Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑19.12.2024, 19:32
Ich denke schon, dass man in einem gewissen Rahmen an sich arbeiten kann. Vor allem an seinem Mindset kann und sollte man arbeiten. Wenn man sich tagtäglich einredet, wie hässlich man ist und dass es einem ja total schlecht geht, dann drückt das natürlich auf die Stimmung. Schlimmer noch, man glaubt es irgendwann auch und strahlt das natürlich auch aus! Versucht man aber sich auf positive Dinge zu fokussieren, dann führt das natürlich nicht sofort zu einer Beziehung, aber es führt zumindest dazu, dass man sich selber nicht mehr so quält und evtl. auch auf andere attraktiver wirkt, was dann vielleicht eben doch zu einer Beziehung führen könnte.
Da bin ich ganz bei dir. An sich selbst zu arbeiten bzw. sich psychisch um sich selbst kümmern, ist wirklich gut. Mir ging es eher darum, dass man nicht arbeiten sollte, um anderen zu gefallen. Denn jeder Mensch ist anders und wenn man versucht, jedem zu gefallen, dann wird man nur unglücklich, weil das eine unmögliche Aufgabe ist.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑19.12.2024, 19:32
Ich bin schon der Meinung, dass man an sich arbeiten kann und sollte. Durch mangelnden Kontakt zu gleichaltrigen bzw. jungen Frauen war ich Jahrelang extrem unsicher solchen Frauen gegenüber. Da ich nun durch einen Jobwechsel vor zweieinhalb Jahren täglich Kontakt zu jungen attraktiven Frauen habe, hat sich das geändert und ich bin heute viel sicherer Frauen gegenüber. Es zeigt sich also, dass man sehr wohl an sich arbeiten kann und damit auch etwas ändern kann.
Das unterstreicht meine Aussage. Das was du getan hast, war einfach deine Sicht zu ändern und dir eine neue Welt zu eröffnen. Das ist doch schön

. Dadurch hast du aber nicht versucht, dich zu ändern, um diesen Frauen zu gefallen - das war eigentlich mein Punkt.
Levyn hat geschrieben: ↑19.12.2024, 19:55
Gehst du da gerade von dir selbst aus oder ist das dein wirklicher Glaube?
Ich bin nämlich ganz anderer Meinung. Freundschaften ersetzen für mich keinesfalls romantische Beziehungen. Klar muss man nicht als einsamer Wolf leben, aber dennoch würde ich da schon einen gewaltigen Unterschied machen. Ich brauche sowohl Freunde als auch eine romantische Beziehung.
Von mir selbst gehe ich nicht aus. Ich bin ein temperamentvoller Mensch und kann mich diesen Punkt wohl nur annähern, finde ihn aber erstrebenswert. Aber ich werde mich nicht unter Druck setzen deswegen.
Mein Glaube ist es auch nicht, weil ich solche Menschen schon getroffen habe und sie für diese Eigenschaft bewundere.
Warum denkst du denn, dass du eine romantische Beziehung brauchst?
Levyn hat geschrieben: ↑19.12.2024, 19:55
Trotzdem platzt es sicher bei den meisten heraus, wenn sie dann vor ihren Augen ein Pärchen oder ein angehendes Pärchen beobachten dürfen, die sich gegenseitig ihre Zuneigung zeigen. Da tut es schon weh, wenn man das selbst nie erleben durfte und man wird daran erinnert, dass einem doch etwas fehlt.
Ich denke, du gehst du von deinem Schmerz aus und das ist für mich total nachvollziehbar. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich ihn nicht spüre, aber nicht jeder Mensch tickt gleich und ich glaube den Menschen, die mir sagen, dass es ihnen nichts ausmacht und glücklich in ihrem Single-Dasein sind. Wieso sollte ich sie der Lüge bezichtigen, nur weil ich manchmal anders fühle? Nicht jeder nimmt eine Situation gleich wahr.
