Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

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Finnlandfreundin
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Menelaos hat geschrieben: 19 Dez 2021 08:28
Finnlandfreundin hat geschrieben: 18 Dez 2021 16:37 Manche Ansprüche bekommt man von zu Hause mit. In meiner Familie gibt es bspw nur Akademiker. Deshalb suchte ich immer einen Mann, der auch Akademiker ist.
Andere Ansprüche setzt man sich selbst. Ich stehe nunmal auf Männer, die durchtrainiert sind, blonde Haare und blaue Augen haben. Solche Männer finde ich sehr attraktiv.

Wenn solche Männer mich nicht wollen, habe ich nur die Möglichkeit entweder weiterhin mich nur für solche Männer zu interessieren oder zu schauen, ob nicht ein Mann, der zwar optisch nicht dem entspricht, aber charakterlich ein toller Mensch ist und wir harmonieren, auch passen könnte.
Nie wurde in meiner Familie der Anspruch gestellt, dass unsere Partner Akademiker sein sollten. Der Freund meiner Schwester ist es bspw nicht. Das war nie ein Problem.
Ich glaube auch nicht, dass man versuchen sollte die eigenen Ansprüche zu ändern, denn das dürfte schlichtweg nicht funktionieren, die hängen irgendwo im Unterbewusstsein, und ignorieren schlichtweg was dein bewusster Verstand zu den Erfolgsaussichten sagt. Aber auf der anderen Seite hilft es womöglich in sich zu gehen, und zu erforschen was die Ursache für diese Ansprüche ist, und was man von dieser Ursache hält.
Du machst das beim Punkt "Akademiker" ja schon. Meine Frage wäre jetzt, ob du lediglich die Tatsache zur Kenntnis genommen hast, oder ob du tiefer gegangen bist? Akademiker, okay, warum assoziierst du das mit deiner Familie, und warum ist es dir wohl unbewusst wichtig, dass dein Partner dem entspricht/in der Hinsicht zu deiner Familie passt?
Und natürlich muss man sich auch immer fragen, ob man nicht eine Art von Beziehungsangst mit sich herum schleppt, und womöglich deshalb unbewusst so hohe Ansprüche stellt, damit man nicht Gefahr läuft, dass jemand sie erfüllen, und das Interesse auch noch erwidern könnte.
Ich denke schon, dass man seine eigenen Ansprüche hinterfragen sollte - einmal, ob die einfach zu hoch sind und zum Anderen, ob sie wirklich sinnvoll sind oder ob ich mir damit selbst im Weg stehe. Habe bspw schon öfters von ü30 männlichen AB's gehört, dass sie gerne eine Frau Anfang 20 hätten, da das die Zeit ist, die sie gerne nachholen würden. Ich finde, damit nehmen sie sich viele Chancen und sind in 5 Jahren nicht weiter. Ähnlich verhält sich das damit, dass ich nur einen Mann ohne Kinder wollte. Männer ü30 haben aber häufig schon Kinder. Mittlerweile ist es mir nicht mehr so wichtig, dass er noch keine Kinder hat.
Warum Akademiker? Ich bin auch Akademikerin. Demzufolge habe ich nicht mehr erwartet als ich mitbringe, aber dennoch finde ich es mittlerweile zweitrangig, solange es den Mann nicht stört, dass ich einen höheren Abschluss (und damit häufig auch einen höheren Verdienst) als er habe. Männer kommen aber oft damit nicht klar.
Lernt man jemanden bspw im Freizeitbereich kennen, fragt man nicht gleich, ob derjenige studiert hat. Die meisten mit denen ich auf einer Wellenlänge war, hatten nicht studiert. Diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht, mich zu fragen, ob Akademiker zu sein, wirklich so wichtig ist. Lange Zeit wars mir einfach.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 19 Dez 2021 12:45
Finnlandfreundin hat geschrieben: 18 Dez 2021 16:27 Wäre ich kein AB mehr, müsste ich problemlos sexuelle Kontakte bzw eine Beziehung eingehen können. So ist das aber nicht. Meine Hemmungen sind immernoch da und Dating funktioniert immernoch nicht.
Es gibt ja auch (vorallem) Männer, die für Sex zu einer Professionellen gehen und sich dennoch als AB bezeichnen.
Für mich war der Part Sex zu haben selbst in der Beziehung schwierig in der Umsetzung. Da war es für mich einfacher eine emotionale Bindung aufzubauen.
