Neue Realität

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Re: Neue Realität

Beitrag von verticalist »

Tania hat geschrieben: ↑16.08.2026, 11:53
verticalist hat geschrieben: ↑15.08.2026, 19:07
Tania hat geschrieben: ↑14.08.2026, 23:19 Oder vielleicht hat sie ein riesiges Haus, in dem Du Dich auf Anhieb wohl fühlst.
Die einzigen beiden Frauen, mit denen ich was hatte, hatten in der Tat jeweils ein Haus. Davon extrapoliert ist der Teil mit dem Haus ja gar nicht so unwahrscheinlich. ;)
Du musst ja nicht linear extrapolieren. Wenn Du nach der Fibonacci-Reihe vorgehst, hat die nächste Frau zwei Häuser ;)
Perfekt, dann kann jeder von uns eines für sich haben. :kopfstand:
Tania hat geschrieben: ↑16.08.2026, 11:53 Irgendwie fallen mir in letzter Zeit immer wieder Frauen auf, die Single sind und ein eigenes Haus besitzen. Ich vermute da einen Zusammenhang ... ist "eigenes Haus" für Frauen womöglich ein genau so großes Beziehungshemmnis wie "Alleinerziehend" oder "eigenes Pferd"? :gruebel:
Ich glaube bei der einen war es mehr ein "lass uns ein Haus kaufen, um unsere Beziehung zu retten" (statt Kinder kriegen), was natürlich nicht funktioniert hat und dann hat sie es nach Auszug ihres Partners übernommen.

Vielleicht ist ein Haus bauen/kaufen auch eine Form der Selbstverwirklichung anstelle eines Partners?

Und Richtung Beziehungshemmnis könnte ich mir vorstellen, dass es manche Männer (die kein eigenes Haus) einschüchtert?
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Tania
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Re: Neue Realität

Beitrag von Tania »

verticalist hat geschrieben: ↑16.08.2026, 19:17 Und Richtung Beziehungshemmnis könnte ich mir vorstellen, dass es manche Männer (die kein eigenes Haus) einschüchtert?
Dann ist es wohl hoffnungslos - denn Männer mit eigenem Haus sind genauso ortsgebunden. Obwohl - so eine Wochenendbeziehung ist ja auch was Feines :)
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Re: Neue Realität

Beitrag von Tania »

Buddy hat geschrieben: ↑16.08.2026, 14:35 Leider war es zu negativ anstrengend, denke das ist eher ein schlechtes Anzeichen.
Auch "negativ anstrengend" wäre an sich kein schlechtes Anzeichen, wenn Du insgesamt gesehen trotzdem glücklicher bist als allein. Sogar die passendsten Partner/innen können einem gelegentlich den letzten Nerv rauben. Und das auch in der rosaroten Anfangsphase. Unsere Großeltern sprachen nicht umsonst von "sich zusammenraufen". Ohne Stress und Auseinandersetzungen geht es wahrscheinlich nicht.

Aber wenn das vorherrschende Gefühl nicht ist "Das ist es wert", sondern eher "Wozu sollte ich damit eigentlich weiter machen?", dann passt es eben nicht. Passiert auch - und die Erfahrung, nicht um jeden Preis eine Beziehung führen zu müssen, ist auch viel wert.
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

verticalist hat geschrieben: ↑16.08.2026, 19:17 Und Richtung Beziehungshemmnis könnte ich mir vorstellen, dass es manche Männer (die kein eigenes Haus) einschüchtert?
Tut es nicht zwingend, da bin ich ein lebendes Beispiel für. Die Frage ist nur der räumlich „flexiblere“ Partner muss sich halt drauf einstellen, dass der Ortsgebundene mit dem Eigentum daran nichts ändern möchte. Mein Bruder ist auch so ein Beispiel. Sie Eigentumswohnung er Mietwohnung. Er ist die ersten Jahre zu ihr gezogen, nachdem sie ihre beiden Kinder bekommen haben, haben sie sich zusammen ein größeres Haus gekauft, so kann’s auch laufen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.08.2026, 10:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Realität

