Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

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Hoppala
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Hoppala »

Strange Lady hat geschrieben: ↑03.07.2024, 08:29 Statt sich ganz auf das individuelle Gegenüber und die jeweilige Situation einzulassen.
Beziehung bedeutet zwischen zwei Menschen etwas Drittes aufzubauen, das miteinander ausgehandelt, entworfen, gelebt werden will.
Das ist einerseits sehr richtig. So hab ich das mein ganzes Leben gehalten; soweit mich meine Erinnerung nicht trügt (Jugend, Hormone und so).

Andererseits gibt es - leider - doch einen beträchtlichen Teil Menschen, die das anders sehen, warum auch immer. Mit diesem Teil der Menschen, die eine innere Checkliste abhaken, die sie mit ihrer imaginierten Wunschliste abgleichen und ans "Aushandeln" (noch) gar nicht denken., gibt es dann von Beginn an keine Basis / nur Miss- und Unverständnis. Ich würde auch annehmen, dass solche Beziehungen "trennungs- und stressanfälliger" sind, wenn sich herausstellt, dass die Checkliste allein im Alltag vielleicht doch nicht reicht.

Für die Erkenntnis, dass es andere Herangehensweisen gibt, braucht es dann wohl auch einige Erfahrung allgemein im Umgang mit Menschen aller Art - Bekanntschafts-, Freundschafts- und (Nicht-)Beziehungspflege. Auch ev. Ortswechsel, Reiseerfahrungen (um die - ev. überwiegend medial geprägte? - wahrgenommene Hier und Jetzt relativieren zu können; es geht halt immer auch anders). Kurz: ein gewisses Maß Erfahrung im sozialen Umgang.
Da sind wir dann wieder beim ungeliebten "Geh mal raus, unternimm was, treff Menschen, bau dir ein soziales Umfeld".

Ich kann meinen frühen Entschluss, allein zu verreisen und mich per öffentliche Verkehrsmittel, Fahrrad, wandernd und ohne immer zu wissen, wo man abends wohl einen Platz zum Schlafen findet, in andere Länder zu wagen, in denen teils auch die sprachliche Verständigung für mich nahezu unmöglich war, gar nicht hoch genug einschätzen. Ein gewisses Maß Unsicherheit (Rückfahrticket und Auzslandskrankenversicherung natürlich dabei, unsicher ungleich leichtsinnig) und zusehen, wie man mit der Situation ud den Menschen klar kommt. Entdeckerfreude.

Und ja, natürlich gibt es auch die Glücksfälle, die mit 12 in der Schule Händchen halten und dann bis zur Bahre zu zweit im Häuschen mit Garten 7 Tage die Woche ohne Besuch und Unternehmungen (außer Garten umgraben und Geburtstagskaffeetrinken) glücklich sind. Nur: das sind halt keine ABs, völlig andere Ausgangslage. Für AB ist das Checklistendenken in egal welcher Form und Umfang eher nicht hilfreich.

Womit dann auch das der Abschnitt "äußere Selbstoptimierung zum vermuteten Schönheitsideal des imaginierten Wunschpartners" eine wenig effiziente Taktik darstellen dürfte. Eine gewisse Selbsteinschätzung bezüglich der eigenen Gefällig-/Seltsamkeit ist davon unbenommen.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Henrietta »