Also für mich persönlich ist ein AB jemand, der noch nie in irgendeiner Form Kontakt mit dem anderen Geschlecht hatte. Wenn jemand wie du schon Sex und sogar eine Beziehung (wenn auch nur eine kurze) hatte, dann bist du ja schon einen Schritt weiter, wie die meisten hier im Forum.
Allerdings war ich auch immer der Überzeugung, dass, wenn man diesen Schritt einmal geschafft hat, der Knoten geplatzt wäre und man sich dann leichter tut mit dem anderen Geschlecht. Dass es bei dir nicht so ist, tut mir leid. :umarmung2:
Du beschreibst den HC-AB, es gibt aber auch noch den SC-AB und der hatte schonmal was. Ein Ex-AB ist für mich jemand, der den AB-Status komplett überstanden hat.
Ich glaube nicht, dass ich die Einzige bin, der es so geht. Daran erkenne ich, dass es kein Wunder ist, dass ich AB wurde.
Bei Manchen platzt der Knoten vielleicht schneller, aber es sind einfach mehrere Faktoren, die zusammenkommen und dann klappt es oder nicht.
Mein Problem liegt im sexuellen Bereich - sexuelles Interesse erkennen, sexuelles Interesse zeigen, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen stehen und diese äußern. Keine Ahnung, ob sich das irgendwann bei mir ändert.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50
Hoppala hat geschrieben: 19 Dez 2021 11:01 Dass du darin in schöner Regelmäßigkeit einen "Schuldvorwurf" siehst, sagt m. E. ne Menge über deine persönlichen Verletzungen und Komplexe aus, die (unter anderem, leider) dir den näheren Kontakt und damit auch Beziehung massiv erschweren.
Und dass du mit Regelmäßigkeit NICHTS zur Sache beiträgst und dann mit wilden Spekulationen über die persönlichen Belange des anderen Diskutanten ablenkst, sagt entsprechend über dich aus.
Ich dachte, Beziehungslosigkeit (wie auch Beziehung) sei von persönlichem Belang für dich.
Und da es um die künftige Lösung eines Problems, das direkt da dran hängt, ohne durchdeklinierten Lösungsweg geht, ist in einem Forum wie diesen Spekulation (man könnte auch sagen: Wahrscheinliches in den Vordergrund stellen, Unwahrscheinliches nach hinten) dioe einzige Möglichkeit, von außen neue Aspekte einzubringen. Was wäre denn die Alternative zum Spekulieren: nicht zu spekulieren = die "zukünftige Wahrheit" zu verkünden?
Aber okay, anscheinend liege ich schon in der Grundannnahme falsch: das Thema ist für dich gar keins, das deine persönlichen Belange berührt. Und du willst lieber nicht-spekulative Aspekte lesen.
Da muss ich passen. Viel Erfolg. (Dass ich deinen Ansatz für die Garantie "sicheres Scheitern" halte, und das nicht spekulieren, sondern aufgrund der Struktur des Problems so sicher wie das Amen in der Kirche ist - tja, das wäre so nicht.persönliche, nicht-spekulative Äußerung. Noch eine: Es ist dein Leben. Ein jeder kann es sich so schwer machen wie er möchte.)
NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50
Hoppala hat geschrieben: 19 Dez 2021 11:01 Im Endeffekt widersetzt du dich jedem konstruktiven Gespräch,.
Du bist och offenkundig zu einem konstruktiven Gespräch gar nicht in der Lage. Da kann man sich dem gar nicht widersetzen. Da ist nichts. Das wikipedia-Beispiel als noch dem am nahesten kommend zeigt das doch noch einmal deutlich.
Welche Ergebnisse haben denn deine weiteren Recherchen (bitte benennen) aufgrund der gelieferten Stichworte ergeben? (Das Sezieren des Texttbrocken ist damit nicht gemeint.) Dafür war der Post als Ausgangspunkt gedacht.
Dies nun zum 6. Mal hier mitgeteilt.
"Konstruktiv" ist nicht, nun das Textchen zu Sezieren und mir vorzuhalten, dss ich darauf nicht einsteige.
NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50 Was ich versucht habe war (...) auf eine kollektive Erkenntnisbildung hier hinzuwirken.
Ein vermessener Anspruch, Klappt das denn? Aber natürlich kommt es auch auf die Problemstellung an. Ein emotional-soziales (aber vielleicht siehst du das gar nicht so? Mehr als Sachfrage?) Problem von "persönlichem Belang" mittels "kollektiver Erkenntnisbildung" lösen zuwollen, ist jedenfalls innovativ.
