Parasoziale Beziehungen

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Reinhard
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Reinhard »

Seb-X hat geschrieben: ↑26.07.2026, 22:02Ich war v.a. als Student oft unterwegs und nie hat sich was ergeben - weil ich nie mutig war. Oft unter Leute reicht überhaupt nicht aus.

Was möchtest du uns damit mitteilen? :gruebel:
Wenn du nur mutig genug wärst, dann würdest du einfach tausend Frauen auf der Straße ansprechen eine davon wird dich nehmen und du brauchst kein Umfeld, in dem du erst Kontakte aufbaust?

Selbst wenn deine Antwort darauf "ja" lautet ... glaubst du, das ist der übliche Weg, den ein AB gehen sollte? Oder wie Kontaktaufnahme generell stattfinden sollte?
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Kolinatan »

Reinhard hat geschrieben: ↑27.07.2026, 20:20 Was möchtest du uns damit mitteilen? :gruebel:
Nein, was Seb-X uns - nach meiner persönlichen Sicht und Interpretation - wiederholt mitteilt ist, dass er selbst keinen Weg für sich sieht und ihm keine der Informationen hier im Forum weiterhilft, da er in letzter Konsequenz an sich selbst scheitert, denn niemand kann es ihm abnehmen, die Handlungen auszuführen, welche notwendig wären, um etwas an seiner Situation zu verändern.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Seb-X hat geschrieben: ↑26.07.2026, 22:02 Es ist mir scheißegal, was in der Natur der Sache liegt. Ich war v.a. als Student oft unterwegs und nie hat sich was ergeben - weil ich nie mutig war.
Ich finde es bemerkenswert, dass du immer so gereizt, oder sagen wir besser aggressiv reagierst. Sei es bei positiven Beiträgen oder eben auch jenen Beiträgen, die in irgendeiner Weise eine gewisse Hilfe oder einen möglichen Lösungsweg bieten.
Oft unter Leute reicht überhaupt nicht aus.
Da hast du Recht. Hat auch niemand behauptet. Aber man erhöht zumindest die Chance. Zumindest dann, wenn man mögliche Lösungswege nicht von vornherein kategorisch ausschließt und sämtliche Ratschläge oder Lösungswege ablehnt, weil es ja sowieso nicht funktioniert.
Einen Weg mit Gelinggarantie gibt es nicht! Aber sich die ganze Zeit selber bemitleiden und jeden gut gemeinten Ratschlag niederzumachen bietet die 100%ige Sicherheit, dass es niemals funktionieren wird! :fessel:
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Reinhard hat geschrieben: ↑27.07.2026, 20:20 Selbst wenn deine Antwort darauf "ja" lautet ... glaubst du, das ist der übliche Weg, den ein AB gehen sollte? Oder wie Kontaktaufnahme generell stattfinden sollte?
Ohne mehr Mut gibt es gar keinen Weg. Einen üblichen Weg für AB? Das ist ein Widerspruch in sich.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Reinhard »

Seb-X hat geschrieben: ↑28.07.2026, 15:11Ohne mehr Mut gibt es gar keinen Weg. Einen üblichen Weg für AB? Das ist ein Widerspruch in sich.

Es macht aber doch einen Unterschied, ob man seinen Mut alle zwei Jahre mal braucht, oder ob man ihn zweimal im Monat einsetzen kann(darf/muss).
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑28.07.2026, 11:37 Zumindest dann, wenn man mögliche Lösungswege nicht von vornherein kategorisch ausschließt und sämtliche Ratschläge oder Lösungswege ablehnt, weil es ja sowieso nicht funktioniert.
Welche Ratschläge sind denn immer gemeint, die ich angeblich nicht annehme und mit denen man mir nur zeigt, wie dumm ich bin, weil ich ja noch nicht selber drauf gekommen bin?
Welcher Ratschlag, für dessen Umsetzung ich keinen Mut benötige, würde denn helfen? Ich behaupte, den gibt es nicht.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 28.07.2026, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von alex321 »