knopper hat geschrieben: ↑02.07.2024, 21:13
Also es muss schon wirklich alles passen dass ich sagen "ja mit der Frau will ich immer zusammen bleiben".
Und Du glaubst, dass das bei anderen, "älteren" nicht AB-Menschen der Fall ist? Dass die vor einer Beziehung schon genau wissen, dass sie auf jeden Fall für immer mit der Person zusammen bleiben wollen?
Meist ist das doch eher ein dynamischer Prozess und nicht so starr, wie man sich das vielleicht von außen vorstellt.
Bei "nur" normaler Sympathie wäre ich durchaus für eine F+ zu haben und dass man sich ab und zu ,mal trifft es kann ja dann immer noch mehr draus werden...nur das wollen die meisten eben gar nicht oder nicht mehr.
Hast Du mit allen Frauen, für die Du Dich interessiert hast, genau darüber gesprochen oder woher weißt Du, dass sie das nicht wollen?
Ich glaube, dass das nicht nur altersabhängig, sondern auch typabhängig ist.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Henrietta hat geschrieben: ↑05.07.2024, 05:59
Und Du glaubst, dass das bei anderen, "älteren" nicht AB-Menschen der Fall ist? Dass die vor einer Beziehung schon genau wissen, dass sie auf jeden Fall für immer mit der Person zusammen bleiben wollen?
Meist ist das doch eher ein dynamischer Prozess und nicht so starr, wie man sich das vielleicht von außen vorstellt.
naja sie wissen auf jeden Fall was sie nicht wollen, aufgrund evt. schlechter Vorerfahrungen. Das alles hat ein AB nicht. Er fängt mit der ersten Beziehung völlig bei 0 an, und je später das stattfindet ist meiner Meinung nach umso problematischer.
Also jemand der es mit 30 gerade so noch schafft hat noch genügend Zeit sich evt. etwas auszuprobieren als jemand der schon 45 ist.

Henrietta hat geschrieben: ↑05.07.2024, 05:59 Hast Du mit allen Frauen, für die Du Dich interessiert hast, genau darüber gesprochen oder woher weißt Du, dass sie das nicht wollen?
Ich glaube, dass das nicht nur altersabhängig, sondern auch typabhängig ist.
die Frauen mit denen ich mich getroffen haben wollten das auf keinen Fall. Sie waren schon auf der Suche nach etwas Festem. Natürlich ist das typabhängig.
Jedoch glaube ich dass in jüngeren Frauen viele Frauen da noch offener sind als mit ü30. Auch wegen der biologischen Uhr und evt. Kinderwunsch.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

knopper hat geschrieben: ↑02.07.2024, 21:13 Bei gleichaltrigen Frauen habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass sie nun schon etwas Ernstes und keine Lust haben auf lockere Sachen, auf eine F+ oder kurze Affären. Kann ich ja auch voll verstehen, wenn man das alles schon mal hatte.

Bei "nur" normaler Sympathie wäre ich durchaus für eine F+ zu haben und dass man sich ab und zu ,mal trifft es kann ja dann immer noch mehr draus werden...nur das wollen die meisten eben gar nicht oder nicht mehr.
Bist du dir denn sicher, dass diese Frauen früher lockere Sachen gehabt haben? Ich glaube eher, das ist eine Grundeinstellung, ob man nach einer Beziehung Ausschau hält oder lockere Sachen sucht. Die Mehrheit der Frauen in meinem Freundes- und Familienumfeld suchen oder haben eine Beziehung und sind eher traurig oder enttäuscht, wenn sie abgeschossen werden, weil Mann weiter ziehen will.
Ob man dann auch heiratet oder lieber als Paar zusammenlebt, muss die Zeit zeigen.

Kann es sein, dass du die Kennenlernphase als Freundschaft+ bezeichnest? In der Kennenlernphase trifft man sich am Anfang nicht täglich, unternimmt was, hat Sex ... lernt sich eben kennen. Diese Zeit bezeichnen die meisten nur nicht als Freundschaft+, sondern als Kennenlernen. Entweder man merkt dabei, dass man nicht wirklich zusammen passt und trennt sich oder geht eine Beziehung ein, zieht zusammen, erlebt den Alltag miteinander. Und auch da fällt irgendwann die Entscheidung - man bleibt zusammen oder trennt sich. Und wenn es zu nahezu 100% passt, kann man gerne heiraten, wenn beiden danach ist.

