knopper hat geschrieben: ↑19.05.2024, 18:57Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben?
Grundsätzlich ja. Und du machst es ja auch schon.
Du veränderst dich ständig und gibst deinem Leben eine neue Richtung, probierst neue Wege.
Schlicht und einfach, weil du lebst und Leben Veränderung bedeutet.
Das klingt wie eine Binsenweisheit und ist auch eine.
Gleichzeitig gibt es aber auch Konstanten die dich sogar im Alter wiedererkennbar machen.
Die eigentliche Frage hierbei müsste sein, wie kann ich bewusster die Richtung bestimmen und bin ich hier Reiter oder das Pferdchen, dass durch die Manege getrieben wird.
Bei der Aufforderung, dass du dich verändern sollst, bist du ganz klar das Pferdchen.
knopper hat geschrieben: ↑19.05.2024, 18:57und was hilft mir dabei?
Ganz bestimmt nicht und das hast du richtig erkannt, Allgemeinplätze von Leuten die dich womöglich gar nicht kennen, sondern in dir nur den Prototypen eines Abs sehen und in deren Augen alle Abs gleich sind, alle dasselbe Problem und die selbe Ursache haben.
Was Abs schon alles unterstellt wurde und sie in den AB-Foren in die Defensive gedrängt wurden ist in den AB-Foren schon Legende. Zumindest für die Leute, die die vermeintlich guten Ratschläge kritisch sehen.
knopper hat geschrieben: ↑19.05.2024, 18:57ja dieser Tipp immer. Das bedingt ja irgendwie dass alle die glücklich in einer Beziehung gelandet sind, irgendwie vorher mächtig an sich gearbeitet haben um in diese zu gelangen und das ist einfach unrealistisch.
Richtig erkannt. Die Frage, warum ich bisher noch keine Partnerin gefunden habe und ob ich bei Frauen gut ankomme, sind zwei völlig unterschiedliche Fragen.
Die meisten (verpartnerten) Menschen in meinem Bekanntenkreis haben genausowenig Flirterfahrung wie ich.
Und zumindest haben bei mir ja auch drei Frauen angebissen. Nur hat es dann eben nicht für eine dauerhafte Beziehung gereicht. Und ehrlich gesagt, bin ich schon seit ca. 20-30 Jahren zu alt dafür eine Familie zu gründen.
(Ich hoffe das wird jetzt gegenüber den Hardcore-ABs nicht als Angeberei betrachtet.
Ich hatte halt mehr Glück als ihr.)
knopper hat geschrieben: ↑19.05.2024, 18:57Ja man kann partiell etwas an seinem Verhalten ändern dass man evt. interessanter auf Frauen wirkt....sein ganzes Wesen umkrempeln, dass man zu einem Frauenmagnet wird, funktioniert aber nun mal nicht.
Und wieder hast du mit allem Recht.
knopper hat geschrieben: ↑19.05.2024, 18:57Von daher ist das ein ziemlich sinnloser Tipp, auch wenn er gut gemeint ist.
Richtig. Der Tip muss für dich passen, also muss dich derjenige, der dir den Tip gibt, kennen. Natürlich kann man auch allgemeine Tips für jedermann geben, „Vergiss nicht Luft zu holen“ „Ab und zu muss man auch mal was essen“ „Wichtig ist auch gesunder Schlaf“ usw.
knopper hat geschrieben: ↑19.05.2024, 18:57Ich glaube das Beste ist schon authentisch zu bleiben und seinen Charakter nicht zu verleugnen oder groß zu verändern. Jeder Mensch hat eine gewisse Anziehung und positive Seiten.
Insbesondere der letzte Teil ist richtig. Jeder muss bei seinen Stärken ansetzen und sie so gut wie möglich für potentielle Partner -das gilt nicht nur in sexueller Hinsicht- wahrnehmbar machen.
Zu versuchen sich für andere zu verbiegen oder jemand anderes sein zu wollen kann nur schief gehen.
Tabeo hat geschrieben: ↑19.05.2024, 13:15
Von einigen heißt es dann immer: "Du musst an dir arbeiten." Aber was genau? Das ist ein inhaltsleerer Satz mit dem ich nichts anfangen kann.
Es werden dabei auch gerne mal die beleidigenden Unterstellungen übersehen, die solche blöden Ratschläge beinhalten.
Als hätte sich noch keiner, der sich hier im AB-Forum meldet, Gedanken darüber gemacht, wie er oder sie in diese Situation gekommen ist und nicht schon einiges in Selbsthilfe ausprobiert, um die Situation zu verändern.
Die Frage nach der Veränderung kann nur sein, welche
konkreten nächsten Schritte kann ich unternehmen.
Verbundenheit2059 hat geschrieben: ↑30.05.2024, 14:45
Ich halte von dem Satz "Du musst an Dir arbeiten" persönlich absolut gar nichts, denn das impliziert, dass Du nicht in Ordnung, falsch bist und nur durch "Arbeit bzw. Kampf" besser (angepasster, normgerechter) wirst, wobei auch kein direktes Ziel vorgegeben wird. Für das Unterbewusstsein bedeutet dies letztendlich eine Beschämung, ....
Ich stimme dir in fast allem zu, außer, dass die Verletzung unterbewusst gesetzt wird.
Nur kann ich hier nicht etwa Bosheit unterstellen, sondern im Sinne
Dietrich Bonhöfers „Dummheit“.
Man glaubt hilfreich zu sein, wenn man halbgare scheinpsychologische Halbwahrheiten nachplappert und merkt nicht dass man den Dorn nur noch tiefer treibt.
Ich wäre sehr dafür, dass man die Psychologie Profis überlässt, die irren sich schon oft genug,
Leute die zu viel „Full Metal Jacket“ gesehen haben oder einen der ca. 20000 Flirtratgeben die pro Jahr in Deutschland erscheinen gelesen hat und deshalb glauben, sie wären nun passende Coaches, sollte man auf ihren Platz verweisen (dürfen).
Übrigens. Ich komme aus Kassel, wo eben jene berühmte Psychologin Jana aus Kassel herkommt, die eben keine Psychologin war, sondern nur hier eine Heilpraktikerausbildung abgebrochen hat.
Scheint irgendwie in Trend zu sein, sich für einen Psychologen zu halten, wenn man dummes Zeugs redet und Hilfesuchende erst einmal in die Defensive drängt, damit sie sich rechtfertigen müssen.