Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Alles zu Deiner persönlichen Situation, Deinen Erlebnissen und was Dir auf dem Herzen liegt als Absoluter Beginner.
klecks

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von klecks »

desigual hat geschrieben: Und genau das frage ich mich in erster Linie: Bis zu welchem Alter wären diese gesundheitlichen Risiken für mich vertretbar, ab wann muss ich realistisch sagen "besser nicht".
Alle vorhersagbaren Risiken haben doch nur einen statistischen Wert. Sie können dich treffen, müssen dich aber nicht. Ich habe meine Kinder sehr spät gekriegt - und hatte subjektiv das Gefühl, ich bin fürs Gebären geschaffen ... :shylove:

Und so ziemlich mit 38 wusste ich mit existenzieller Wucht, dass ich nicht mehr viel Zeit habe, eine Familie zu gründen. Das hat tatsächlich meinen Blick auf Männer noch einmal verändert. Und meine Bereitschaft, mich auf das lebensgefährliche unperfekte Leben einzulassen ...

Aus meiner Sicht hast du noch ein paar Jährchen ...
Kater Karlo

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Kater Karlo »

gab mal eine Zeit da hätte ich es mir gut vorstellen können.
Aber inzwischen..so kurz von den 40 Geburtstag?
Bei Männern tickt die biologische Uhr vielleicht anders..aber die Zeit macht auch vor uns nicht halt.
Und so Leute wie Jean Pütz die mit knapp 70 noch Kinder in die Welt setzen und froh sein können wenn sie bei deren Einschulung noch nicht im Pflegeheim oder in der Kiste liegen?
Hab mir die Grenze so mit 45 gesetzt...
Goldstück

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Goldstück »

klecks hat geschrieben:
desigual hat geschrieben: Und genau das frage ich mich in erster Linie: Bis zu welchem Alter wären diese gesundheitlichen Risiken für mich vertretbar, ab wann muss ich realistisch sagen "besser nicht".
Alle vorhersagbaren Risiken haben doch nur einen statistischen Wert. Sie können dich treffen, müssen dich aber nicht.
Man sollte aber - wenn es einem wichtig ist - sich damit dringend auseinandersetzen, denn klar, es sind zwar Statistiken, aber wenn die Wahrscheinlichkeit signifikant steigt, wäre das zB für mich ein Aspekt, den ich in die Überlegung mit einfließen lassen würde.
die Gefahr steigt ab dem 35. Lebensjahr deutlich an. Mit Anfang 40 endet schon fast jede dritte Schwangerschaft mit einer Fehlgeburt, mit 45 sogar jede zweite.
Ab dem 35. Lebensjahr der Mutter steigt auch das Risiko einer Fehlbildung des Kindes deutlich an.
Quelle: http://www.focus.de/familie/kindergesun ... 66909.html

Desigual, ich finde aber, dass du noch jung bist und definitiv ein paar Jahre hast. :) ich wünsche dir wirklich, dass du einen Weg findest, mit dem du gut leben kannst. Die Kinderfrage ist so schrecklich essentiell... :sadwoman:
Misconception

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Misconception »

Ich bin mittlerweile in einem Alter, in dem man die 40 langsam aber sicher auf sich zukommen sieht. Würde ich ein Kind wollen, würde ich mir schon ziemliche Sorgen machen. Aber ich habe keinen Kinderwunsch. Nicht heute, nicht vor 5 Jahren und auch nicht vor 20 Jahren. Immerhin ein Problem, das ich nicht habe.

@desigual: Ich wünsch dir viel Glück, dass sich dein Wunsch noch erfüllt. :vielglueck:
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uhu72
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Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von uhu72 »

desigual hat geschrieben: Und genau das frage ich mich in erster Linie: Bis zu welchem Alter wären diese gesundheitlichen Risiken für mich vertretbar, ab wann muss ich realistisch sagen "besser nicht".
Das ist sicher individuell unterschiedlich zu bewerten. Die Medizin sieht afaik jedoch alles ab 35 als Risikoschwangerschaft.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!
zumsel

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von zumsel »

Ich finde die Frage so tiefgreifend, dass ich sie nicht wirklich an mich heranlassen will.
Ich hätte gerne eine glückliche Familie aber bin selber so verkorkst,
dass ich wohl noch ein bischen brauche, bis ich mich in der Lage sehe eine zu Gründen.
Falls es überhaupt mal klappt in eine Beziehung zu kommen, die so sicher ist,
dass ich es wagen würde...
Papierschiff