Wie mit dem Fahrrad über den Meeresgrund nach Großbritannien radeln. Man kann's ja mal versuchen. Ganz ohne Spekulation über den wahrscheinlichen Ausgang - für den Ausführenden ohnehin frei von persönlichem Belang - des Vorhabens. Oder ist das doch von persönlichem Belang? Aber dann verbietet sich Spekulation über den Ausgang der Sache ja eh von selbst.
Wie gesagt: selbst schuld. Du lässt leider keine weitere Option offen.
NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50 Und wenn "so wird das nix" drin ist, ist es auch nur korrekt" so wird das nix" fest zustellen, doppelt, da zu meinem so wird das nix typischerweise auch einer Erläuterung gehört, statt das Ex Cathedra zu verkünden.
Die Erläuterung wird von dir als "ex cathedra" difffamiert.
Oder gütigerweise missachtet.
Also was soll's.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:03 Ich denke schon, dass man seine eigenen Ansprüche hinterfragen sollte - einmal, ob die einfach zu hoch sind und zum Anderen, ob sie wirklich sinnvoll sind oder ob ich mir damit selbst im Weg stehe. Habe bspw schon öfters von ü30 männlichen AB's gehört, dass sie gerne eine Frau Anfang 20 hätten, da das die Zeit ist, die sie gerne nachholen würden. Ich finde, damit nehmen sie sich viele Chancen und sind in 5 Jahren nicht weiter. Ähnlich verhält sich das damit, dass ich nur einen Mann ohne Kinder wollte. Männer ü30 haben aber häufig schon Kinder. Mittlerweile ist es mir nicht mehr so wichtig, dass er noch keine Kinder hat.
Verstehe ich, aber ich denke halt, dass es einen Unterschied macht, ob man seine Ansprüche hinterfragt, und sie sich dadurch auf unbewusster Ebene von selbst ändern, oder ob man bewusst versucht sie herunter zu schrauben, um die eigenen Chancen zu erhöhen.
Wenn MABs über 30 sich für Anfang 20er Frauen interessieren, (und ja, ich erkenne die Ironie :schuechtern: ) um diese "verpasste" Zeit in ihrem eigenen Leben nachzuholen, dann wollen sie nicht einfach eine Beziehung, sondern eine Zeitmaschine.
Das zu überdenken und schließlich aufzugeben ist in meinen Augen aber kein "Herunterschrauben" der eigenen Ansprüche an eine Beziehung, sondern ein Akzeptieren der Tatsache, dass man die Zeit nun mal nicht zurück drehen kann, und sein Leben vom Stand "Jetzt" aus leben muss.
Steht dagegen jemand beispielsweise auf athletischen Körperbau, dann ist das eine ästhetische/sexuelle Vorliebe, die man meinem persönlichen Eindruck nach nicht bewusst ändern kann. Man kann in sich gehen, und sich fragen ob es einem denn wirklich wichtig ist, aber wenn der Körper und das Unterbewusstsein das Bejahen, dann macht man weder sich noch den potentiellen Partner glücklich, indem man das ignoriert.
Warum Akademiker? Ich bin auch Akademikerin. Demzufolge habe ich nicht mehr erwartet als ich mitbringe, aber dennoch finde ich es mittlerweile zweitrangig, solange es den Mann nicht stört, dass ich einen höheren Abschluss (und damit häufig auch einen höheren Verdienst) als er habe. Männer kommen aber oft damit nicht klar.
Lernt man jemanden bspw im Freizeitbereich kennen, fragt man nicht gleich, ob derjenige studiert hat. Die meisten mit denen ich auf einer Wellenlänge war, hatten nicht studiert. Diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht, mich zu fragen, ob Akademiker zu sein, wirklich so wichtig ist. Lange Zeit wars mir einfach.
Genau das meine ich! Dein Anspruch ist angemessen, und aus praktischen Gründen günstig, aber du bist in dich gegangen, und zu dem Schluss gekommen, dass es dir persönlich gar nicht so wichtig ist. Und damit - das behaupte ich jetzt einfach mal - hast du auch nicht deine Ansprüche künstlich gesenkt, und müsstest bei einem nicht-Akademiker nicht ständig mit dem Gefühl kämpfen dich aus Mangel an Alternativen mit weniger zufrieden gegeben zu haben.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

