40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

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Hoppala
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Hoppala »

Vieles, was Finnlandfreundin schreibt, hat Hand und Fuß.
Und ist zugleich nur eine mögliche Perspektive. Die Bestimmtheit ihrer Formulierungen lässt das vielleicht bei manchen untergehen.
Ein Beispiel
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35 Ich will hier niemanden überzeugen, was besser ist, aber es schadet nichts zu schauen, wie wird das von der Mehrheit praktiziert, denn immerhin sucht man in diesem Bereich und will fündig werden.
Es schadet gar nichts, zu wissen, was "die Mehrheit" so macht. Genauso wenig wie es schadet, zu wissen, was jenseits der Mehrheit getan wird, und ob man selbst die eine oder andere Herangehensweise für sich selbst geeigneter findet, oder ein "neues Minderheitsvorgehen" etabliert (wer weiß, sowas kann vielleicht auch irgendwann mal Mehrheit werden - geringe Wahrscheinlichkeit, but you never know).
Ich würde auch bezweifeln, dass die meisten ("die Mehrheit") in "der Mehrheit" fündig werden will.
Die meisten möchten m.E. "nur" die Möglichkeiten (sowohl hinsichtlich eigener Fähigkeiten, als auch hinsichtlich äußerer Umstände), eine gewisse Anzahl interessante Kandidtys zu identifizieren, so dass mal oder vielleicht auch mehrfach "der Funke" überspringt.

Bei dieser Bewertung spielt fraglos meine persönliche Abneigung eine Rolle, mich an irgendeiner Mehrheit zu orientieren, nur weil es warum auch immer die Mehrheit ist.

Dies Idee, sich früh "positionieren" zu müssen, halte ich hier auch für recht iindividuell. Klar will und mag ich besitmmte Dige, und habe andere vor, und eventuell Lebensideen.
Ebenso ändert sich mein Bild aber auch, sobald ein weiterer Mensch in mein Leben tritt, mit dem ich mir mehr vorstellen kann. Dann fallen "Positionen" weg, und andere kommen neu dazu, oder es entstehen erst mal Leerräume, die sich nach und nach gemeinsam füllen). "Position" ist mir in Sachen Beziehung zu statisch und egozentrisch gedacht..Was nicht heißt, nicht auch selbst Wünsche und ideen zu haben.

"Mit beiden Beinen im Leben stehen" ist ne Floskel. Was derdiedas damit wirklich meint, ist ein weit offenes Feld. Manche meinen konkret "unbefristeten Job, Wohnung, Auto, Bausparvetrag kurz vor Fälligkeit, Grundstück für Haus mit 2 Kinderzimmern und Doppelcarport schon reserviert". Andere meinen: wenn das Leben dich mit Problemen konfrontiert, kannst du darauf adäquat reagieren, ohne ein halbes Jahr in die psychosomatische Klinik zu müssen.
Wobei es halt auch reichlich stabile Beziehungen gibt, bei denen genau das: längerfristiges nicht mit beiden Beinen im Leben stehen, nicht gegeben ist. Ich sehe keinen Grund, warum man in einer Beziehung erst "mit beiden Beinen im Leben stehen" muss, um es dann vieleicht jahrelang nicht mehr zu können, aber die Bezioehung läuft weiter ....oder die Beziehung startet mit einem sehr "flatterhaften" Leben, bleibt so, oder kommt irgendwann "mit beiden Beinen" irgendwo an - wobei, was ist eigentlich resistenter in den Geschehnissen des Lebens: dauerhaft flattern können ohne hart zu landen, oder fest stehen?

Dann wiederum wird Finnlandfreundin auch gern mal missverstanden bzw. was hineingelesen, was sie gar nicht schreibt. Beispiel:
Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 13:14
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35Es geht nicht um Schuld. Das ist eine falsche Herangehensweise. Es geht darum, den IST-Zustand zu ändern. Dazu ist es meines Erachtens notwendig, sich selbst zu hinterfragen, zu schauen, was man ändern kann. Man selbst hat nur Einfluss auf sich selbst.
Alles korrekt. Ich weise dennoch wiederholt darauf hin, dass du aus der Ferne nicht beurteilen kannst, inwieweit derjenige Einfluss auf irgendwas hat, und den Background nicht kennst.