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Papierschiff »

ich hätte nicht so das problem auch noch mit 40 ein kind zu bekommen (wenn es denn von der biologie her klappt), ich kenne viele "späte" eltern.
ich mache mir eher gedanken um die ganzen rahmenbedingungen. stabile partnerschaft. finanziell, bzw. beruflich einigermaßen gefestigt (für mich fast noch unvorstellbarer als in einer "überzeugenden" beziehung zu sein).
außerdem, auch wenn es vielleicht albern ist, in letzter zeit frag ich mich echt, ob ich ein kind in diese abgefuckte welt setzen will. ich hab ja zwei kleine nichten und mache mir schon gedanken, wie wohl die lage ist, wenn sie in ein paar jahren zu schule gehen.
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NeC
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Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von NeC »

desigual hat geschrieben:ich bin ja "erst" 31, aber dennoch kriege ich jetzt schon Angst:
Erst mal einen passenden Mann finden, dann eine stabile Beziehung aufbauen, zusammanziehen und dann muss es ja auch erst mal mit einer Schwangerschaft klappen. (...) und ich schließlich auch immer lange brauche, bis ich mich jemandem wirklich emotional öffne, dann dauert es ja mal locker 5 Jahre bis ich vielleicht mal ein Kind haben könnte.
Du hast doch aber beziehungstechnisch schon einige Erfahrungen; d.h. mehr als die eine Partnerschaft mit dem aktuellen Ex, oder?

Ich frage, weil ich bei mir selbst feststelle, dass ich offenbar doch dazu lerne. Ich habe lange genauso gedacht wie Du, und in meiner vergangenen Beziehung hat es auch sehr lange (vielleicht so 3,5 bis 4 Jahre) gedauert, bis ich das Gefühl hatte, mit ihr die Richtige gefunden zu haben und eine Familie gründen zu wollen.

Vielleicht ist es auch ein Trugschluss, aber ich glaube heute - nach der Beziehung und einigen anschließend gescheiterten Versuchen - bräuchte ich nicht mehr so lange. Hast Du das so nicht erlebt?


@Topic:
Mit Ende 30 sah ich noch eine Chance, in den 40ern habe ich mich dann langsam davon verabschiedet. Zumal jetzt auch öfter die Frage im Raum steht, ob ich wohl mit den Kindern einer alleinerziehenden Frau klar käme. ;) Ein bisschen Träumen erlaube ich mir aber noch: Ich hab' mich dieses Jahr freundschaftlich mit einer tollen Frau unterhalten, von der ich weiß, dass sie mit Mitte 30 auch gern noch Kinder möchte. Sie erzählte auch von Dates mit Männern jenseits der 40 ... Nun, der Gedanke, dass ich bei ihr vielleicht trotz des Alters nicht unbedingt aus dem Rennen sein muss, war schon irgendwie schön. :klassiker:
Arduinna

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Arduinna »

uhu2163 hat geschrieben: Das ist sicher individuell unterschiedlich zu bewerten. Die Medizin sieht afaik jedoch alles ab 35 als Risikoschwangerschaft.
Dazu vielleicht ein interessanter Artikel...
http://www.zeit.de/kultur/2015-11/spaet ... gebaerende
Pattick

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Pattick »

Gilbert hat geschrieben:
Pattick hat geschrieben:Mir wären Kinder wesentlich wichtiger als eine Partnerin.
Ganz schön egoistisch, einfach Kinder in die Welt zu setzen, nur um das eigene Wohlbefinden zu steigern. Naiv ist deine Einstellung allemal.
Du läßt völlig außer Acht, daß man als Alleinerziehender einer geregelten Tätigkeit nachgehen muß, um die Versorgung halbwegs sicherzustellen. Da wird es schnell schwierig, wenn die Großeltern des Kindes z.B. nicht aushelfen können. Die externe Betreuung von Kindern in entsprechenden Einrichtungen ist in Deutschland noch immer nicht flächendeckend gleich und zum Teil suboptimal und nicht auf Berufstätigkeit in Vollzeit angepaßt.
Es sollte auch bekannt sein, daß viele Kinder von Alleinerziehenden heutzutage unterhalb der Armutsgrenze aufwachsen. Ein Alptraum schlechthin, der schnell zur Wirklichkeit werden kann.