lucasg hat geschrieben: 28 Nov 2021 17:31 Ein Beispiel ist eben ob der Mann größer sein muss: Hollywood spielt uns seit Jahrzehnten vor, dass der Mann größer sein muss als die Frau, selbst wenn die Größe der Schauspieler umgekehrt ist. Das bleibt selbstverständlich nicht folgenlos.
Das ist keine Erfindung von Hollywood, sondern eine evolutionär bedingte Präferenz, die du aber auch im Tierreich finden wirst.
Aus meiner Sicht hat damit eher die Gesellschaft versagt, das sie normale Menschen aus Oberflächlichkeit zu Verlierern macht. Wenn ein Darwinismus besteht für den Menschen, dann ein selbstgemachter.
Der Evolution können wir nicht entkommen, wir können lediglich die Parameter ändern. Vor 10.000 Jahren wären die meisten Menschen mit irgendeiner ernsten Behinderung kurz nach der Geburt zum Sterben in den Wald gebracht worden, aber heute kümmern wir uns schon relativ gut um sie, und bemühen uns ihnen ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.
Aber das sind halt gesellschaftliche Möglichkeiten, die die Gesellschaft da bietet. Du kannst nicht von der Gesellschaft erwarten individuelle Möglichkeiten bieten, also zum Beispiel einen Partner.
Deswegen führen wir auch als einziges Spezies Krieg.
Es gibt jede Menge staatenbildender Insekten, für die Krieg, Kindesentführung, Sklaverei und Genozid an der Tagesordnung sind. Und schau dir lieber niemals ein Video von einer Schimpansenhorde an, die Jagd auf andere Affen macht, es sei denn du hast einen sehr starken Magen!
Der Mensch kann sehr grausam sein, aber die Natur leider auch.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von alex321 »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:14 Mein Problem liegt im sexuellen Bereich - sexuelles Interesse erkennen, sexuelles Interesse zeigen, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen stehen und diese äußern. Keine Ahnung, ob sich das irgendwann bei mir ändert.
Sexuelles Interesse erkennen? Wie viele Männer werden sexuelles Interesse an dir haben? 8 von 10? Vielleicht 7 von 10?