Solche Sätze können dann sehr verletztend rüberkommen.
Wie "du willst ja nichts ändern, also musst du dich nicht wundern".
Es liest sich wie eine Schuldzuweisung dann.
Finnlandfreundin hat nichts von "nicht wollen" geschrieben. Nur die korrekte Tatsache geschildert: Ändert man nichts (oder: es ändert sich nicht von selbst, durch äußere Umstände), bleiben die Dinge wie sie sind.
Warum sich nichts ändert, ist hier nicht gesagt.

Wie aus meinen Worten zu ersehen ist, halte ich auch nichts von der Annahme, dass man nur selbst Einfluss auf sich selbst habe. Immerhin sind wir soziale Wesen in eine komplexen Gesellschaft. Jeder hat immer Einfluss auf andere, mal mehr, mal weniger. Und wird beeinflusst, mal günstiger, mal (leider) ungünstiger. Selbstwirksamkeit ist immens wichtig. Aber für sich genommen nur die halbe Wahrheit (Realität).

Das Gefühl, durch diese zunächst mal "neutralen" Tatsachen verletzt zu sein, stammt also zum einen daraus, sich in der eigenen (unzureichenden) Selbstwirksamkeit angesprocnen zu sehen (obwohl die gar nicht angesprochen war). Zum anderen, selbst immer noch den Anspruch zu haben, es "eigentlich schaffen zu müssen (deshalb fühlt man sich angesprochen) - obwohl die eigene Erfahrung deutlich macht, dass diese ndividuelle Eigenständigkeit von tatsächlichen Gegebenheiten (teils auch: anderen Menschen, gesellschaftlichen Verhältnissen - also nichts, was an sich "so sein muss") begrenzt ist.


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Finnlandfreundin
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 13:14
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35Ich würde meinen Arbeitsplatz tauchen, auch wenn das im Beamtenverhältnis nicht so einfach ist, aber dennoch würde ich sofort einen Versetzungsantrag stellen, wenn ich einen Mann kennenlerne, der woanders wohnt, aber den ich liebe und der mich liebt.
Weil es dir möglich ist.

Es gibt aber nun mal Situationen, da ist das nicht so eben möglich. Das wollte ich dir sagen. Wir haben alle verschiedene Hintergründe hier, und da gehts eben nicht immer nur ums Wollen.
Es ist eben nicht einfach so möglich, aber dennoch würde ich alles versuchen, damit es möglich werden kann. Ein Wollen alleine reicht nie, man muss auch aktiv etwas tun.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35Es geht nicht um Schuld. Das ist eine falsche Herangehensweise. Es geht darum, den IST-Zustand zu ändern. Dazu ist es meines Erachtens notwendig, sich selbst zu hinterfragen, zu schauen, was man ändern kann. Man selbst hat nur Einfluss auf sich selbst.
Alles korrekt. Ich weise dennoch wiederholt darauf hin, dass du aus der Ferne nicht beurteilen kannst, inwieweit derjenige Einfluss auf irgendwas hat, und den Background nicht kennst.
Das ist doch auch nicht mein Anliegen, aus der Ferne jemanden zu beurteilen. Ich schreibe doch nicht für eine bestimmte Person, sondern für denjenigen, der damit etwas anfangen kann, aber das entscheide nicht ich, sondern jeder für sich. Und diejenigen, die damit nichts anfangen können, brauchen das nicht auf sich beziehen, sondern können einfach weiter gehen.
Solche Sätze können dann sehr verletztend rüberkommen.
Wie "du willst ja nichts ändern, also musst du dich nicht wundern".
Es liest sich wie eine Schuldzuweisung dann.
Wenn meine Aussagen bei dir als "du willst ja nichts ändern, also musst du dich nicht wundern" ankommen, ist das deine Deutung, dafür kann ich nicht. Ich schreibe für diejenigen, die aus meinen Erfahrungen einen Nutzen ziehen können. Und ich freue mich, wenn meine Erfahrungen anderen weiter helfen, immerhin war ich auch mal HC-Abine.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35Ja, denn hier sind nicht nur Menschen mit überhaupt keinen Erfahrungen oder Menschen, die meilenweilt von dieser Fragestellung entfernt sind, sondern auch Menschen, die merken, dass trotz erster Erfahrungen nicht alles auf einmal wie von alleine läuft. Wir (und da zähle ich mich dazu) haben genauso das Recht uns hier auszutauschen und können nicht immer nur Rücksicht nehmen auf die, für die das gerade kein Thema ist.
Darum gehts doch nicht. Du könntest aber schon schauen, auf wessen Beiträge du wie antwortest, und ob das überhaupt passt.