Ich habe vor gut 10 Jahren auch oft Twitch-Streams angesehen. Damals war Livestreaming noch ein ziemlich neues Format. Bei weiblichen Streamern habe ich auch gerne zugesehen, weil ich sie attraktiv fand und sie relativ viel mit ihren Zusehern interagiert haben. Das war für mich das erste Mal dass ich mit so attraktiven Frauen schreiben konnte. Aus dem Ganzen ist dann aber leider ziemlich schnell ein Geschäftsmodell geworden und dann gings auf vielen Kanälen nur mehr darum den Zusehern, meist einsamen Männern, das Geld aus der Tasche zu ziehen. So musste man z.B. für Nachrichten auf die sie reagiert Geld zahlen. Es war ziemlich traurig mitanzusehen wie manche Männer hunderte Euro ausgaben für ein paar Sekunden Aufmerksamkeit von einer attraktiven Frau.

Das erinnerte mich an die alten Onlinedating-Scams bei denen sich bezahlte Chatter als junge Frauen ausgaben um den Männern möglichst viele kostenpflichtige Nachrichten zu entlocken.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Kolinatan »

Seb-X hat geschrieben: ↑28.07.2026, 18:30 Welcher Ratschlag, für dessen Umsetzung ich keinen Mut benötige, würde denn helfen?
Dir selbst zu vergeben, dass Du nicht den Mut aufbringen kannst, die Dinge zu tun, von denen Du annimmst, dass sie helfen könnten, für Dich allerdings nicht umsetzbar sind.

Natürlich ist es wieder nur meine Interpretation. Vielleicht bist Du mit Dir zufrieden und hast längst akzeptiert, dass Du so bist wie Du bist. Es ist für mich vor allem die Art wie Du schreibst, die bei mir die Assoziation hinterlässt, dass Du Deinem Gegenüber am liebsten ins Gesicht springen würdest, weshalb ich unterstelle, dass Du unzufrieden bist, auch wenn ich nicht weiß womit im jeweiligen Fall. Ich müsste jetzt suchen, ob es ein Beitrag von Dir war, an welchen ich mich zu erinnern meine, in welchem Du durchaus positiv über Dein Leben geschrieben hast, was Freunde und Aktivitäten angeht.

Möglich, dass Dich auch nur die Beiträge triggern, weil dieses selbst urteilend bzw. vorwurfsvoll klingen, wenn sie in einer bestimmten Weise gelesen werden.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Seb-X hat geschrieben: ↑28.07.2026, 18:30 ´Welche Ratschläge sind denn immer gemeint, die ich angeblich nicht annehme und mit denen man mir nur zeigt, wie dumm ich bin, weil ich ja noch nicht selber drauf gekommen bin?
Dass du dumm bist, hat hier niemand behauptet. Es ist nur auffällig, dass du sämtliche gut gemeinten Ratschläge ziemlich energisch zurückweist, weil es ja angeblich sowieso alles nichts bringt.
Es wurden hier im Laufe der Zeit ja schon viele Ratschläge erteilt, die von dir meist ziemlich energisch zurückgewiesen wurden. Es versteht sich von selbst, dass all diese Ratschläge keine Garantie für Erfolg darstellen, aber sie erhöhen zumindest die Chance, überhaupt eine Freundin zu finden. Wenn diese Ratschläge jedoch für dich nicht umsetzbar sind, dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als dich mit deiner Situation zu arrangieren.
Welcher Ratschlag, für dessen Umsetzung ich keinen Mut benötige, würde denn helfen? Ich behaupte, den gibt es nicht.
Nein, den wird es wohl tatsächlich nicht geben. Letztendlich gehört immer etwas Mut dazu. Selbst wenn deine Traumfrau an deiner Tür klingeln würde, müsstest du den Mut aufbringen, die Türe zu öffnen und dann müsstest du auch noch den Mut haben sie herein zu bitten.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑29.07.2026, 14:03
Seb-X hat geschrieben: ↑28.07.2026, 18:30 ´Welche Ratschläge sind denn immer gemeint, die ich angeblich nicht annehme und mit denen man mir nur zeigt, wie dumm ich bin, weil ich ja noch nicht selber drauf gekommen bin?
Welche Ratschläge nehme ich denn nicht an? Ich habe nach Beispielen gefragt. Oder anders gefragt: Zu welchen Dingen, auf die du absolut keine Lust hast, zwingst du dich, weil andere dir dazu geraten haben? Am Ende ist es doch immer "Friss oder stirb!". Dann hat man eben Pech gehabt, wenn man nicht auf die anderen hört. Man muss dann sehen, wo man bleibt.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