Das sind die Verhältnisse aus meiner männlichen Sicht. "Von der Bettkante stossen" würde ich vielleicht 2 von 10 Frauen, unter der Vorraussetzung dass diese 10 Frauen ungefähr in meinem Alter sind (+/- 10 Jahre). Vielleicht habe ich als AB aber auch niedrige Ansprüche mittlerweile. Selbst Händchenhalten erscheint mir unerreichbar momentan.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hallo :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:14
Mein Problem liegt im sexuellen Bereich - sexuelles Interesse erkennen, sexuelles Interesse zeigen, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen stehen und diese äußern. Keine Ahnung, ob sich das irgendwann bei mir ändert.
Ich drücke dir die Daumen, dass der Knoten doch irgendwann platzt und du eine glückliche Beziehung findest. :vielglueck:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

alex321 hat geschrieben: 20 Dez 2021 11:09
Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:14 Mein Problem liegt im sexuellen Bereich - sexuelles Interesse erkennen, sexuelles Interesse zeigen, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen stehen und diese äußern. Keine Ahnung, ob sich das irgendwann bei mir ändert.
Sexuelles Interesse erkennen? Wie viele Männer werden sexuelles Interesse an dir haben? 8 von 10? Vielleicht 7 von 10?

Das sind die Verhältnisse aus meiner männlichen Sicht. "Von der Bettkante stossen" würde ich vielleicht 2 von 10 Frauen, unter der Vorraussetzung dass diese 10 Frauen ungefähr in meinem Alter sind (+/- 10 Jahre). Vielleicht habe ich als AB aber auch niedrige Ansprüche mittlerweile. Selbst Händchenhalten erscheint mir unerreichbar momentan.
Schön wärs - vermutlich eher 1 von 10 und dennoch hatte ich mehr als 10 verschiedene Männer kennengelernt bevor ich mit einem Sex hatte. Sollten es mehr sein, können die das aber gut verstecken.
Ich frage mich immer, wieso viele Männer meinen, dass alle Frauen gute Chancen haben. Dem ist nämlich nicht so. Es gibt Frauen (wie auch Männer), die einfach von Anderen nicht als potentielle Partner für Sex / Beziehung angesehen werden. Dabei finde ich, dass es Häßlichere als mich gibt.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 20 Dez 2021 13:11 Hallo :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:14
Mein Problem liegt im sexuellen Bereich - sexuelles Interesse erkennen, sexuelles Interesse zeigen, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen stehen und diese äußern. Keine Ahnung, ob sich das irgendwann bei mir ändert.
Ich drücke dir die Daumen, dass der Knoten doch irgendwann platzt und du eine glückliche Beziehung findest. :vielglueck:
Danke, wünsche ich dir auch. Aber erstmal wieder jemanden finden, der mich überhaupt will. Mir laufen die Männer nicht die Tür ein.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Menelaos hat geschrieben: 20 Dez 2021 03:27
Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:03 Ich denke schon, dass man seine eigenen Ansprüche hinterfragen sollte - einmal, ob die einfach zu hoch sind und zum Anderen, ob sie wirklich sinnvoll sind oder ob ich mir damit selbst im Weg stehe. Habe bspw schon öfters von ü30 männlichen AB's gehört, dass sie gerne eine Frau Anfang 20 hätten, da das die Zeit ist, die sie gerne nachholen würden. Ich finde, damit nehmen sie sich viele Chancen und sind in 5 Jahren nicht weiter. Ähnlich verhält sich das damit, dass ich nur einen Mann ohne Kinder wollte. Männer ü30 haben aber häufig schon Kinder. Mittlerweile ist es mir nicht mehr so wichtig, dass er noch keine Kinder hat.
Verstehe ich, aber ich denke halt, dass es einen Unterschied macht, ob man seine Ansprüche hinterfragt, und sie sich dadurch auf unbewusster Ebene von selbst ändern, oder ob man bewusst versucht sie herunter zu schrauben, um die eigenen Chancen zu erhöhen.
Wenn MABs über 30 sich für Anfang 20er Frauen interessieren, (und ja, ich erkenne die Ironie :schuechtern: ) um diese "verpasste" Zeit in ihrem eigenen Leben nachzuholen, dann wollen sie nicht einfach eine Beziehung, sondern eine Zeitmaschine.
Das zu überdenken und schließlich aufzugeben ist in meinen Augen aber kein "Herunterschrauben" der eigenen Ansprüche an eine Beziehung, sondern ein Akzeptieren der Tatsache, dass man die Zeit nun mal nicht zurück drehen kann, und sein Leben vom Stand "Jetzt" aus leben muss.
Steht dagegen jemand beispielsweise auf athletischen Körperbau, dann ist das eine ästhetische/sexuelle Vorliebe, die man meinem persönlichen Eindruck nach nicht bewusst ändern kann. Man kann in sich gehen, und sich fragen ob es einem denn wirklich wichtig ist, aber wenn der Körper und das Unterbewusstsein das Bejahen, dann macht man weder sich noch den potentiellen Partner glücklich, indem man das ignoriert.
Warum Akademiker? Ich bin auch Akademikerin. Demzufolge habe ich nicht mehr erwartet als ich mitbringe, aber dennoch finde ich es mittlerweile zweitrangig, solange es den Mann nicht stört, dass ich einen höheren Abschluss (und damit häufig auch einen höheren Verdienst) als er habe. Männer kommen aber oft damit nicht klar.
Lernt man jemanden bspw im Freizeitbereich kennen, fragt man nicht gleich, ob derjenige studiert hat. Die meisten mit denen ich auf einer Wellenlänge war, hatten nicht studiert. Diese Erkenntnis hat mich dazu gebracht, mich zu fragen, ob Akademiker zu sein, wirklich so wichtig ist. Lange Zeit wars mir einfach.
Genau das meine ich! Dein Anspruch ist angemessen, und aus praktischen Gründen günstig, aber du bist in dich gegangen, und zu dem Schluss gekommen, dass es dir persönlich gar nicht so wichtig ist. Und damit - das behaupte ich jetzt einfach mal - hast du auch nicht deine Ansprüche künstlich gesenkt, und müsstest bei einem nicht-Akademiker nicht ständig mit dem Gefühl kämpfen dich aus Mangel an Alternativen mit weniger zufrieden gegeben zu haben.
Durch das Hinterfragen, ob einem etwas wirklich wichtig ist, ist man bereit, seine Ansprüche runterzuschrauben. Auch wenn ich es für eine Beziehung nicht mehr so wichtig erachte, ob ein Mann groß, blond, blauäugig und durchtrainiert ist - da sowas eh vergänglich ist - finde ich es dennoch immernoch sehr sexy. Bei einer Beziehung sind aber andere Aspekte einfach wichtiger.
Die Ansprüche änderten sich nicht auf unbewusster Ebene von selbst. Das war schon eine bewusste Entscheidung von mir, um meine Chancen zu erhöhen. Um mehr Chancen zu haben, muss ich schauen, was für mich noch akzeptabel ist. Und da ist mir jemand mit Hauptschulabschluss, der regelmäßig arbeiten geht bspw lieber als jemand, der zwar studiert hat, aber seiner Arbeit weshalb auch immer nicht nachgehen kann. Und wenn ersterer mir in dieser Konstellation lieber ist, weshalb sollte er dann nicht allgemein in Frage kommen?
halbkaputt

Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von halbkaputt »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:03 Auch wenn ich es für eine Beziehung nicht mehr so wichtig erachte, ob ein Mann groß, blond, blauäugig und durchtrainiert ist - da sowas eh vergänglich ist
wenn sich die Farbe der Augen von Blau zu Rot ändert, würde ich mir aber doch ernsthaft Gedanken machen :mrgreen:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Moinsen :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 20 Dez 2021 14:29 Ich frage mich immer, wieso viele Männer meinen, dass alle Frauen gute Chancen haben. Dem ist nämlich nicht so. Es gibt Frauen (wie auch Männer), die einfach von Anderen nicht als potentielle Partner für Sex / Beziehung angesehen werden.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich auch manchmal dabei erwische, dass ich denke, dass es Frauen doch leichter haben, wie wir Männer. Woran es liegt? Keine Ahnung. :brille1: Vielleicht daran, weil erwartet wird, dass der Mann den ersten Schritt machen soll und man als Mann denkt, dass es Frau ja einfacher hat, weil sie nicht aktiv werden muss. Denkt man aber darüber mal genauer nach, ist es eigentlich Quatsch... :gruebel:
Dabei finde ich, dass es Häßlichere als mich gibt.
Das ist eine gute Einstellung. Es gab Zeiten, da war ich davon überzeugt total hässlich zu sein. Mittlerweile denke ich allerdings auch, dass es hässlichere Männer wie mich gibt. Hat mir das eine Freundin gebracht? Nein, aber ich fühle mich besser mit diesem Gedanken. Das ist ja auch schonmal etwas wert. :boxing:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 20 Dez 2021 17:40 Moinsen :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 20 Dez 2021 14:29 Ich frage mich immer, wieso viele Männer meinen, dass alle Frauen gute Chancen haben. Dem ist nämlich nicht so. Es gibt Frauen (wie auch Männer), die einfach von Anderen nicht als potentielle Partner für Sex / Beziehung angesehen werden.
Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich auch manchmal dabei erwische, dass ich denke, dass es Frauen doch leichter haben, wie wir Männer. Woran es liegt? Keine Ahnung. :brille1: Vielleicht daran, weil erwartet wird, dass der Mann den ersten Schritt machen soll und man als Mann denkt, dass es Frau ja einfacher hat, weil sie nicht aktiv werden muss. Denkt man aber darüber mal genauer nach, ist es eigentlich Quatsch... :gruebel:
Dabei finde ich, dass es Häßlichere als mich gibt.
Das ist eine gute Einstellung. Es gab Zeiten, da war ich davon überzeugt total hässlich zu sein. Mittlerweile denke ich allerdings auch, dass es hässlichere Männer wie mich gibt. Hat mir das eine Freundin gebracht? Nein, aber ich fühle mich besser mit diesem Gedanken. Das ist ja auch schonmal etwas wert. :boxing:
Ich habe mich schon öfters gefragt, wie es auf Männer wirkt, wenn die Frau den ersten Schritt - bspw das erste Anschreiben - macht? Es kam ganz selten was zurück und wenn doch jemand mal eine Antwort gab, war das in der Regel "tut mir leid, du bist nicht mein Typ".
Die Frau, die angeschrieben wird, hat es natürlich leichter, da sie sich nur entscheiden muss, ob ja oder nein. Aber so ging es auch den Männern, die ich angeschrieben habe.

Ich denke aber, dass der Eindruck daher kommt, dass man sich sieht und immer nur seinen Misserfolg. Den Misserfolg Anderer kann man nicht wahrnehmen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

halbkaputt hat geschrieben: 20 Dez 2021 16:48
Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:03 Auch wenn ich es für eine Beziehung nicht mehr so wichtig erachte, ob ein Mann groß, blond, blauäugig und durchtrainiert ist - da sowas eh vergänglich ist
wenn sich die Farbe der Augen von Blau zu Rot ändert, würde ich mir aber doch ernsthaft Gedanken machen :mrgreen:
Kontaktlinsen 😉

Manch einer findet vielleicht auch Katzenaugen sexy. Auch dafür gibt es Kontaktlinsen 😉
Kleiner Mann

Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Kleiner Mann »

Reinhard hat geschrieben: 15 Dez 2021 21:39
Kleiner Mann hat geschrieben: 14 Dez 2021 22:24
Reinhard hat geschrieben: 11 Dez 2021 20:36 Das ist nicht so eindeutig. Das geht davon aus dass die Offenheit für Neues auch zu neuen Kontakten führen muss. Aber wenn sich die Offenheit darauf richtet, regelmäßig neue Alleine-Hobbys auszuprobieren, dann wird sich das wenig auf die Kontaktzahl auswirken.
Warum "muss" es das? Wenn man schon Offenheit im Bezug auf andere Menschen betrachtet, dann sollte mMn auch dabei bleiben und nicht gerade einen neuen Kontext dazu ins Spiel bringen. Finde ich jedenfalls beides sehr naheliegend.

Ich bin noch im vorherigen Kontext, aber du bringst jetzt "Offenheit in Bezug auf andere Menschen" mit rein. Da muss man jetzt klären, was das Verhältnis zum Begriff "Offenheit (ohne sonstige Qualifizierungen)" in der vorherigen Diskussion ist. Sind sie identisch? Ist der eine ein Unterbegriff des anderen? Kann man offen sein, ohne in Bezug auf Menschen offen zu sein? Ist der eine Voraussetzung, um das andere erfüllen zu können?