Beitrag von Egil »

sascha94 hat geschrieben: ↑16.08.2026, 08:43
verticalist hat geschrieben: ↑15.08.2026, 19:07 Hm, nebeneinander aufzuwachen ist schon schön ...
Das stimmt, es ist schön wenn man nebeneinander aufwacht. Andererseits kommts jetzt in der Nacht öfters mal vor, dass ich Wach werde.
Das liegt daran dass ich mir einen Klammeraffen ausgesucht habe der sich im Schlaf immer an mich ran macht, der Nachts hin und wieder mal pinkeln geht 😂😂
Weniger schön ist es auch, wenn man selbst spätestens um 7⁰⁰ ausgeschlafen hat und sie noch mindestens zwei Stunden länger schlafen will.
sascha94 hat geschrieben: ↑14.08.2026, 09:40Neue Dynamiken aushalten: Ich kann mich an eine beispielhafte Situation erinnern, als meine Verlobte ihre Periode hatte. Den Zustand hatte ich bei einer Frau das letzte Mal miterlebt, als meine Schwester das hatte und ich als Teenager noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Plötzlich fand ich mich in dieser Situation wieder, dass durch die Hormone bei ihr so stark reagiert haben, dass ein falsches Wort gereicht hat, um eine komplette Unterhaltung kippen zu lassen. Das ist man überhaupt nicht gewohnt – und plötzlich muss man damit klarkommen
Oh ja... kenne ich :schwarzekatze:
Zuletzt geändert von Egil am 17.08.2026, 07:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

Egil hat geschrieben: ↑17.08.2026, 07:50 Weniger schön ist es auch, wenn man selbst spätestens um 7⁰⁰ ausgeschlafen hat und sie noch mindestens zwei Stunden länger schlafen will.
Oder ich mich weil ich zur Arbeit muss um 05 Uhr davon schleiche, weil sie erst um 07 Uhr aufstehen muss um zur Arbeit zu kommen 😂
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.08.2026, 11:51, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Neue Realität

Beitrag von Deja-vu »

Buddy hat geschrieben: ↑16.08.2026, 14:35 Leider war es zu negativ anstrengend, denke das ist eher ein schlechtes Anzeichen. Und ich war sogar erleichtert, als sie Treffen absagte. Wir haben so gar nicht zusammengepasst.
Eine (Kurz-)Beziehung mit einer Person, mit der es so gar nicht passt?

Was hat denn da überhaupt zum Status "Beziehung" geführt?
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Re: Neue Realität

Beitrag von pisces83 »

Also ich fand den "Wechsel" eigentlich ganz einfach. Vielleicht weil wir uns im ersten Jahr unserer Beziehung nicht ständig sehen konnten und uns so dermaßen aufeinander gefreut haben.

Wir leben "quasi" zusammen in zwei Wohnungen. d.h. trennen uns Nachts zu 99% nicht, entweder in der einen oder anderen Wohnung. Das ist erstmal gut so und das Konstrukt wird auch noch einige Zeit so bleiben. (ist beides Eigentum). Vielleicht weil wir uns auch so akzeptieren wie wir sind und keiner versucht den anderen zu ändern.

Das anfänglich "Probleme" bzw Unsicherkeiten gemacht hat waren eher die menschlichen Kleinigkeiten des normalen Zusammenlebens. Siehst du jemanden nur ein paar Stunden kann man halt viel natürlich menschliches etwas runterregeln. Man trifft sich gut riechend, frisch geduscht und Zähne geputzt.