Nur eine Freundschaft+ suchen meines Erachtens die wenigsten Frauen, egal wie alt. Das könnte ich mir eher noch bei älteren Frauen vorstellen, die verheiratet waren und bereits große Kinder haben.
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"Du MUSST dich verändern"

Beitrag von Zuya Hiyaye »

Viele Menschen machen sehr oft den Fehler, anderen vorzuwerfen, sie würden den Fehler bei anderen suchen und nicht bei sich selber.
Manchmal bringen sie den Begriff Fehler auch ins Spiel, wenn es in Wirklichkeit um ein anderes Thema geht. Z.B. wie in diesem Thread um Veränderungen oder die pauschale Aufforderung sich verändern zu müssen.
Oft verraten sie dabei unter dem Vorwand anderen helfen zu wollen eher ihre eigenen egoistischen und narzisstischen Bedürfnisse.
"Du bist falsch und musst dich ändern. Ich bin richtig und habe mich schon geändert."

Ich habe bei "Kurzgesagt" auf YouTube Tube dieses Video gefunden "So krempelst du dein Leben um!", dass in meinen Augen zum Thema Veränderung wesentlich mehr und hilfreicheres sagt, als die pauschale Aufforderung: "Du musst dich verändern"
Ausgangspunkt ist, dass ich mich verändern will. Und eben nicht soll.
Sehr gut auch herausgearbeitet (Trotz der verkürzten Darstellung, das liegt aber an dem Format 'Kurzgesagt'), der Unterschied zwischen willkürlicher Veränderung und geplanter Veränderung.
Sehr gut auch, -auch wenn ich fürchte, dass das übersehen wird-, dass die Ziele realistisch und erreichbar sein müssen.

Ich werde attraktiver für Frauen, ist kein realistisches messbares Ziel.
Ich werde öfter soziale Situationen aufsuchen bzw. mit Menschen zusammenkommen, dagegen schon.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑06.07.2024, 20:00 Kann es sein, dass du die Kennenlernphase als Freundschaft+ bezeichnest? [...]
hm ja gut möglich. Aber so weit war ich ja noch nie. Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen dass die reine Kennenlernphase ohne Sex abläuft und man dann irgendwann zusammen ist. Wie sich genau eine Beziehung entwickelt, dass weiß ich als AB eben nicht.
Natürlich ist es schön, wenn man dann zusammenbleibt und aus etwas Lockerem eben irgendwann was Festes wird.
Bei den Frauen die ich bisher getroffen habe hatte ich nur den Eindruck das ich mich da relativ früh festlegen soll also ihr ehrlich sagen soll ob ich eine Beziehung mit ihr will oder eben nur was Lockeres...und darauf hatten sie eben keine Lust.
Natürlich kann ich mich da nicht sofort festlegen und hab dann lieber nein gesagt.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑06.07.2024, 20:00 Nur eine Freundschaft+ suchen meines Erachtens die wenigsten Frauen, egal wie alt. Das könnte ich mir eher noch bei älteren Frauen vorstellen, die verheiratet waren und bereits große Kinder haben.
ja richtig. Das ist wohl auch eines der größten Unterschiede zwischen Männern und Frauen. :D
Zuya Hiyaye hat geschrieben: ↑07.07.2024, 08:01 Ich werde attraktiver für Frauen, ist kein realistisches messbares Ziel.
Ich werde öfter soziale Situationen aufsuchen bzw. mit Menschen zusammenkommen, dagegen schon.
ja das sowieso.
Obwohl ich mich z.b immer noch dabei erwische diese sozialen Strukturen / Aktivtäten eben nur aufzusuchen um eben eine Frau kennenzulernen und den Rest der Zeit doch ganz gern allein bin.
Zuviel "Gewusel" um mich rum reibt mich innerlich auf und ich fühle mich eher schlecht. Es fühlt sich an wie ein Dauerreiz, das war aber schon immer so.
Aber anders geht es eben auch nicht. Frauen sind nun mal allgemein die sozialeren Wesen und daher ist eine Einzelgängerin eher selten anzutreffen.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 08.07.2024, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Skyscraper »