Ich vermute ja, dass diese "Offenheit gegenüber anderen Menschen" eigentlich nur aussagen will, wie schnell sich jemand emotional "öffnen" will. Umgangssprachlich: "auftaut". Wenn dem so ist, hat das aber mit Offenheit im psychologischen Sinn nichts zu tun, auch wenn wir zufällig den gleichen Wortstamm ("öffnen") für unterschiedliche Begriffe benutzen.


----

(Rest des Zitats gelöscht, weil das nur Wiederholung wäre.)
Wir reden doch offensichtlich über Beziehungen mit anderen Menschen. Also muss man ja wohl "Offenheit gegenüber anderen Menschen" betrachten, wenn man vernünftig ist. Übrigens steht selbst auf Wikipedia, wenn man denn unbedingt den Wikipedia-Artikel als Quelle verwenden will, dass Offenheit vor allem auch ein Bezug zur Toleranz für andere Menschen hat. Einfach mal die Sprache auf Englisch stellen.
Finnlandfreundin hat geschrieben: 20 Dez 2021 14:29
alex321 hat geschrieben: 20 Dez 2021 11:09
Finnlandfreundin hat geschrieben: 19 Dez 2021 23:14 Mein Problem liegt im sexuellen Bereich - sexuelles Interesse erkennen, sexuelles Interesse zeigen, zu meinen Bedürfnissen und Wünschen stehen und diese äußern. Keine Ahnung, ob sich das irgendwann bei mir ändert.
Sexuelles Interesse erkennen? Wie viele Männer werden sexuelles Interesse an dir haben? 8 von 10? Vielleicht 7 von 10?

Das sind die Verhältnisse aus meiner männlichen Sicht. "Von der Bettkante stossen" würde ich vielleicht 2 von 10 Frauen, unter der Vorraussetzung dass diese 10 Frauen ungefähr in meinem Alter sind (+/- 10 Jahre). Vielleicht habe ich als AB aber auch niedrige Ansprüche mittlerweile. Selbst Händchenhalten erscheint mir unerreichbar momentan.
Schön wärs - vermutlich eher 1 von 10 und dennoch hatte ich mehr als 10 verschiedene Männer kennengelernt bevor ich mit einem Sex hatte. Sollten es mehr sein, können die das aber gut verstecken.
Ich frage mich immer, wieso viele Männer meinen, dass alle Frauen gute Chancen haben. Dem ist nämlich nicht so. Es gibt Frauen (wie auch Männer), die einfach von Anderen nicht als potentielle Partner für Sex / Beziehung angesehen werden. Dabei finde ich, dass es Häßlichere als mich gibt.
Ich kann mir vorstellen, dass du mit deiner Art und vielleicht auch deinem Umfeld eher Männer anziehst, die es nicht so direkt und deutlich machen.
NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50 Werde aktiv ist grundlegend richtig, aber so trivial, dass es eben keine Hilfe darstellt. Der Knackpunkt ist das richtige was, wie und ggf auch wo!
Die meisten Leute sind hier denke ich - oft auch vielfach und langjährig - schon aktiv geworden und es hat nicht geklappt. Da hilft der Zuruf "werd halt aktiv" kein Stück weiter, zeigt aber akute Geringschätzung für die bisherigen Bemühungen.
Kannst es so oft wiederholen wie du willst, aber deine einfachen Unterstellungen haben nach wie vor keine Substanz.
NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50 NBUC, der mehrere Vereine, Straßenansprache, Flirtkurs, mit Freunden austauschen (was sollten die denn nebenbei darüber hinaus sagen, wenn aktiv werden reicht?), lesen/vids sehen und mehr durch hat und für den sich Therapeuten (die eh überlastet scheinen) nicht zuständig gefühlt hatten.
Das erinnert mich ein wenig an die Aussagen von ehemaligen Mitspielern in meinem Onlinegame, die von sich behauptet haben das Spiel seit 10 Jahren zu spielen und daher Erfahrung zu haben, aber im Bezug auf "Erfolg" trotzdem zu den unteren 10% gehörten.
Oder um es extremer darzustellen:
Wenn ich 10000 Mädels anspreche und jedes mal direkt mit dem "Kompliment" anfange, dass sie einen geilen Arsch hat, dann kann ich es sicher noch bei weiteren 10000 Mädels probieren und ich würde weiter scheitern.
"Aktiv werden" ohne sich selbst durch Feedback anzupassen ist für mich also ziemlich unvernünftig.
Reinhard
Tippt schneller als der eigene Schatten
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Ich bin ...: verdammt bissig.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Reinhard »

Kleiner Mann hat geschrieben: 20 Dez 2021 19:53 Wir reden doch offensichtlich über Beziehungen mit anderen Menschen. Also muss man ja wohl "Offenheit gegenüber anderen Menschen" betrachten, wenn man vernünftig ist. Übrigens steht selbst auf Wikipedia, wenn man denn unbedingt den Wikipedia-Artikel als Quelle verwenden will, dass Offenheit vor allem auch ein Bezug zur Toleranz für andere Menschen hat. Einfach mal die Sprache auf Englisch stellen.