alex321 hat geschrieben: ↑28.07.2026, 19:05 Es war ziemlich traurig mitanzusehen wie manche Männer hunderte Euro ausgaben für ein paar Sekunden Aufmerksamkeit von einer attraktiven Frau.
Ja, das ist schon erschreckend. Ich würde es nicht machen, aber irgendwie kann ich es schon nachvollziehen. Man ist einsam und sehnt sich nach einer Frau und da gibt es dann eben diese Möglichkeit, Aufmerksamkeit von einer Frau zu bekommen. Dass man dafür bezahlt und es im Grunde eine Dienstleistung ist wird dann sicherlich ausgeblendet. :roll:
Seb-X hat geschrieben: ↑02.08.2026, 19:09 Welche Ratschläge nehme ich denn nicht an? Ich habe nach Beispielen gefragt.
Kurz gesagt: Alle. Jeder Ratschlag der dir hier im Forum gegeben wird, wird von dir sofort (und teilweise recht aggressiv) zurückgewiesen, weil es sowieso nicht funktioniert. Es ist ganz klar, dass nicht jeder Tipp und jeder Ratschlag für jeden funktioniert. Aber mit deinem Mindset wird das auch nichts. :fessel:
Zu welchen Dingen, auf die du absolut keine Lust hast, zwingst du dich, weil andere dir dazu geraten haben?
Als ich vor einigen Jahren einen neuen Job brauchte, hat es mich riesige Überwindung gekostet Bewerbungen zu schreiben. Da musste ich mich zum Beispiel zu zwingen. Und das Ergebnis? Heute habe ich einen Job, der mir richtig Spass macht. Hat sich also durchaus gelohnt. :tanzen2:
Am Ende ist es doch immer "Friss oder stirb!". Dann hat man eben Pech gehabt, wenn man nicht auf die anderen hört. Man muss dann sehen, wo man bleibt.
Ja genau so ist es! Von nichts kommt nichts. Du hast nur zwei Möglichkeiten: Entweder du versuchst etwas zu ändern (bitte frag mich jetzt nicht wieder was du ändern sollst, das wurde dir hier schon mehrfach von verschiedenen Usern erklärt!) oder findest dich eben damit ab, niemals eine Freundin zu finden. Dein Selbstmitleid wird dich jedenfalls nicht zum Erfolg führen. :fessel:
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑03.08.2026, 18:04Kurz gesagt: Alle. Jeder Ratschlag der dir hier im Forum gegeben wird, wird von dir sofort (und teilweise recht aggressiv) zurückgewiesen, weil es sowieso nicht funktioniert. Es ist ganz klar, dass nicht jeder Tipp und jeder Ratschlag für jeden funktioniert. Aber mit deinem Mindset wird das auch nichts.
Immer noch kein Beispiel genannt, aber weitere Vorwürfe. Wie zwingst du dich denn tagtäglich zu einem positiven Mindset?
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑03.08.2026, 18:04Als ich vor einigen Jahren einen neuen Job brauchte, hat es mich riesige Überwindung gekostet Bewerbungen zu schreiben. Da musste ich mich zum Beispiel zu zwingen. Und das Ergebnis? Heute habe ich einen Job, der mir richtig Spass macht. Hat sich also durchaus gelohnt.
Wow, einmal. Wahnsinn.... Vielleicht war die Frage auch ungenau gestellt. Besser: Wie zwingst du dich jeden Tag zu funktionieren, kämpfst den ganzen Tag gegen Lustlosigkeit und Ängste?
Zuletzt geändert von Kolinatan am 04.08.2026, 21:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Seb-X hat geschrieben: ↑04.08.2026, 19:26 Immer noch kein Beispiel genannt, aber weitere Vorwürfe.
Ernsthaft jetzt?! Dir werden doch hier im Forum laufend Tipps gegeben. Zum Beispiel hier im Thread wurde dazu geraten neue Kontakte zu knüpfen bzw. Kontakte zu pflegen. Deine Antwort:
Seit wann erhöhen (neue) Freundeskreise oder öfter mal abends weggehen automatisch die Chancen auf eine Freundin bzw. darauf besser oder leichter Frauen kennenzulernen?
Auf meinen Einwand, dass es in der Natur der Sache liege, dass mehr Kontakte auch die Chance erhöht kam von dir diese freundliche Antwort:
Es ist mir scheißegal, was in der Natur der Sache liegt. Ich war v.a. als Student oft unterwegs und nie hat sich was ergeben - weil ich nie mutig war. Oft unter Leute reicht überhaupt nicht aus.
Auch in anderen Threads wurden dir schon Ratschläge gegebne, die allesamt abgelehnt wurden.
Wie zwingst du dich denn tagtäglich zu einem positiven Mindset?
Dass ich keine Freundin habe, belastet mich auch. Sehr sogar! Und ja, es zieht mich manchmal auch runter. Aber man muss auch mal gucken, was man alles hat. Beispielsweise ein Dach über dem Kopf, mehr als satt zu Essen, einen Job, der einem Freude macht. Ein Auto, ich kann mir mein Hobby leisten und ich bin (so hoffe ich zumindest) gesund. Das alles ist schon ein enormer Reichtum, der einem durchaus zu einem positiven Mindset verhelfen kann. Auch wenn einem gewisse Dinge, wie eine Freundin, fehlen.
Wow, einmal. Wahnsinn....