Täglich aufwachen tust aber neben jemanden auf der z.b. Nachts Blähungen hatte, oder wegen Problemen in der Arbeit die halte Nacht nicht geschlafen hat, am morgen Mundgeruch hat, oder verschwitzt und riechend vom Training kommt. Ich quassel z.b. nach dem Aufstehen rum, mein Mann gähnt erstmal ne halbe Stunde und bekommt nur jedes 3. Wort mit bis er mal in die Gänge kommt. ;-)

Aber natürlich ist es arbeit, glaube aber nicht das es AB spezifisch schwieriger ist. Eine gute offene Kommunikation in der Beziehung und einen gemeinsamen Ryhtmus finden.
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

pisces83 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 11:59
Danke für den Beitrag eine sehr erfrischende Sichtweise, zum einen weil ihr jetzt nicht das Klassische Wohnungsmodell habt, dass man nur noch in einer wohnt. Zum anderen finde ich den Hintergrund der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sehr spannend.

Die meisten hier im Forum dürften sich vermutlich der klassischen Mann-Frau Beziehungskonstellation zugehörig fühlen wie ich auch.
Die Frage wie es wohl für einen Homosexuellen Mann sein muss sein AB Sein zu überwinden ist sicher sehr interessant, alleine ja schon weil der Markt dafür wesentlich kleiner ist um sich zu verpartnern, sodass man vielleicht eher geneigt ist manches gelassener hinzunehmen (Ich gebe aber zu ich habe in der Richtung wirklich keine Ahnung). Klischeehaft (man verzeihe mir an der Stelle vielleicht ein Vorurteil)
Würde ich im ersten Moment erstmal denken, dass es bestimmt leichter ist mit einem Mann zusammen zu wohnen als mit einer Frau.
Ich vermute aber mal, dass man da mit ganz anderen Situationen Konfrontiert wird, für die meine Fantasie nicht ausreicht.

Ich bitte um Verzeihung falls ich zu neugierig bin :)
Zuletzt geändert von Kolinatan am 17.08.2026, 12:52, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Neue Realität

Beitrag von Buddy »

Deja-vu hat geschrieben: ↑17.08.2026, 11:57
Buddy hat geschrieben: ↑16.08.2026, 14:35 Leider war es zu negativ anstrengend, denke das ist eher ein schlechtes Anzeichen. Und ich war sogar erleichtert, als sie Treffen absagte. Wir haben so gar nicht zusammengepasst.
Eine (Kurz-)Beziehung mit einer Person, mit der es so gar nicht passt?

Was hat denn da überhaupt zum Status "Beziehung" geführt?
Tja, das weiß man ja anfangs nicht, ob man zusammenpasst oder nicht. Deswegen scheitert vieles auch in den ersten 100 - 200 Tagen.

Die Initiative ging komplett von ihr aus. Ich hab da mitgemacht, weil ich Erfahrungen sammeln wollte. Sie war 12 Jahre älter und war dann wohl total von meiner Unerfahrenheit enttäuscht. Der Sex klappte nicht, weil ich nicht konnte. Sie sagte, wir wären nur zwei verliebte Singles...naja, wenn man dann aber meine Wohnung verändern will, sehe ich da etwas ernsteres dahinter. Schnell fing sie dann an, an fast allem rumzukritisieren. Händchen halten öffentlich? Verboten. Sagen, dass sie meine Freundin ist? Verboten. Sie stand so überhaupt nicht zu mir. Letztendlich wollte sie nur eine Affäre/offene Beziehung. Ich hätte es da gleich beenden sollen.

Ob man das jetzt Beziehung nennt? Keine Ahnung, ist mir jetzt aber auch egal.
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Re: Neue Realität

Beitrag von Deja-vu »

sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 12:42 Die meisten hier im Forum dürften sich vermutlich der klassischen Mann-Frau Beziehungskonstellation zugehörig fühlen wie ich auch.
Hier im Forum sind nur wenige queere Menschen, demzufolge ist das hier praktisch nie Thema.
Selbst (Hetero-)Abinen werden ja hier schon häufig ausgeklammert, als gäbe es sie gar nicht.