Ich könnte vor Scham meinem Kind nicht in die Augen sehen, wenn ich so eine miese Situation absichtlich herbeigeführt hätte.....
Nun - als ich diesen Wunsch entwickelte, war ich 14. So reif war ich da noch nicht. Mit den Jahren - ich bin jetzt 36 - wurde ich da schon ein wenig reifer. Ich habe mir selbstverständlich ausgemalt, wie das wäre. Da ich nur eines wirklich gelernt hab, nämlich mir den Arsch aufzureißen um Geld zusammenzuraffen, das ich dann in aller Regel nicht ausgebe, stellte sich relativ schnell die Situation ein, dass das finanziell nicht so das Problem wäre. Denn 1. bin ich sehr bescheiden, 2. habe ich inzwischen ein gewisses Vermögen in der Hinterhand. Nicht viel aber genug um dauerhaft mit einem einfachen Teilzeitjob auszukommen, was auch der mittelfristige Plan war. Und ich sehe jetzt nicht das Problem, dauerhaft teilzeit zu arbeiten, wenn man abgezahlte Immobilien hat, zusätzlich vermietet und dann auch noch in einer Schule mit Kindergarten arbeitet, in der man das Kind einfach bei sich haben kann egal ob es da zur Schule / in den Kindergarten geht oder woanders. Ich könnte mein Kind den ganzen Tag auf der Arbeit haben. Keinen würde das stören, ich hätte genug andere Kinder da, die mit ihm spielen und drei Spielplätze, 10.000qm Gelände, zig Aufenthaltsräume - überall dürfen Kinder spielen - mein Büro wäre ruckzuck mit einem Schreibtisch weniger und einer "Kinderspielecke" mehr ausgestattet. Da würde ich gar nicht fragen müssen. Ich kehre dem Laden zwar jetzt den Rücken um nochmal zu studieren aber wenn mein Noch-Arbeitgeber eines ist dann kinderfreundlich bis über beide Ohren. DAS wäre jetzt nicht das Problem. Insofern - ja man muss sehr genau wissen, was man da tut, aber es ist eine Option. Und diese vielbelaberte "Armutsgrenze" ist auch Schwachsinn. De facto kommt es darauf an, was man daraus macht. Geld ist nicht so wichtig, wie uns die Gesellschaft vorspielen will. Ich habe nie mehr verkonsumiert, als ich als Hartzer bekommen hätte. Ich brauch nicht mehr. Und ich wüsste auch nicht warum ein Kind so viel brauchen soll. Meine Nichten haben beide viel zu viel Zeug, bekommen viel zu viel materielles, ich will ihnen gar nichts schenken, nicht wiel ich geizig wäre, sondern weil ich es für schädlich halte, wenn Kinder so viel Zeug haben. Ein Kind braucht vor allen Dingen Liebe und Zuwendung. Für Nahrung, Kleidung und ein wenig Spielzeug reicht es immer. Das Problem ist, dass viele viel zu hohe materielle Ansprüche hegen. Es ist schlicht Schwachsinn zu behaupten, dass man als Alleinerziehende keine Kinder großziehen kann. Nur dann, wenn man der Konsumgesellschaft nicht entsagen kann und das sollte man sowieso. Ist sehr befreiend. Die schönen und wertvollen Dinge kosten nämlich in aller Regel wenig bis nichts. Mein Kind braucht kein Zimmer voller Spielzeug. Es braucht nur das richtige Spielzeug und das ist nicht viel. Knackpunkt ist die Wohnung bzw. das Haus. Und die habe ich - bezahlt, renoviert, vollausgestattet. Kein Problem - schon seit Jahren. Hat nur nichts gebracht - in meinem Fall. Aber auch ohne diese Sicherheit - ich sehe kein Problem wenn man weiß wie man mit Geld um geht und worauf es ankommt.

Mein Engel hat auch nur eine Mama und die verdient nicht so viel, hat dazu noch sehr hohe Ansprüche was Nahrung usw. an geht - sprich nur Bio-Öko-Sonstwas. Sie hat auch noch ne Glutenunverträglichkeit. Das Zeug kostet richtig Geld. Und - sie suchte sich ihre neuen Möbel auf dem Sperrmüll. Ich rettete z.b. letztens eine Anrichte, gestern waren wir auf der Arbeit in der Schulwerkstatt und haben sie restauriert, Kleidung gibt es gebraucht zum Spottpries. Der jüngere Bruder wollte neue Möbel und hat Geld gespart. Er hat davon geträumt und hat sich die Möbel selbst zusammengespart. Sie schätzen was sie haben und achten es. Wenn etwas kaputt geht, sind sie traurig und wollen es reparieren. Da würde nie etwas neu gekauft, wenn das alte noch gut ist oder reparierbar wäre. Und schon geht es. Sie geht z.B. trotzdem in die Oper oder mal weg. Das kostet dann auch Geld. Aber das ist dann halt auch und trotzdem da, wenn man damit umgehen kann.

Wenn ich da andere sehe, die ständig irgendwelchen neuen Kram kaufen und dann nichts auf die Füße kriegen. Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. Die meisten können einfach nicht mit Geld umgehen. Ich kann meinem Kind durchaus vermitteln, dass es wichtigeres als Geld gibt. Ich wage zu behaupten, dass jeder in Deutschland ein Kind großziehen kann, auch alleine, auch ohne Arbeit. Man muss es nur wollen und von seinen materiellen Ansprüchen mal zurücktreten. DAS ist das Problem. Ich brauch keinen Urlaub, keine teuren Klamotten, kein Auto, keine neuen Möbel, nicht ständig neue Elektronik. Und mein Kind bräuchte das auch nicht. Urlaub gibt's in der Natur, im Garten, der 30 Euro im Jahr kostet, Bücher gibt es in der Bücherei, Klamotten aus zweiter Hand, Möbel baut man selbst oder holt sie vom Straßenrand und statt ner dicken Karre gibt es nen großen Benz mit Chauffeur. Und das mit der Unterhaltungselektronik lassen wir besser gleich ganz bleiben. Später gibt es gebrauchte Computer für Knopp und Klicker. Ich weiß gar nicht, wo da das Problem liegen soll. Ganz ehrlich!
Gilbert