Du hast meinen Beitrag aber schon gelesen?
"Da musste ich mich zum Beispiel zu zwingen." Das war ein Beispiel. Es gibt auch in meinem Leben mehrere Dinge, zu denen ich mich zwingen muss. Das ist aber eigentlich auch ganz normal. Ich behaupte mal, dass jeder Mensch sich zu gewissen Dingen zwingen muss.
Wie zwingst du dich jeden Tag zu funktionieren, kämpfst den ganzen Tag gegen Lustlosigkeit und Ängste?
Lustlosigkeit erlebe ich relativ selten. Der erste Arbeitstag nach dem Urlaub ist so ein Punkt. Wenn ich aber dann auf der Arbeit bin und meine Kollegen wieder sehe, dann ist die Lustlosigkeit auch schon wieder vorbei. Ansonsten erlebe ich relativ selten echte Lustlosigkeit. Dafür lebe ich einfach zu gerne und finde das Leben zu lebenswert.
Was Ängste angeht, so gibt es diese auch in meinem Leben. Da muss man aufpassen, dass die Ängste nicht zu groß werden und sie einem das Leben vermiesen bzw. einen einschränken. Ich stelle mich meinen Ängsten und versuche gegen sie anzugehen und mir mein Leben nicht von diesen Ängsten kaputt machen zu lassen. :boxing:
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑05.08.2026, 17:44Ernsthaft jetzt?! Dir werden doch hier im Forum laufend Tipps gegeben. Zum Beispiel hier im Thread wurde dazu geraten neue Kontakte zu knüpfen bzw. Kontakte zu pflegen. Deine Antwort:
Nein, meine Antwort war schon vor Ewigkeiten, dass ich neue Freunde gefunden habe. Mein jetziger Freundeskreis ist fast komplett anders als vor 10 Jahren. Hat mich das glücklicher gemacht? Nein. Kam ich dadurch besser mit Frauen in Kontakt? Nein. Das hatte ich alles schon mal geantwortet.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑05.08.2026, 17:44Ich stelle mich meinen Ängsten und versuche gegen sie anzugehen und mir mein Leben nicht von diesen Ängsten kaputt machen zu lassen.
Ich stelle mich tagtäglich meinen Ängsten. Keine ist davon, also durch Wiederholung geringer geworden.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 06.08.2026, 19:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑28.07.2026, 11:37Ich finde es bemerkenswert, dass du immer so gereizt, oder sagen wir besser aggressiv reagierst. Sei es bei positiven Beiträgen oder eben auch jenen Beiträgen, die in irgendeiner Weise eine gewisse Hilfe oder einen möglichen Lösungsweg bieten.
Was denn Positives? Das Leben ist voller Gefahren, v.a. Gefahren zu scheitern, zu versagen, ein Loser zu sein. Man ist quasi gezwungen, erfolgreich zu sein, beruflich UND privat, sonst ist man raus. Sonst reden die Menschen schlecht über einen, machen Vorwürfe, Vorhaltungen usw. Beruflich bin ich gescheitert und privat auch. Bei Hobbys gilt bei mir ebenfalls das Leistungsprinzip. Ansonsten ist das schlechte Gewissen zu stark.
Ich bin absolut unfähig, gelassen zu sein bzw. Dinge locker zu sehen. Zuerst ist immer die Angst da, immer. Es gibt für mich keinen positiven Ausblick in die Zukunft.
Freundschaften sind für mich sehr anstrengend. Erst vorhin musste ich ein Treffen vorzeitig verlassen, weil es mir einfach zu viel wurde. Ich habe für das, was die da besprechen, keinen freien Kopf. Ich habe Sorgen u. Ängste im Kopf, ich habe deswegen nichts übrig für Kunst, Urlaub oder sonstiges. Wenn die Sorgen weg sind, dann vielleicht, vorher nicht. Die Gelassenheit anderer überfordert mich.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Kolinatan hat geschrieben: ↑28.07.2026, 22:12Vielleicht bist Du mit Dir zufrieden und hast längst akzeptiert, dass Du so bist wie Du bist.
Ich bin mit mir absolut unzufrieden. Ich habe für mein Alter praktisch nichts erreicht. Es hat mir beruflich nichts gebracht, einen arbeitsmarkttechnisch relativ sicheren Beruf zu lernen, denn er ist nicht mehr sicher. Dazu habe ich auch selbst beigetragen, dass ich mir - mal wieder - einen neuen Job suchen kann bzw. müsste.
Privat habe ich auch nichts erreicht. Ich bin kein bisschen selbstbewusster und gelassener als früher - eher im Gegenteil. Womit soll ich denn zufrieden sein? Soll man nur deswegen zufrieden sein, weil es so sein soll, nur weil man sich so gut fühlen kann, aber unabhängig von der Situation, von den Ergebnissen? Wozu sich dann noch anstrengen?
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Kolinatan »