Fühl dich gedrückt, für diese schmerzvollen Momente und du bist nicht allein damit.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
Doch, so funktioniert das Leben. Für einen Großteil der Menschen. There is no such thing as a free meal heißt ein berühmter Spruch.
Eine Sache ist es, für sein Überleben zu sorgen und eine andere, Ziele zu erreichen, die nicht für das Überleben wichtig sind.
Ansonsten würde es heutzutage viele reiche Minenarbeiter geben. Ich habe auch schon Bauern im Ausland getroffen, wo es echt nicht rosig war und die entsprechend hart gearbeitet haben. Manche von denen träumten zwar von Reichtum, aber sie macht sich selbst darüber lustig, dass sie das nie erreichen werden. Das fand ich bemerkenswert.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
Weil der Mensch kein Wolf ist, so sehr er sich auch anstrengt. Er ist sozial programmiert worden, der Quellcode liegt in seiner DNA. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Berührungen von fremden Menschen dem menschlichen Körper gut tut, statt sich selbst zu befummeln.
Ich weiß jetzt ehrlich gesagt nicht, wieso mit der sozialen Interaktion von Wölfen ankommst. Das habe ich hier doch gar nicht angesprochen.
Genau, der Mensch ist sozial programmiert und dass wir Berührungen brauchen, habe ich nirgendwo dementiert. Dafür braucht es aber keinen Sex und keine romantische Beziehung.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
Wenn der Mensch denn Freunde hat....
Das wird offenbar so selbstverständlicht.
Das stimmt. Freundschaft ist in dieser deutschen Kultur tatsächlich schwierig zu haben. Wir haben da echt ein Problem, wie bereits auch in den Medien berichtet wurde. Es ist tatsächlich wichtig, dieses Problem anzugehen, denn wie du schon richtig erwähnt hast: Der Mensch braucht soziale Kontakte.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
Zudem muss ich hier anmerken, eine Freundschaft ersetzt doch niemals emotionale Nähe! Das wäre so, wie ich zu meinem Arbeitskollegen Dmitri gehe, mich an ihn anschmiege und ihn einen Kuss geben soll, weil er so ist wie er ist???? Der würde mich verprügeln wollen!
Oh doch! Wenn ich eine tiefe Freundschaft zu jemandem pflege, dann lade ich mit jedem Gespräch oder Umarmung meine sozialen Batterien. Und bei körperlichem Kontakt reicht tatsächlich schon eine Umarmung, das muss kein Kuss auf dem Mund sein.
Der Vergleich mit deinem Arbeitskollegen hingt, weil ihr keine echte Freundschaft hegt. Dimitri ist, so wie du ihn beschreibst, ein Bekannter.
Wenn er dich dafür verprügeln will, dann ist hat der Mann Aggressionsprobleme und ich würde lieber Abstand zu ihm halten.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
So sollen Freundschaften sein???? Weil du musst bedenken, was ich an emotionaler Nähe verstehe, und dazu gehört auch Sex, muss, wenn Freundschaft einen Ersatz darstellen soll, auch von Freunden abgedeckt werden.
Hast du denn mal versucht, emotionale Nähe ohne Sex zu suchen? Also wirklich ein tiefes Gespräch mit jemandem zu suchen und die Freundschaft soweit zu vertiefen, dass dabei auch Umarmungen oder Kuscheln ok ist. Das können ja auch Männer tun. Unter Frauen tun wir es ja auch, ohne dass es sexuell wird.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
Zum Beispiel bei Friends with Benefits. Oder durch Mitleid im Sinne:
>Waaaas du hattest noch nie eine Freundin?? Ich biete mich als Ersatz an! Weil kein Mensch alleine zu sein hat!
Das ist keine Freundschaft, weil die Person dich nicht als Individuum sieht, sondern als eine Art soziales Projekt und das ist demütigend.
Two-Tone hat geschrieben: ↑20.12.2024, 13:03
Mit so etwas gebe ich mich nicht zufrieden.
Solltest du irgendwann es doch anstreben, in dieser Situation zufrieden zu sein, kann ich dir nur professionelle, psychologische Hilfe nahelegen.