Ich bin zB so, dass mir das Geschlecht egal ist, also für mich käme beides in Frage.
sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 12:42Die Frage wie es wohl für einen Homosexuellen Mann sein muss sein AB Sein zu überwinden ist sicher sehr interessant, alleine ja schon weil der Markt dafür wesentlich kleiner ist um sich zu verpartnern,
Ich schätze, da gibt es kaum Unterschiede. Aber eine AB Community speziell für Queers gibt es beispielsweise nicht. So weit ich weiß. Das Thema scheint da also noch mehr tabu zu sein als bei Heteros.

sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 12:42Würde ich im ersten Moment erstmal denken, dass es bestimmt leichter ist mit einem Mann zusammen zu wohnen als mit einer Frau.
Das kommt doch auch die jeweilige Person an.
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Re: Neue Realität

Beitrag von pisces83 »

sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 12:42 Danke für den Beitrag eine sehr erfrischende Sichtweise, zum einen weil ihr jetzt nicht das Klassische Wohnungsmodell habt, dass man nur noch in einer wohnt. Zum anderen finde ich den Hintergrund der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sehr spannend.
Du ich glaube die Unterschiede sind marginal. Es sind zwei Menschen/Charaktere die zusammenwohnen.

Ich hab die verschiedensten Storys gehört von hetero und homo Paaren. Die unterscheiden sich nicht wirklich, den sexuellen Part mal außen vor gelassen ;-)
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

pisces83 hat geschrieben: ↑18.08.2026, 09:42
sascha94 hat geschrieben: ↑17.08.2026, 12:42 Danke für den Beitrag eine sehr erfrischende Sichtweise, zum einen weil ihr jetzt nicht das Klassische Wohnungsmodell habt, dass man nur noch in einer wohnt. Zum anderen finde ich den Hintergrund der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sehr spannend.
Du ich glaube die Unterschiede sind marginal. Es sind zwei Menschen/Charaktere die zusammenwohnen.

Ich hab die verschiedensten Storys gehört von hetero und homo Paaren. Die unterscheiden sich nicht wirklich, den sexuellen Part mal außen vor gelassen ;-)
Ja gut, dass liegt wohl in der Natur der Sache :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Neue Realität

Beitrag von alex321 »

Ich habe 7 Jahre in WGs gewohnt. Unter den Mitbewohnern waren Männer, Frauen, Introvertierte, Extrovertierte, Egoisten und Altruisten. Ich glaube, ich habe einen ziemlich guten Eindruck davon wie es ist seine Wohnung mit jemanden zu teilen. Nur der ganz persönliche Bereich wie Schlafen im selben Bett wäre Neuland für mich.

Ich habe durch die WG-Zeit gelernt, dass ich auf jeden Fall eine introvertierte Partnerin brauche, denn das Zusammenleben mit extrovertierten Menschen empfand ich als sehr anstrengend. Die brauchen immer Gesellschaft, auch bei typischen Solo-Aktivitäten wie Lernen oder Fernsehen, und hatten deswegen ständig Leute zu Gast, oft bis spätabends. Dieser ständige Wirbel war mir viel zu viel.

Mit einer Frau zusammenziehen werde ich allerdings eh nicht so schnell. Ich habe nach vielen Jahren Suche eine leistbare Wohnung in guter Lage bekommen. Das ist heutzutage wie ein 6er im Lotto. Da muss schon viel passieren dass ich die aufgebe. Mein Bekanntenkreis ist gar nicht so groß, aber trotzdem kenne ich gleich mehrere Männer die nach der Trennung plötzlich wohnungslos waren und große Probleme hatten wieder eine leistbare Wohnung zu finden. Den Fehler werde ich nicht machen.
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

