Pattick hat geschrieben:
dfg82 hat geschrieben:Das Problem liegt darin, dass Du ständig von "Ich" redest. Dein Kind ist aber eine eigenständige Person und keine Kopie Deiner selbst. Genau das soll Dein Kind aber anscheinend einmal sein; das suggerierst Du mir. Das hat für mich schon etwas von Indoktrination.
Wieso? Man erzieht Kinder nach seinen Idealen. Irgendwann sind sie alt genug, sich zu emanzipieren und entwickeln daraus im Diskurs mit anderen Idealen/Erfahrungen/Lebenseinstellungen, mit denen sie in Kontakt kommen und die sie kennen lernen, eigene Ideale und ihren Weg. Das ist mein Ziel. Aber was ihn ihnen vormache, ist mein Ideal. Wenn ich keine Ideale habe, kann ich keine Kinder erziehen. Diese Beliebigkeit ist nichts für kleine Kinder. Ab einem gewissen Alter emanzipieren Kinder bzw. Jugendliche sich. Bis dahin brauchen sie Führung und man muss ihnen ein Vorbild sein, ihnen Vorleben. Der Gedanke, dass schon kleine Kinder das alles selbst können und eigene Wertvorstellungen haben, ist finde ich grundfalsch. Kleine Kinder brauchen Führung. Erst mit der Pubertät entwickeln sie ihre eigenen Standpunkte. Diesen Prozess gilt es dann zu fördern. Und dieser Prozess ist am erfolgreichsten, wenn sie vorher möglichst gut darauf vorbereitet wurden. Und das geht nicht durch Beliebigkeit sondern durch Erziehung.
Nein.
So dachte mein vater auch, und seine ständige indoktinatrionen waren wohl das schlimmste aus
meiner erziehung. Am ende würde ich auch zu das glatte gegenteil von dasjenige, zu dem er mich
indoktrinieren wollte. Idealismus ist in bedingten massen OK; zu viel davon wird häufig zum
tyrannei. Und man kann sie nur lernen anderen zu respektieren, wann sie selbst respekt bekommen
und als autonome wesen behandelt werden. Klar müß man sie bestimmte grundwerte beibringen,
aber wichtiger ist das sie gleichzeitig zum teil dieser welt werden, und kritisch damit umgehen.
Du willst deine kinder zu weltfremde menschen erziehen.
Am ende soll man seine kinder besser zu kritische, selbstständig denkende lebenwesen erziehen.
Ich würde bereits mit etwa 12 jahren zum atheist, in einen komplett Calvinistisch-Christlichen
umfeld (ich wußte damals noch nicht das meine mutter auch atheistin war). Und eigene
wertvorstellungen entwickelte ich bereits viel früher als das. Es gibt bücher, die medien, andere
menschen, auch bereits wann man noch ganz klein ist. Mein wandel zum atheist fang bereits mit
etwa neun jahre an, wann ich angefangen habe
Was Is Was bücher zu lesen, und bücher über die
Griechischen und Germanischen Götter. Trotz alle indoktrination meiner Vater und meinen Lehrer.
Und auch wann mir die welt selbst auch zu materialistisch geworden ist; kinder die überhaupt nicht
mit trends mitmachen, werden von deren mitschuler häufig ausgegrenzt und gemobt.
Ist es das das du dich für deine kinder wünscht?
Was, wann die viel extrovertierter sind als du?
Bedürfnis haben nach feier und so, in deren frühen pubertät?
Nochmals; erziehen ist begleiten, nicht indoktrinieren.
Das gute vorbild sein, aber nicht erzwingen.
Erziehen ist mit sicherheit nicht kleine kopieen von sichselbst erzeugen.
Und mit selbstständig denken fangen kinder bereits jahre bevor der pubertät an.
Wann du deine kinder das untersagst, werden sie dich später nicht dafür dankbar sein,
glaub mir...