Von einem HC AB / einer HC Abine kannst du nun mal nicht dasselbe erwarten oder die selben Maßstäbe ansetzen, wie bei Menschen mit Erfahrung.

In dem Fall hast du auf meine Beiträge geantwortet. Mein Status steht im Profil, und ich habe hier auch schon genug über mich erzählt.
Ich analysiere doch nicht vorher den Background von jemandem, bevor ich meine Gedanken zu Aussagen gebe, die zu einem Thema geschrieben wurden. Wenn jemand sich zu einem Thema äußert, betrifft es ihn entweder oder er interessiert sich dafür.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35Ich finde es immer schade, dass viele, die keine AB´s mehr sind, entweder sich nicht mehr beteiligen oder sich abmelden. Ich kann es aber verstehen, wenn immer Gegenwind kommt.
Ich glaube, das liegt an anderen Sachen. ;)

Und Gegenwind gehört in einem Forum dazu.
Bei einigen mit Sicherheit nicht.

In gewisser Weise ja, aber wenn man seine aktuellen Probleme nicht mehr thematisieren kann und diese immer wieder als Luxusprobleme dargestellt werden, ist das ermüdend.
Berichte von Personen, die einen Weg gefunden haben, fand ich als HC-AB immer aufbauend und ich hatte nicht das Haar in der Suppe gesucht. Ich versuchte eher etwas für daraus zu ziehen.
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Vogel
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Vogel »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:35 Hüst, ja, das habe ich und da bin ich auch nicht die einzige und rechtfertigen muss ich mich auch nicht dafür. Und meine Wahrnehmungen teile ich gerne mit denen, die es hören wollen und vielleicht für sich etwas mitnehmen können.
Du hattest geschrieben, Du seist nicht der Typ, regelmässig solche Kontakte aufzubauen. Mag sein, aber Du hattest eine Beziehung, Du hattest Sex, Du datest, Du scheinst zu wissen was Du willst. Damit hast Du mehr erreicht, als so manch anderer hier. Das darf man sich durchaus selbst mal zustehen. Kein Grund sich kleinzureden und selbst abzuwerten.
Ich denke mal, es ist herauszulesen, dass ich weder eine Fernbeziehung noch eine lockere Sache suche, jedenfalls nicht, was für länger gedacht ist. Entweder bin ich nicht der Typ dafür (das ist meine Vermutung) oder ich habe noch nicht die Erfahrung gemacht, dass eine feste Beziehung 24/7 für mich zu viel wäre. Meine kleinen Einblicke, die ich in die Beziehungswelt machen konnte, haben mir gezeigt, dass ich schnell jemanden vermisse, den ich mag, dass ich das Bedürfnis habe, den Alltag zu zweit leben zu wollen. Die meisten, die ich kenne führen solche Beziehungen und das teilweise schon seit Jahren / Jahrzehnten. Und dann gibt es einige, die zwar einen gemeinsamen Wohnsitz haben, aber wo einer unter der Woche auf Montage ist und dann nur am Wochenende kommt. Sie arbeiten in der Regel unter der Woche länger, sodass sie Freitagmittag schon nach Hause fahren können. Ich kenne nur einen Fall mit getrennten Wohnungen. Sie lebten solange in einem Haushalt solange die beiden Kinder klein waren. Als sie aus dem Haus waren, zog der Mann in die leer gewordene Wohnung gegenüber. Fand ich beim Erzählen etwas seltsam, aber jeder hat so sein Reich, aber man kann sich dennoch täglich sehen, wenn man das will.
Du kennst aufgrund Deiner bisherigen Erfahrung eben, was Du Dir wünschst. Aber Menschen sind unterschiedlich, das Bedürfnis nach Nähe ebenfalls. Er ist auch oft von der jeweiligen Person gegenüber abhängig, wie weit man Nähe toleriert und zulässt.
Beim Dating ist mir auch aufgefallen, insbesondere, wenn Interesse gezeigt wurde (unabhängig davon, ob der Mann auch was Festes oder was Lockeres gesucht wird), dass man sich positioniert. Und da kann ich nicht kommen mit "Weiß ich nicht", "Muss erst die Erfahrung machen". Gleichaltrige wissen das mittlerweile, was sie suchen und wenn ich unter denen jemanden finden will, werde ich nicht drumherum kommen. Auch meine Erfahrung: Wenn ich mich nicht positioniere, kommt das als Desinteresse rüber.
Das ist auch meine Erfahrung. Schwierig wird es für mich bei der Ausgestaltung, insbesondere der Geschwindigkeit.
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Vogel »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:46
Das klingt positiv. Wärst du bereit, für eine Frau, die du kennenlernst, dein Hobby und die losen Kontakte aufzugeben?
Ganz klar: Nein.