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Gilbert »

Pattick hat geschrieben:Ich wage zu behaupten, dass jeder in Deutschland ein Kind großziehen kann, auch alleine, auch ohne Arbeit. Man muss es nur wollen und von seinen materiellen Ansprüchen mal zurücktreten. DAS ist das Problem. Ich brauch keinen Urlaub, keine teuren Klamotten, kein Auto, keine neuen Möbel, nicht ständig neue Elektronik. Und mein Kind bräuchte das auch nicht.
Was dein Kind braucht, wird es dir zu gegebener Zeit schon selbst sagen.
Du lebst wirklich in einer unrealistischen Traumwelt! Sorry, mir krempeln sich die Fußnägel beim Lesen deiner Beiträge nach oben. Wenn es Rosamunde Pilcher und Utta Danella nicht schon gäbe, könntest du dieses Genre gut ausfüllen.

Es spricht nichts dagegen, wenn du beispielsweise das zurückgezogene Leben eines Alm-Öhis oder fundamentalistisch-angehauchten Öko-Spinners ohne jeglichen Konsum und mit minimalem Kontakt zur Außenwelt lebst. Mit kleinen Kindern würde das bis zu einem gewissen Alter auch noch gut funktionieren. Aber spätestens mit dem Eintritt in das pubertäre Teeniealter hast du es mit eigenständig denkenden Menschen zu tun, die das Leben ihrer Eltern hinterfragen, selten deren Ansicht teilen, sogar oftmals rebellieren und auch materielle Ansprüche stellen. Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht in der Lage sein, die Wünsche und den Kontakt deines Kindes zur Außenwelt komplett zu unterbinden. Das haben meine Eltern übrigens damals auch versucht und sind gnadenlos gescheitert, weil ich alle restriktive Regeln umgangen bin und sie entsprechend meiner Möglichkeiten verarscht habe. Mal abgesehen davon ist das auch kontraproduktiv und schädigend für die Entwicklung eines Kindes.
Kinder zu erziehen heißt in erster Linie, sie weltoffen und ohne Bedingungen auf ihren weiteren Lebensweg vorzubereiten und sie nicht nach Gutsherrenart zu gängeln, um aus ihnen ein hundertprozentiges Abbild seiner selbst zu machen.
Anne Shirley

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Anne Shirley »

@Pattick: Ist ja nett, wenn Du das alles so genau weißt, wie Du das machen willst. Bloß solltest Du im Hinterkopf behalten, dass Kinder eben Kinder (und damit Menschen mit einem eigenen Willen) sind, und keine Puppen, die Du so spielen kannst, wie Du Dir das wünschst. Klar kannst Du ihnen durch Erziehung bestimmte Werte vermitteln. Aber wenn sie älter werden, kommen sie immer mehr in Kontakt mit der Welt "da draußen", außerhalb Deiner kleinen, idealistischen Seifenblase. Dann werden sie anfangen, Dinge in Frage zu stellen und anders zu handeln, als Du Dir das so vorstellst.

Das, was Du da schreibst, ist einfach - sorry, wenn das hart klingt - weltfremd.
Papierschiff

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Papierschiff »

haha, so teuer sind kinder doch nicht... was allein schon windeln und fertigmilch/babynahrung kosten, da schlackert man aber mit den ohren.
"brauchen" tut man nicht viel, aber das wenig tatsächlich notwendige ist eben auch nicht so günstig. mal davon abgesehen, es ist eben auch ein riesiges stück lebensqualität wenn man z.b. mit seinen kindern vereisen und ihnen ein wenig den horizont öffnen kann.
und ich weiß noch, zu schulzeiten, da wurde geeifert wer wohin in die ferien fährt und die kinder, die zuhause bleiben mussten haben sich in grund und boden geschämt. nicht schön, aber so ist nunmal die realität.
Peter

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Peter »

Anne Shirley hat geschrieben:@Pattick: Ist ja nett, wenn Du das alles so genau weißt, wie Du das machen willst. Bloß solltest Du im Hinterkopf behalten, dass Kinder eben Kinder (und damit Menschen mit einem eigenen Willen) sind, und keine Puppen, die Du so spielen kannst, wie Du Dir das wünschst. Klar kannst Du ihnen durch Erziehung bestimmte Werte vermitteln. Aber wenn sie älter werden, kommen sie immer mehr in Kontakt mit der Welt "da draußen", außerhalb Deiner kleinen, idealistischen Seifenblase. Dann werden sie anfangen, Dinge in Frage zu stellen und anders zu handeln, als Du Dir das so vorstellst.

