.06.2026, 21:03 Sex ist schon auch gut, aber Kuscheln womöglich noch schöner.
Ich stelle es mir wunderschön vor mit einer Frau zu kuscheln. :shylove: Hinzu kommt ja noch: Sex ist ja relativ schnell vorbei, kuscheln kann man stundenlang.
Im Alltag merke ich das oft gar nicht so, oft sind mir Berührungen auch unangenehm.
In der Regel sind mir Berührungen nicht unangenehm. Im Gegenteil, ich merke immer wieder, dass ich total ausgehungert bin, was Berührungen angeht. Meine 1 Coronaschutzimpfung habe ich damals beispielsweise von einer attraktiven Ärztin bekommen. Als sie mich am Arm berührte, fand ich das wunderschön, obwohl sie mir ja dann eine Spritze in den Arm "gejagt" hat. Oder letzte Woche war ich in einem Café: Die Bedienung war echt total nett. Für einen kurzen Moment legte sie ihre Hand auf meine Schulter, auch das fand ich irgendwie schön. Oder auf der Arbeit: Wenn ich bei einer Frau kassiere, die mir gefällt und sich unsere Hände kurz berühren. All das sind so Situationen, bei denen ich immer wieder merke, wie sehr mir Berührungen und Körperkontakt fehlt. Es muss einfach wunderbar sein, wenn man eine Freundin hat, mit der man Händchen halten kann, sie in den Arm nehmen kann, sie streicheln darf usw..
Habe schon mal überlegt zu einer Kuschelparty zu gehen, aber ich bin mir unsicher, ob das was für mich ist, weil mir Berührungen wie erwähnt oft auch unangenehm sind.
Ich glaube, eine Kuschelparty wäre nichts für mich. Was mich stören würde, dass ich dort ja auch mit Männern kuscheln würde und dass es sich um eine Gruppe handelt. Für mich ideal wäre, wenn es so eine Art Kuschelservice gäbe, wo man mit einer Frau kuscheln kann. Nicht in einer Gruppe, sondern eben wirklich nur zu zweit.
Amor gib mir den verdammten Pfeil, ich mach' den Scheiß jetzt selber!

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