Aus fast ähnlichen Grund wie bei Dir - eigene Kontakte, eigene Hobbies gehören für mich mit zum Leben.
Auch wenn ein Partner für mich wichtiger sein sollte als die Herkunftsfamilie, sollte man diesen Kontakt nie ganz aufgeben. Reduzieren ja, aber nie komplett aufgeben. Wichtig ist auch, dass das von einem selbst kommt und das kein Partner das fordert. Fordern kann keiner etwas von einem anderen, auch nicht von seinem Partner, das muss schon von einem selbst kommen.
Nur würde ich nicht von "sollte" sprechen. Und ich würde auch nicht davon sprechen wollen, von "nie ganz" - das hört sich nach Brotkrumentaktik an. Oder eine Art Pflichtprogramm. Ich glaube nicht, das es einer Beziehung gut tut, wenn man zu nah aufeinander hockt - ich sehe die Gefahr bzw. hätte selbst die Angst, das man sich selbst verliert.
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Deja-vu »

Danke, Hoppala, ich finde deine Analyse sehr gelungen.
Hoppala hat geschrieben: ↑05.11.2026, 16:10 Vieles, was Finnlandfreundin schreibt, hat Hand und Fuß.
Und ist zugleich nur eine mögliche Perspektive. Die Bestimmtheit ihrer Formulierungen lässt das vielleicht bei manchen untergehen.
Das wird es sein. Und die Verallgemeinerung eben.
Hoppala hat geschrieben: ↑05.11.2026, 16:10Finnlandfreundin hat nichts von "nicht wollen" geschrieben. Nur die korrekte Tatsache geschildert: Ändert man nichts (oder: es ändert sich nicht von selbst, durch äußere Umstände), bleiben die Dinge wie sie sind.
Warum sich nichts ändert, ist hier nicht gesagt.
Es fiel der Begriff "Bereitschaft", in Zusammenhang mit dem ewigen "man muss" (und folgt man diesem Rat nicht, "braucht man sich nicht wundern"). Und jetzt kam sogar noch die (obligatorische) Erweiterung hinzu: "Ein Wollen alleine reicht nie, man muss auch aktiv etwas tun.". :roll:

Äußere Umstände - und andere Lebensrealitäten als die eigene - werden hierbei komplett ignoriert.

Das ist hier irgendwie schon ein gewisses Muster. Letztendlich werden einfach nur Binsenweisheiten (a la "von nichts kommt nichts") reproduziert, bei denen ich Zweifel habe, ob sie irgendwem nützen. Es sind Dinge, die jedem klar sind, aber der Großteil ist nun mal hier, weil es andere Baustellen gibt.

Ähnlich wie dieses "der Traumpartner klingelt nicht an der Wohnungstür". Ich glaube, es gibt hier niemanden, der von so einem Szenario ausgeht. Dennoch kommen solche Phrasen (in dem Fall nicht von Finnlandfreundin!) immer wieder....

Es fällt zumindest mir echt schwer, aus den gebetsmühlenartigen Wiederholungen solcher Phrasen nicht irgendwann abzuleiten, man hätte seinen Zustand in gewisser Weise selbst zu verantworten.

Da reagiere ich eben allergisch. Bestimmt nicht nur ich.

Und wenn ich mitbekomme, wie anderen Leuten hier sogar direkt vor den Latz geknallt wird: "Du willst ja nichts ändern", macht mich das ebenfalls traurig und / oder wütend.