Das, was Du da schreibst, ist einfach - sorry, wenn das hart klingt - weltfremd.
So wie Pattick sich die Sache ausmalt, wird das Kind ihm schon im Baby- und Kleinkindalter seine Realitäten zurecht rücken. :mrgreen:
Anne Shirley

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Anne Shirley »

Peter hat geschrieben:
Anne Shirley hat geschrieben:@Pattick: Ist ja nett, wenn Du das alles so genau weißt, wie Du das machen willst. Bloß solltest Du im Hinterkopf behalten, dass Kinder eben Kinder (und damit Menschen mit einem eigenen Willen) sind, und keine Puppen, die Du so spielen kannst, wie Du Dir das wünschst. Klar kannst Du ihnen durch Erziehung bestimmte Werte vermitteln. Aber wenn sie älter werden, kommen sie immer mehr in Kontakt mit der Welt "da draußen", außerhalb Deiner kleinen, idealistischen Seifenblase. Dann werden sie anfangen, Dinge in Frage zu stellen und anders zu handeln, als Du Dir das so vorstellst.

Das, was Du da schreibst, ist einfach - sorry, wenn das hart klingt - weltfremd.
So wie Pattick sich die Sache ausmalt, wird das Kind ihm schon im Baby- und Kleinkindalter seine Realitäten zurecht rücken. :mrgreen:
Echt, meinst Du? Ich dachte, wenn die zu sehr nerven, drückt man "Standby" und dann ist Ruhe, bis man sie wieder hochfährt. :hammer:
Reni

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Reni »

Peter hat geschrieben:
Anne Shirley hat geschrieben:@Pattick: Ist ja nett, wenn Du das alles so genau weißt, wie Du das machen willst. Bloß solltest Du im Hinterkopf behalten, dass Kinder eben Kinder (und damit Menschen mit einem eigenen Willen) sind, und keine Puppen, die Du so spielen kannst, wie Du Dir das wünschst. Klar kannst Du ihnen durch Erziehung bestimmte Werte vermitteln. Aber wenn sie älter werden, kommen sie immer mehr in Kontakt mit der Welt "da draußen", außerhalb Deiner kleinen, idealistischen Seifenblase. Dann werden sie anfangen, Dinge in Frage zu stellen und anders zu handeln, als Du Dir das so vorstellst.

Das, was Du da schreibst, ist einfach - sorry, wenn das hart klingt - weltfremd.
So wie Pattick sich die Sache ausmalt, wird das Kind ihm schon im Baby- und Kleinkindalter seine Realitäten zurecht rücken. :mrgreen:
Mit dem Zurückgeben ist's aber dann immer ein Problem... :sadwoman:
dfg82

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von dfg82 »