Seb-X hat geschrieben: ↑10.08.2026, 16:48 Womit soll ich denn zufrieden sein? Soll man nur deswegen zufrieden sein, weil es so sein soll, nur weil man sich so gut fühlen kann, aber unabhängig von der Situation, von den Ergebnissen? Wozu sich dann noch anstrengen?
Sobald ich anfange darüber nachzudenken, ob ich zufrieden bin, weiß ich die Antwort ist: Nein.

Egal was ich gemacht habe, es könnte mehr sein. Egal was ich erreicht habe, ich könnte schon weiter sein. Egal was ich mir überlege, es gibt immer eine Erwartung oder Vorstellung, welche dass was ich machen könnte übertrifft. Wenn ich mir also die Frage stelle ob ich zufrieden bin, werde ich unzufrieden. Wenn ich mich frage wie es mir geht, fühle ich mich schlecht.

Solange es mir gelingt, mir diese Fragen nicht zu stellen und dafür sorge, dass der innere Richter die Klappe hält, bin ich durchaus in der Lage so etwas wie Glück zu empfinden. Bei jedem Schritt den ich mache, egal um welche Aufgabe oder Ziel es geht. Ich habe Ziele und Wünsche und mitunter ist es schwer die Motivation aufzubringen morgens aufzustehen und den Tag zu beginnen. Ich weiß, dass ich mich nicht zu etwas zwingen kann, sonst blockiere ich mich nur selbst und beweise mir ein ums andere mal, dass Zwang wirkungslos ist. Ich benötige eine intrinsische Motivation.

Letztlich kann ich Dir keine Antworten geben. Mein größtes Problem war in meinem Kopf. Erst als es mir gelungen ist, die Kontrolle über mein Denken zu übernehmen und zu verstehen, dass ich beeinflussen kann, was in meinem Kopf stattfindet und wie ich Ruhe in mir finde, konnte ich beginnen den Instanzen, wie dem inneren Richter, andere Verhaltensweisen beizubringen und mich wieder zu unterstützen. Die alten Denkmuster sind nicht verschwunden. Allerdings sind sie nicht mehr so dominierend wie vor 10 oder gar 20 Jahren. Ich kann nicht sagen, ob es mit den Jahren einfacher geworden ist oder es sich einfach nur verändert hat. Ich verstehe mich besser und kann besser mit mir umgehen, indem ich geübt habe mir zuzuhören und nachzuspüren, wie es mir geht und mir ehrlich gegenüber bin, was ich aus welchen Gründen mache.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Seb-X »