Hoppala hat geschrieben: ↑05.11.2026, 16:10 Das Gefühl, durch diese zunächst mal "neutralen" Tatsachen verletzt zu sein, stammt also zum einen daraus, sich in der eigenen (unzureichenden) Selbstwirksamkeit angesprocnen zu sehen (obwohl die gar nicht angesprochen war). Zum anderen, selbst immer noch den Anspruch zu haben, es "eigentlich schaffen zu müssen (deshalb fühlt man sich angesprochen) - obwohl die eigene Erfahrung deutlich macht, dass diese ndividuelle Eigenständigkeit von tatsächlichen Gegebenheiten (teils auch: anderen Menschen, gesellschaftlichen Verhältnissen - also nichts, was an sich "so sein muss") begrenzt ist.
Das trifft es sehr gut.

Nur, wenn jemand dabei explizit auf meine Beiträge antwortet und diese zitiert, wie soll ich mich denn da auch nicht angesprochen sehen?




Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑05.11.2026, 16:45 Ich schreibe doch nicht für eine bestimmte Person, sondern für denjenigen, der damit etwas anfangen kann, aber das entscheide nicht ich, sondern jeder für sich. Und diejenigen, die damit nichts anfangen können, brauchen das nicht auf sich beziehen, sondern können einfach weiter gehen.
Siehe oben. Du hast mit mir gesprochen, auf meine Beiträge geantwortet.

Und auch wenn ich nicht angesprochen bin, erlaube ich mir anzumerken, dass ich einige deiner sehr allgemein formulierten Aussagen als zu kurz oder zu simpel gedacht empfinde (Beispiel: Mal eben einfach so Wohnung, Job oder Umfeld aufgeben - ich meine, wir leben doch alle im selben Land, aber manchmal bin ich mir da nicht sicher...).

Immer nur einer Meinung zu sein, oder lesen und weitergehen, ist für mich kein Austausch.
Für dich etwa?

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑05.11.2026, 16:45 In gewisser Weise ja, aber wenn man seine aktuellen Probleme nicht mehr thematisieren kann und diese immer wieder als Luxusprobleme dargestellt werden, ist das ermüdend.
Das Wort "Luxusprobleme" war zumindest in diesem Thread nicht zu lesen. Oder hab ichs übersehen?

Dass du hier im Thread jetzt über deine Probleme sprechen wolltest, war nicht ersichtlich, da es die ganze Zeit darum ging, was "man muss". Dann sprich doch bitte nur von dir.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑05.11.2026, 16:45 Berichte von Personen, die einen Weg gefunden haben, fand ich als HC-AB immer aufbauend
Welchen Weg hast du denn gefunden? Davon hast du ja gar nichts geschrieben.
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Vogel »

Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44
Und wenn ich mitbekomme, wie anderen Leuten hier sogar direkt vor den Latz geknallt wird: "Du willst ja nichts ändern", macht mich das ebenfalls traurig und / oder wütend.

Falls Du damit meine Antwort auf Seb-X meinst: Es war nicht als Angriff, sondern mehrjährige Beobachtung gemeint. Und ich habe deutlich gemacht, bewusst hart zu kritisieren.
Ich halte es jedenfalls für nicht gut - auch nicht fürs Forenklima - wenn man in der ewigen, selbstschädigenden Endlosschleife feststeckt, ich sehe das gleiche Muster seit Jahren, ohne das sich was bewegt.
Wie Du selbst sagst: man muss nicht einer Meinung sein.
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Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Hoppala »

Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44 Es fiel der Begriff "Bereitschaft", in Zusammenhang mit dem ewigen "man muss" (und folgt man diesem Rat nicht, "braucht man sich nicht wundern"). Und jetzt kam sogar noch die (obligatorische) Erweiterung hinzu: "Ein Wollen alleine reicht nie, man muss auch aktiv etwas tun.". :

Äußere Umstände - und andere Lebensrealitäten als die eigene - werden hierbei komplett ignoriert.
Das ist richtig. Bzw. ob "ignoriert" oder hier einfach nciht erwähnt, weil es Finnlandfreundin um was anderes geht? Es ist schwierig, einen Punkt herauszuarbeiten, wenn man gleichzeitig immer das Große Ganze komplett dazu erwähnt (Dann wird auch gern "geht das nicht kürzer", "du willst mit der Wall-of-Text nur die Schwäche der Argumente vernebeln", etc. erwidert ....)
Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44 Das ist hier irgendwie schon ein gewisses Muster.
Ja. Weil unvermeidlich. Im Herbst werden die Blätter braun. Im Frühjahr wider grün. Wenn jetz jemand im Herbst über Immergün redet .... nur weil die braunen Blätter nicht erwähnt werden, sind sie nicht nicht auch existent.
Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44 Letztendlich werden einfach nur Binsenweisheiten (a la "von nichts kommt nichts") reproduziert, bei denen ich Zweifel habe, ob sie irgendwem nützen. Es sind Dinge, die jedem klar sind, aber der Großteil ist nun mal hier, weil es andere Baustellen gibt.