Pattick hat geschrieben: Und diese vielbelaberte "Armutsgrenze" ist auch Schwachsinn. De facto kommt es darauf an, was man daraus macht. Geld ist nicht so wichtig, wie uns die Gesellschaft vorspielen will. Ich habe nie mehr verkonsumiert, als ich als Hartzer bekommen hätte. Ich brauch nicht mehr. Und ich wüsste auch nicht warum ein Kind so viel brauchen soll. Meine Nichten haben beide viel zu viel Zeug, bekommen viel zu viel materielles, ich will ihnen gar nichts schenken, nicht wiel ich geizig wäre, sondern weil ich es für schädlich halte, wenn Kinder so viel Zeug haben. Ein Kind braucht vor allen Dingen Liebe und Zuwendung. Für Nahrung, Kleidung und ein wenig Spielzeug reicht es immer. Das Problem ist, dass viele viel zu hohe materielle Ansprüche hegen.
Und wer legt denn fest, wann Ansprüche zu hoch sind? Alles rein subjektiv!
Pattick hat geschrieben: Es ist schlicht Schwachsinn zu behaupten, dass man als Alleinerziehende keine Kinder großziehen kann. Nur dann, wenn man der Konsumgesellschaft nicht entsagen kann und das sollte man sowieso. Ist sehr befreiend. Die schönen und wertvollen Dinge kosten nämlich in aller Regel wenig bis nichts. Mein Kind braucht kein Zimmer voller Spielzeug. Es braucht nur das richtige Spielzeug und das ist nicht viel. Knackpunkt ist die Wohnung bzw. das Haus. Und die habe ich - bezahlt, renoviert, vollausgestattet. Kein Problem - schon seit Jahren. Hat nur nichts gebracht - in meinem Fall. Aber auch ohne diese Sicherheit - ich sehe kein Problem wenn man weiß wie man mit Geld um geht und worauf es ankommt.
Lass die Menschen darüber selbst entscheiden, wem sie in welchem Maße entsagen sollen. Dein Lebensweg ist nicht das Maß der Dinge und gewiss nicht der bessere Weg. Es ist vielleicht der bessere Weg für DICH.
Pattick hat geschrieben: Mein Engel hat auch nur eine Mama und die verdient nicht so viel, hat dazu noch sehr hohe Ansprüche was Nahrung usw. an geht - sprich nur Bio-Öko-Sonstwas. Sie hat auch noch ne Glutenunverträglichkeit. Das Zeug kostet richtig Geld. Und - sie suchte sich ihre neuen Möbel auf dem Sperrmüll. Ich rettete z.b. letztens eine Anrichte, gestern waren wir auf der Arbeit in der Schulwerkstatt und haben sie restauriert, Kleidung gibt es gebraucht zum Spottpries. Der jüngere Bruder wollte neue Möbel und hat Geld gespart. Er hat davon geträumt und hat sich die Möbel selbst zusammengespart. Sie schätzen was sie haben und achten es. Wenn etwas kaputt geht, sind sie traurig und wollen es reparieren. Da würde nie etwas neu gekauft, wenn das alte noch gut ist oder reparierbar wäre. Und schon geht es. Sie geht z.B. trotzdem in die Oper oder mal weg. Das kostet dann auch Geld. Aber das ist dann halt auch und trotzdem da, wenn man damit umgehen kann.
Du redest immer noch von Deinem "Engel". Meinst Du nicht, es wäre mal an der Zeit, sich von dieser Fixierung auf dieses junge Mädchen zu lösen und einen Schritt weiter zu gehen? Mich wundert es, dass die Mutter dieses Spielchen mitmacht.
Pattick hat geschrieben: Wenn ich da andere sehe, die ständig irgendwelchen neuen Kram kaufen und dann nichts auf die Füße kriegen. Ich kann da nur mit dem Kopf schütteln. Die meisten können einfach nicht mit Geld umgehen. Ich kann meinem Kind durchaus vermitteln, dass es wichtigeres als Geld gibt. Ich wage zu behaupten, dass jeder in Deutschland ein Kind großziehen kann, auch alleine, auch ohne Arbeit. Man muss es nur wollen und von seinen materiellen Ansprüchen mal zurücktreten. DAS ist das Problem.
Dann lass mal bitte konkret hören, wie jemand ohne Arbeit, also ohne Einkommen - ohne Geld - ein Kind großziehen, geschweige denn überleben kann. Woher bekommt dieser Mensch Wohnraum, Nahrungsmittel, Kleidung etc. ? Wir gehen mal von einem Menschen aus, der über keine Immobilien oder sonstige Vermögenswerte verfügt. Bitte führe das mal näher aus.
Pattick hat geschrieben: Ich brauch keinen Urlaub, keine teuren Klamotten, kein Auto, keine neuen Möbel, nicht ständig neue Elektronik. Und mein Kind bräuchte das auch nicht. Urlaub gibt's in der Natur, im Garten, der 30 Euro im Jahr kostet, Bücher gibt es in der Bücherei, Klamotten aus zweiter Hand, Möbel baut man selbst oder holt sie vom Straßenrand und statt ner dicken Karre gibt es nen großen Benz mit Chauffeur. Und das mit der Unterhaltungselektronik lassen wir besser gleich ganz bleiben. Später gibt es gebrauchte Computer für Knopp und Klicker. Ich weiß gar nicht, wo da das Problem liegen soll. Ganz ehrlich!
Das Problem liegt darin, dass Du ständig von "Ich" redest. Dein Kind ist aber eine eigenständige Person und keine Kopie Deiner selbst. Genau das soll Dein Kind aber anscheinend einmal sein; das suggerierst Du mir. Das hat für mich schon etwas von Indoktrination.

Statt ner dicken Karre gibts einen Benz mit Chauffeur? Hast Du Dich hier verschrieben? Muss das nicht heißen "...gibts ein Fahrrad oder Wanderschuhe."? :gruebel:
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Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von desigual »

Arduinna hat geschrieben:
uhu2163 hat geschrieben: Das ist sicher individuell unterschiedlich zu bewerten. Die Medizin sieht afaik jedoch alles ab 35 als Risikoschwangerschaft.
Dazu vielleicht ein interessanter Artikel...
http://www.zeit.de/kultur/2015-11/spaet ... gebaerende
Danke! Das klingt ja eigentlich ganz beruhigend!
Pattick

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Pattick »