alex321 hat geschrieben: ↑18.08.2026, 19:54
Da muss jeder schauen, was am besten zu ihm passt. In meinem Fall finde ich das sehr gut, jemanden an der Seite zu haben, der einen auch mal aus der eigenen Komfortzone bringt. Das kann man als anstrengend empfinden, ich sehe das eher als Erweiterung meines Horizontes aber da gibts wahrscheinlich keinen perfekten Weg für jeden. Das mit der Wohnung kann ich einerseits verstehen, ich würde davon nie ausgehen, sollte meine Verlobte irgendwann mal doch Schluss machen, würde ich vor dem Problem stehen, dass ich mir wieder eine neue Wohnung nehmen müsste. Für die Anfangszeit dürfte das vermutlich nicht relevant sein, obwohl die ein oder andere Frau beim Date vielleicht schon die Veränderungsbereitschaft in die Richtung erfragen könnte. Wenn’s nur wirklich akut wird müsste man sich halt fragen, ob man deswegen eine Beziehung mit der Person die man liebt scheitern lassen würde. Da gibts auch wieder kein Patentrezept für.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 19.08.2026, 10:11, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Neue Realität

Beitrag von dfg82 »

sascha94 hat geschrieben: ↑19.08.2026, 05:49 Da muss jeder schauen, was am besten zu ihm passt. In meinem Fall finde ich das sehr gut, jemanden an der Seite zu haben, der einen auch mal aus der eigenen Komfortzone bringt. Das kann man als anstrengend empfinden, ich sehe das eher als Erweiterung meines Horizontes aber da gibts wahrscheinlich keinen perfekten Weg für jeden.
Sind in meinen oft Augen Non-Argumente. Was bringt mir zum Beispiel eine Partnerin, die mich irgendwohin schleppt oder mit mir zusammen irgendwelchen Quatsch im Fernsehen/Streaming schauen will? Da kann ich auch vor dem Rechner sitzen und mir Artikel zu Wissenschaft und Technik durchlesen. Das bringt mehr, anstatt sich mit Trivialitäten zu befassen. Horizont erweitern, Komfortzone verlassen - Begriffe, die in solchen Diskussionen oft fallen, aber das, wozu es führt, ist meist ungenießbar.
alex321 hat geschrieben: ↑18.08.2026, 19:54 Ich habe durch die WG-Zeit gelernt, dass ich auf jeden Fall eine introvertierte Partnerin brauche, denn das Zusammenleben mit extrovertierten Menschen empfand ich als sehr anstrengend. Die brauchen immer Gesellschaft, auch bei typischen Solo-Aktivitäten wie Lernen oder Fernsehen, und hatten deswegen ständig Leute zu Gast, oft bis spätabends. Dieser ständige Wirbel war mir viel zu viel.
Menschen, die nicht alleine sein können, sind sehr anstregend und wenn man mit so jemandem eine Beziehung eingeht, kann es sehr unangenehm werden. Das Hobby "Partner" geht einfach gar nicht. Ich frage mich immer, ob das eigentlich mündige Menschen sind, diese Nicht-Allein-sein-Könner.
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Re: Neue Realität

Beitrag von Deja-vu »

alex321 hat geschrieben: ↑18.08.2026, 19:54 Mit einer Frau zusammenziehen werde ich allerdings eh nicht so schnell. Ich habe nach vielen Jahren Suche eine leistbare Wohnung in guter Lage bekommen. Das ist heutzutage wie ein 6er im Lotto. Da muss schon viel passieren dass ich die aufgebe. Mein Bekanntenkreis ist gar nicht so groß, aber trotzdem kenne ich gleich mehrere Männer die nach der Trennung plötzlich wohnungslos waren und große Probleme hatten wieder eine leistbare Wohnung zu finden. Den Fehler werde ich nicht machen.
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