Fortsetzung ist im anderen Thread.
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Finnlandfreundin
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Kleiner Mann hat geschrieben: 20 Dez 2021 19:53
Finnlandfreundin hat geschrieben: 20 Dez 2021 14:29 Schön wärs - vermutlich eher 1 von 10 und dennoch hatte ich mehr als 10 verschiedene Männer kennengelernt bevor ich mit einem Sex hatte. Sollten es mehr sein, können die das aber gut verstecken.
Ich frage mich immer, wieso viele Männer meinen, dass alle Frauen gute Chancen haben. Dem ist nämlich nicht so. Es gibt Frauen (wie auch Männer), die einfach von Anderen nicht als potentielle Partner für Sex / Beziehung angesehen werden. Dabei finde ich, dass es Häßlichere als mich gibt.
Ich kann mir vorstellen, dass du mit deiner Art und vielleicht auch deinem Umfeld eher Männer anziehst, die es nicht so direkt und deutlich machen.
Oder sie sind einfach nicht existent.
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Kisuli
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Kisuli »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 20 Dez 2021 19:43
Ich habe mich schon öfters gefragt, wie es auf Männer wirkt, wenn die Frau den ersten Schritt - bspw das erste Anschreiben - macht? Es kam ganz selten was zurück und wenn doch jemand mal eine Antwort gab, war das in der Regel "tut mir leid, du bist nicht mein Typ".
Meiner Erfahrung nach empfinden Männer das mindestens als irritierend, wenn nicht sogar als einschüchternd. Ich habe das schon von einer ganzen Reihe von Normalo-Männern gehört, dass sie den ersten Schritt als ihre Sache betrachten und sich das auch nicht nehmen lassen wollen. Teilweise wurde empört abgelehnt, wenn ich mal laut darüber nachgedacht hatte, ob ich nicht in einer bestimmten Situation mehr Initiative hätte ergreifen sollen.
Ich lese immer nur hier im Forum, dass Frauen angeblich den ersten Schritt erwarten würden. In der Realität geht diese Erwartung mindestens genauso sehr von Männern aus.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Wenn frau den ersten Schritt macht, kommt sie halt in dieselbe Situation wie ein Mann - sie läuft Gefahr, dass sie einen Korb bekommt.
Und der dann halt statt über "Belästigung" ggf. über "unweiblich" dann ihr noch zugeschrieben wird statt sich ehrlich zu machen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hallo :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 20 Dez 2021 19:43
Ich habe mich schon öfters gefragt, wie es auf Männer wirkt, wenn die Frau den ersten Schritt - bspw das erste Anschreiben - macht? Es kam ganz selten was zurück und wenn doch jemand mal eine Antwort gab, war das in der Regel "tut mir leid, du bist nicht mein Typ".
Die Frau, die angeschrieben wird, hat es natürlich leichter, da sie sich nur entscheiden muss, ob ja oder nein. Aber so ging es auch den Männern, die ich angeschrieben habe.
Unterm Strich geht eine Frau hier das gleiche Risiko ein, wie ein Mann. Wenn man einen Menschen sieht, der einem gefällt und man mit ihm in Kontakt tritt, so kann es leider immer passieren, dass man einen Korb bekommt.
Ich persönlich würde mich schon freuen, wenn mich eine Frau ansprechen bzw. anschreiben würde.
Ich denke aber, dass der Eindruck daher kommt, dass man sich sieht und immer nur seinen Misserfolg. Den Misserfolg Anderer kann man nicht wahrnehmen.
Da ist was wahres dran! Misserfolge hat jeder mal in seinem Leben, aber die anderen Leute bekommen das vielleicht gar nicht so mit. Ich denke, es kommt aber auch auf seine persönliche Sichtweise an. Vor kurzem habe ich einen Podcast gehört, da wurde etwas interessantes gesagt: "Das eine Mal gewinne ich, dann andere Mal lerne ich!" Fand ich irgendwie toll, weil man sich nicht mehr als Verlierer sieht, sondern den Misserfolg als Gewinn ansieht, da man etwas gelernt hat. Nun muss man das ganze nur noch verinnerlichen. :boxing:
Amor gib mir den verdammten Pfeil, ich mach' den Scheiß jetzt selber!