dfg82 hat geschrieben:Und wer legt denn fest, wann Ansprüche zu hoch sind? Alles rein subjektiv!
Nu ja zunächst mal gibt es ja ein definiertes Existenzminimum. Und ansonsten - klar ist das subjektiv. Aber man kann es ja mal diskutieren.
Lass die Menschen darüber selbst entscheiden, wem sie in welchem Maße entsagen sollen. Dein Lebensweg ist nicht das Maß der Dinge und gewiss nicht der bessere Weg. Es ist vielleicht der bessere Weg für DICH.
Das wird sich ja noch zeigen ;-). Ja klar. Aber zu behaupten, es sei ja alles so teuer und man könne sich kein Kind leisten, ist meiner Ansicht nach schon eine Frage der Prioritätensetzung. Und da sollte man sich auch mal vergegenwärtigen, was ein Kind denn wirklich braucht und welche Konsumgegenstände dessen Entwicklung eher schädigen oder zumindest nicht unterstützen.
Du redest immer noch von Deinem "Engel". Meinst Du nicht, es wäre mal an der Zeit, sich von dieser Fixierung auf dieses junge Mädchen zu lösen und einen Schritt weiter zu gehen? Mich wundert es, dass die Mutter dieses Spielchen mitmacht.
Mein Engel ist volljährig. Wir mögen uns sehr. Wir sind wie großer Bruder und kleine Schwester. Nicht mehr und nicht weniger. Das ist zwischen uns klar - von beiden Seiten. Wir haben da offen drüber gesprochen. Sie ist ein sehr intelligentes und reifes Wesen was solche Dinge an geht. Da ist zwischen uns nichts unausgesprochenes und auch nichts an falschen Erwartungen. Wir verbringen Zeit miteinander und das gibt uns etwas. Und bald werden wir beide studieren gehen und "zu Hause" weggehen, ob gemeinsam oder alleine. Ich bin zwar viel älter aber für mich ist es die gleiche Situation. Zu ihrer Mutter habe ich eher ein Verhältnis als ob sie auch meine wäre. Sie versteht meine Bewunderung für ihre Tochter zwar nicht. Aber sie sieht, wie sie aufblüht wenn wir Zeit miteinander verbringen.
Ich klammere (im Gegensatz zu ihrer Mutter!) auch nicht. Wir helfen uns durch die gemeinsame Zeit gegenseitig. Es ist wirklich als ob sie meine kleine Schwester wäre. Es ist mehr als eine lose Freundschaft aber nichts partnerschaftliches/sexuelles, auch nicht emotional. Den Unterschied kenne ich inzwischen sehr gut. Und ihr Zuhause ist auch ein Stück weit meines durch die Freundschaft zu ihrer Mutter. Irgendwie haben wir uns gefunden und irgendwie passt es. Ich versuche öfter das genauer gerade im Kontext mit der Mutter und dem Bruder zu definieren und das passenste ist wirklich der große Bruder, der schon erwachsen ist und zurück nach Hause kommt wo er jetzt gebraucht wird. Es passt nicht ganz aber es bildet die Situation am ehesten ab und bei der Seelenverwandtschaft, die zwischen mir und meinem Engel herrscht, ist es schon sonderbar, dass wir uns vorher nicht kannten. So viele Gemeinsamkeiten bei so unterschiedlicher Sozialisation sind schon echt verwunderlich - für uns beide.
Dann lass mal bitte konkret hören, wie jemand ohne Arbeit, also ohne Einkommen - ohne Geld - ein Kind großziehen, geschweige denn überleben kann. Woher bekommt dieser Mensch Wohnraum, Nahrungsmittel, Kleidung etc. ? Wir gehen mal von einem Menschen aus, der über keine Immobilien oder sonstige Vermögenswerte verfügt. Bitte führe das mal näher aus.
Also in Deutschland gibt es bei Hartz4 auch für Kinder Unterstützung. Diese ist definiert. Damit sollte man ein Kind großziehen können. Das kann ich jetzt gern bis ins Kleiste durchrechnen. Aber wenn man dazu nimmt, dass es überall Gebrauchtklamottenbörsen gibt (ich veranstalte selbst regelmäßig an meinem Arbeitsplatz eine), Möbel gibt es geschenkt, Spielzeug für Knopp und Klicker. Ich sehe da kein Problem. Es ist halt eine Frage der materiellen Ansprüche. Und ja natürlich kann man sich mehr leisten, wenn man arbeiten geht. Das macht ja auch Sinn. Aber es schließt sich nicht aus, Kinder großzuziehen ohne arbeiten zu gehen. Ich finde es auch nicht verwerflich, wenn man darin aufgeht und für die Kinder da ist und ihnen eine schöne Kindheit und Jugend bietet. Dann leistet man mehr für die Gesellschaft als so mancher Arbeitnehmer!
Das Problem liegt darin, dass Du ständig von "Ich" redest. Dein Kind ist aber eine eigenständige Person und keine Kopie Deiner selbst. Genau das soll Dein Kind aber anscheinend einmal sein; das suggerierst Du mir. Das hat für mich schon etwas von Indoktrination.
Wieso? Man erzieht Kinder nach seinen Idealen. Irgendwann sind sie alt genug, sich zu emanzipieren und entwickeln daraus im Diskurs mit anderen Idealen/Erfahrungen/Lebenseinstellungen, mit denen sie in Kontakt kommen und die sie kennen lernen, eigene Ideale und ihren Weg. Das ist mein Ziel. Aber was ihn ihnen vormache, ist mein Ideal. Wenn ich keine Ideale habe, kann ich keine Kinder erziehen. Diese Beliebigkeit ist nichts für kleine Kinder. Ab einem gewissen Alter emanzipieren Kinder bzw. Jugendliche sich. Bis dahin brauchen sie Führung und man muss ihnen ein Vorbild sein, ihnen Vorleben. Der Gedanke, dass schon kleine Kinder das alles selbst können und eigene Wertvorstellungen haben, ist finde ich grundfalsch. Kleine Kinder brauchen Führung. Erst mit der Pubertät entwickeln sie ihre eigenen Standpunkte. Diesen Prozess gilt es dann zu fördern. Und dieser Prozess ist am erfolgreichsten, wenn sie vorher möglichst gut darauf vorbereitet wurden. Und das geht nicht durch Beliebigkeit sondern durch Erziehung.
Statt ner dicken Karre gibts einen Benz mit Chauffeur? Hast Du Dich hier verschrieben? Muss das nicht heißen "...gibts ein Fahrrad oder Wanderschuhe."? :gruebel:
Gemeint ist der Linienbus ;-) (meist Benz oder MAN und hat nen Chauffeur - nennt sich Busfahrer :-D).
Nonkonformist