Ich finde dass eine Beziehung auf emotionaler Verbundenheit basiert und das bedeutet für mich, dass ich Zeit mit mit meinem Partner verbringen möchte und ich will das jedenfalls. Genau genommen ist meine Verlobte die einzige Person mit der ich wirklich Zeit verbringe kann unabhängig von meiner sonstigen Gemütslage und Nervenzustand. Das ich dabei auch mal etwas mache wie z.B eine Kreuzfahrt oder ein Konzert besuche ist für mich einfach ein Zeichen dieser Verbundenheit, umgekehrt war sie mit mir schon bei Hannover 96, das erste Bundesligaspiel ihres Lebens. Werde ich schlauer dadurch dass ich sowas mitmache nein, bringt es mir Emotional etwas. Ja sicher, gemeinsame Zeit und an der ein oder anderen Stelle auch Spaß mit dem ich vorher gar nicht rechnet habe 😉 Anders gesagt einfach das Leben leben. Du findest das Trivial, für mich wäre es Trivial einem Partner an einem PC oder IPad gegenüber zu sitzen und dort irgendwelche Artikel lesen, sowas mache ich eher alleine. Aber jeder wie er mag. Bei mir wären da auch die Unterschiede einfach zu groß weil ich eher Politik/Geschichtsinteressiert bin 😉

Für dich mag es Quatsch sein eine eher extrovertierte Person als Partnerin zu nehmen, anderen bringt es vielleicht etwas für die emotionale Reife, mal ab und zu über ihren Schatten zu springen. Damit gewinnt man vielleicht keine Pokale aber es gibt nunmal Dinge die sich nicht Messen lassen. Ich allerdings würde eine extrovertierte Person nie als unmündig bezeichnen, nur weil sie eine andere Lebensauffassung hat wie ich. Wenn es auf der Welt nicht auch solche Leute gäbe, die mal ohne großes nachdenken ihren Impulsen folgen wäre es wohl eine viel dunklere Welt🙂
Zuletzt geändert von sascha94 am 19.08.2026, 12:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neue Realität

Beitrag von Optimist »

alex321 hat geschrieben: ↑18.08.2026, 19:54 Ich habe durch die WG-Zeit gelernt, dass ich auf jeden Fall eine introvertierte Partnerin brauche, denn das Zusammenleben mit extrovertierten Menschen empfand ich als sehr anstrengend. Die brauchen immer Gesellschaft, auch bei typischen Solo-Aktivitäten wie Lernen oder Fernsehen, und hatten deswegen ständig Leute zu Gast, oft bis spätabends. Dieser ständige Wirbel war mir viel zu viel.
Ich glaube das würde mich auch überfordern. Man kann natürlich gerne abends was unternehmen wie ins Kino gehen oder was essen, aber jeden Abend soziale Aktivitäten mit Freunden von ihr wäre mir zu viel.
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Re: Neue Realität

Beitrag von sascha94 »

Optimist hat geschrieben: ↑19.08.2026, 13:02 Ich glaube das würde mich auch überfordern. Man kann natürlich gerne abends was unternehmen wie ins Kino gehen oder was essen, aber jeden Abend soziale Aktivitäten mit Freunden von ihr wäre mir zu viel.
Ich glaube das muss man auch nicht, mache ich mit meiner Verlobten auch nicht so, man muss halt in der Beziehung eine Balance finden mit der beide klarkommen. Das bedeutet auch sich selbst nicht aufzugeben. Ich glaube für eine Beziehung ist es auch nicht förderlich zu allem ja und Amen zu sagen. Man sollte schon in der Lage sein, seinem Partner auch einen abweichenden Standpunkt mitzuteilen. Ins andere Extrem sollte man es aber auch nicht ausufern lassen, dass man gar nichts mehr machen möchte oder von vornherein alles kategorisch ablehnt nur weil es nicht zum eigenen Weltbild passt.

Für mich ist wichtig, dass man seinem Partner einfach in sein Leben lässt und selber sich an seinem beteiligt.
Zu einer funktionierenden Beziehung gehören nunmal mindestens 2 Personen, eine gesunde Mischung :)
Zuletzt geändert von Kolinatan am 20.08.2026, 10:39, insgesamt 1-mal geändert.
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