Kolinatan hat geschrieben: ↑12.08.2026, 21:12 Ich weiß, dass ich mich nicht zu etwas zwingen kann, sonst blockiere ich mich nur selbst und beweise mir ein ums andere mal, dass Zwang wirkungslos ist. Ich benötige eine intrinsische Motivation.
Meine Motivationen sind Angst, Neid, Unzufriedenheit, Schuldgefühle, Scham usw.
Kolinatan hat geschrieben: ↑12.08.2026, 21:12 Wenn ich mir also die Frage stelle ob ich zufrieden bin, werde ich unzufrieden. 
Das klingt eher danach, als hätte man aufgegeben.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 16.08.2026, 18:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von sascha94 »

Seb-X hat geschrieben: ↑10.08.2026, 16:48
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.07.2026, 22:12Vielleicht bist Du mit Dir zufrieden und hast längst akzeptiert, dass Du so bist wie Du bist.
Ich bin mit mir absolut unzufrieden. Ich habe für mein Alter praktisch nichts erreicht. Es hat mir beruflich nichts gebracht, einen arbeitsmarkttechnisch relativ sicheren Beruf zu lernen, denn er ist nicht mehr sicher. Dazu habe ich auch selbst beigetragen, dass ich mir - mal wieder - einen neuen Job suchen kann bzw. müsste.
Privat habe ich auch nichts erreicht. Ich bin kein bisschen selbstbewusster und gelassener als früher - eher im Gegenteil. Womit soll ich denn zufrieden sein? Soll man nur deswegen zufrieden sein, weil es so sein soll, nur weil man sich so gut fühlen kann, aber unabhängig von der Situation, von den Ergebnissen? Wozu sich dann noch anstrengen?
Aber scheinbar arbeitest du ja.
Für mich bist du allein deshalb schon ein sehr wichtiges Mitglied für die Gesellschaft, es gibt genug die keinen Willen dazu haben einer geregelten Arbeit nachzugehen. Du ermöglichst es aber anderen, dass sie Krankenkassenleistungen und Rente erhalten können.


Das zweite worüber man immer zufrieden sein kann ist körperliche Gesundheit, die kann man nicht kaufen auch wenn ich nicht weiß ob das bei dir der Fall ist. Für mich ist das Leben jetzt auch keine Skala in der man das und das bis zu dem Zeitpunkt erreicht haben muss, dafür sind die Lebensentwürfe mittlerweile viel zu verschieden. Dein Lebensweg sieht vielleicht anders aus wie bei vielen Menschen in diesem Forum, das macht dich aber nicht weniger Wert 🙂
Zuletzt geändert von sascha94 am 17.08.2026, 06:13, insgesamt 1-mal geändert.
https://abtreff.de/viewtopic.php?t=30224

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Re: Parasoziale Beziehungen

Beitrag von Deja-vu »

sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 06:11 Aber scheinbar arbeitest du ja.
Für mich bist du allein deshalb schon ein sehr wichtiges Mitglied für die Gesellschaft, es gibt genug die keinen Willen dazu haben einer geregelten Arbeit nachzugehen.
Oder es nicht können. Wird leider gern in einen Topf geworfen.


sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 06:11 Das zweite worüber man immer zufrieden sein kann ist körperliche Gesundheit, die kann man nicht kaufen auch wenn ich nicht weiß ob das bei dir der Fall ist. Für mich ist das Leben jetzt auch keine Skala in der man das und das bis zu dem Zeitpunkt erreicht haben muss, dafür sind die Lebensentwürfe mittlerweile viel zu verschieden. Dein Lebensweg sieht vielleicht anders aus wie bei vielen Menschen in diesem Forum, das macht dich aber nicht weniger Wert 🙂
An der körperlichen (und seelischen) Gesundheit hängt sehr viel.

Glücklich schätzen sollte sich, wer ein halbwegs normales Leben leben kann, mit oder ohne Beziehung.

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