Re: Kinderwunsch - Wann aufgeben?

Beitrag von Nonkonformist »

Pattick hat geschrieben:
dfg82 hat geschrieben:Das Problem liegt darin, dass Du ständig von "Ich" redest. Dein Kind ist aber eine eigenständige Person und keine Kopie Deiner selbst. Genau das soll Dein Kind aber anscheinend einmal sein; das suggerierst Du mir. Das hat für mich schon etwas von Indoktrination.
Wieso? Man erzieht Kinder nach seinen Idealen. Irgendwann sind sie alt genug, sich zu emanzipieren und entwickeln daraus im Diskurs mit anderen Idealen/Erfahrungen/Lebenseinstellungen, mit denen sie in Kontakt kommen und die sie kennen lernen, eigene Ideale und ihren Weg. Das ist mein Ziel. Aber was ihn ihnen vormache, ist mein Ideal. Wenn ich keine Ideale habe, kann ich keine Kinder erziehen. Diese Beliebigkeit ist nichts für kleine Kinder. Ab einem gewissen Alter emanzipieren Kinder bzw. Jugendliche sich. Bis dahin brauchen sie Führung und man muss ihnen ein Vorbild sein, ihnen Vorleben. Der Gedanke, dass schon kleine Kinder das alles selbst können und eigene Wertvorstellungen haben, ist finde ich grundfalsch. Kleine Kinder brauchen Führung. Erst mit der Pubertät entwickeln sie ihre eigenen Standpunkte. Diesen Prozess gilt es dann zu fördern. Und dieser Prozess ist am erfolgreichsten, wenn sie vorher möglichst gut darauf vorbereitet wurden. Und das geht nicht durch Beliebigkeit sondern durch Erziehung.
Nein.
So dachte mein vater auch, und seine ständige indoktinatrionen waren wohl das schlimmste aus
meiner erziehung. Am ende würde ich auch zu das glatte gegenteil von dasjenige, zu dem er mich
indoktrinieren wollte. Idealismus ist in bedingten massen OK; zu viel davon wird häufig zum
tyrannei. Und man kann sie nur lernen anderen zu respektieren, wann sie selbst respekt bekommen
und als autonome wesen behandelt werden. Klar müß man sie bestimmte grundwerte beibringen,
aber wichtiger ist das sie gleichzeitig zum teil dieser welt werden, und kritisch damit umgehen.
Du willst deine kinder zu weltfremde menschen erziehen.

Am ende soll man seine kinder besser zu kritische, selbstständig denkende lebenwesen erziehen.

Ich würde bereits mit etwa 12 jahren zum atheist, in einen komplett Calvinistisch-Christlichen
umfeld (ich wußte damals noch nicht das meine mutter auch atheistin war). Und eigene
wertvorstellungen entwickelte ich bereits viel früher als das. Es gibt bücher, die medien, andere
menschen, auch bereits wann man noch ganz klein ist. Mein wandel zum atheist fang bereits mit
etwa neun jahre an, wann ich angefangen habe Was Is Was bücher zu lesen, und bücher über die
Griechischen und Germanischen Götter. Trotz alle indoktrination meiner Vater und meinen Lehrer.

Und auch wann mir die welt selbst auch zu materialistisch geworden ist; kinder die überhaupt nicht
mit trends mitmachen, werden von deren mitschuler häufig ausgegrenzt und gemobt.
Ist es das das du dich für deine kinder wünscht?
Was, wann die viel extrovertierter sind als du?
Bedürfnis haben nach feier und so, in deren frühen pubertät?

Nochmals; erziehen ist begleiten, nicht indoktrinieren.
Das gute vorbild sein, aber nicht erzwingen.
Erziehen ist mit sicherheit nicht kleine kopieen von sichselbst erzeugen.
Und mit selbstständig denken fangen kinder bereits jahre bevor der pubertät an.
Wann du deine kinder das untersagst, werden sie dich später nicht dafür dankbar sein,
glaub mir...
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