Ähnlich wie dieses "der Traumpartner klingelt nicht an der Wohnungstür". Ich glaube, es gibt hier niemanden, der von so einem Szenario ausgeht.
Es sind Wahrheiten. Keine Binsen. Wenn sie dir schon bewusst sind, kannst du sie im Text einfach abhaken. Se nutzen vielleicht dem, der sie gerad nicht beachtet. Ich muss bei manchem Beitrag im Forum auch bezweifeln, ob immer jedem so klar ist, wie irreal manche Gedanken sind. Sicher entsteht das auch aus einer emotionalen Betroffenheit, mit der geschrieben wird. Eine (1) Herangehensweise ist dann, erst mal die sicheren Wahrheiten (wieder) klarzustellen, damit man eine Basis für einen konstruktiven Dialog hat.
Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44 Es fällt zumindest mir echt schwer, aus den gebetsmühlenartigen Wiederholungen solcher Phrasen nicht irgendwann abzuleiten, man hätte seinen Zustand in gewisser Weise selbst zu verantworten.

Da reagiere ich eben allergisch. Bestimmt nicht nur ich.
Jepp. Und das ist in erster Linie dein Problem. Deine Formulierung sagt das auch.
Die Nuss kann nix für deine Allergie.
Wenn ihr euch über Müsli unterhaltet und jemand dir Nussmüsli anbietet mit den Worten "das ist das beste, weil (hervorragende Inhaltsstoffe der Nüsse)", ist es nicht dessen Aufgabe, die anderen Müslisorten mit zu erwähnen.

Man kann sich wünschen, dass andere auf die Allergie Rücksicht nehmen, wenn sie davon wissen.
Das ist aber auch hier im Forum mal so, mal so. Ich führe nicht Buch darüber, wer wann worauf allergisch reagiert.
Und es ändert nichts daran, dass Nussmüsli eine wirklich gute Wahl ist. Es ändert auch nichts daran, dass es andere prima Müslisorten gibt. Oder Marmeladenbrötchen (hm ... diese Müslimischung fehlt nir noch im Regal :-) ).
Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44Und wenn ich mitbekomme, wie anderen Leuten hier sogar direkt vor den Latz geknallt wird: "Du willst ja nichts ändern", macht mich das ebenfalls traurig und / oder wütend.
Okay.
Nur folgt aus dem, was manche(!) so schrieben bzw wie sie argumentieren, genau das. Wenn sie damit ihre tatsächliche Denkweise ausdrücken, ist es angebracht, sie darauf hinzuweisen, dass sie eine Sichtweise haben, die einem "Ich will nicht" entspricht - auch wenn sie selbst es vielleicht anders fühlen. (Das sind dann genau diese vertrackten Denkfehler, die einem das Leben schwer machen und mit denen mensch sich selbst in Situationen manövriert und verbeißt, in denen mensch nie sein wollte - sowas bei anderen zu erkennen, macht mich traurig. Deshalb finde ich es dann richtrig, es deutlich zu machen. Das liest du dann als "vor den Latz knallen" und es macht dich traurig. Tja.,).
Deja-vu hat geschrieben: ↑05.11.2026, 22:44 Nur, wenn jemand dabei explizit auf meine Beiträge antwortet und diese zitiert, wie soll ich mich denn da auch nicht angesprochen sehen?
Darauf gibt es nur eine Antwort: Es ist deine Entscheidung, ob du es so siehst oder nicht. Du hast die Wahl. Es ist deine.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.
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Ich bin ...: verdammt bissig.

Re: 40!!! Hilfffeee, ab wann habt ihr aufgegeben!?

Beitrag von Seb-X »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.11.2026, 18:00Gehört auch mit dazu, aber ist auch nicht das Einzige im Leben
Wir sind hier - zumindest offiziell - in einem AB-Forum. Für viele gehört das gar nicht dazu, wahrscheinlich nie. Was ist mit denen?
"Im innersten Gehäuse des Humanismus, als dessen eigene Seele, tobt gefangen der Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht."
(aus "Schwabenstreiche", Theodor W. Adorno, Minima Moralia)

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