Strange Lady hat geschrieben: ↑03.07.2024, 08:29 Ich komme immer mehr zu dem Schluss, dass die größte Blockade ist einer Idee von "so hat es zu sein" nachzueifern. [...]
Stimme ich voll zu…Eine Beziehung ist mehr als die Summe seiner Teile!!! Dieses „Mehr“ ist das entscheidende, die gemeinsame Arbeit, die gemeinsame Entwicklung an diesem „Mehr“ ist die Beziehung im engeren Sinne, mit der Betonung auf „gemeinsame“.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 10.07.2024, 09:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Henrietta »

knopper hat geschrieben: ↑08.07.2024, 13:26
hm ja gut möglich. Aber so weit war ich ja noch nie. Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen dass die reine Kennenlernphase ohne Sex abläuft und man dann irgendwann zusammen ist.
Und ich glaube, dass es bei vielen Menschen genau so nicht ist.
Steht jetzt Glaubenssatz gegen Glaubenssatz:-)
Ich denke, viele Menschen, die zusammen kommen, sind sich zu Beginn auch nicht sicher, ob es wirklich passt oder nicht. Sie probieren aus, meist natürlich mit der Hoffnung verbunden, dass es passt und hält.
Bei vielen steht Sex ganz am Anfang, um zu schauen, ob es auch auf dieser Ebene "passt". Denn wenn nicht, dann muss man ggf. gar nicht weiter machen. Manche sind auch noch gar nicht richtig verliebt zu dem Zeitpunkt, sondern empfinden nur eine vage Anziehung oder ein erstes Interesse und hoffen, dass sie es dann aber werden im Verlauf und nach dem Sex.
Ich verstehe diese Reihenfolge auch nicht, höre es aber so immer wieder von anderen.

Wenn jemand schon Beziehungen hatte und theoretisch auch weiß, was er nicht will (so wie du es in einer anderen Antwort geschrieben hast), heißt dies im Umkehrschluss aber auch noch lange nicht, dass diese Person sich dann auch wirklich einen Parter sucht, der bedient, was sie eigentlich will und braucht. Viele bleiben auch in ihren Mustern gefangen und suchen sich immer wieder die falschen Partner, obwohl sie eigentlich aus Erfahrung wissen sollten, dass diese ihnen nicht gut tun und es nicht langfristig funktionieren wird.
Ich habe eine Arbeitskollegin, schon etwas älter und sehr erfahren. Sie verliebt sich immer wieder in verheiratete Männer und dann gibt es immer wieder Drama. Aktuell erwidert derjenige ihre Schwärmerei nicht, weil ja verheiratet (gab auch schon andere...) sie leidet sehr. Trotz ihrer Erfahrung sucht sie sich nicht diejenigen Männer, die frei und zu haben sind und zu ihr passen.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

knopper hat geschrieben: ↑08.07.2024, 13:26 Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen dass die reine Kennenlernphase ohne Sex abläuft und man dann irgendwann zusammen ist.
Natürlich ist es schön, wenn man dann zusammenbleibt und aus etwas Lockerem eben irgendwann was Festes wird.
Wenn mir damals einer was beim Onlinedating von Freundschaft+ schrieb, hatte er schon verloren, denn ich suchte nicht nur Sex, was für mich eine Freundschaft+ ausmacht. Beim Kennenlernen ist Sex ein Teil von allem - gemeinsame Unternehmungen gehören genauso dazu. Damit ist eine Freundschaft+ keine Vorstufe für eine Beziehung.

Wenn du tatsächlich nur Sex suchst, hast du richtig reagiert. Wenn du aber nicht nur Sex suchst und grundsätzlich auch den Menschen kennenlernen willst, mit ihr was unternehmen willst und wenn es passt, eine Beziehung eingehen würdest, hast du dich selbst ins Aus geschossen.

Ob eine Kennenlernphase Sex enthält oder nicht, ist unterschiedlich. Mit meinem ersten Freund war ich erst zusammen und hatte dann Sex mit ihm. Mit den beiden anderen Männern nach ihm hatte ich während der Kennenlernphase auch Sex - zu einer Beziehung ist es jeweils nicht gekommen. Für die Mehrheit gehört meines Erachtens Sex in der Kennenlernphase dazu, aber dennoch ist es die Entscheidung jedes Einzelnen bzw jedes Paares.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

knopper hat geschrieben: ↑08.07.2024, 13:26 hm ja gut möglich. Aber so weit war ich ja noch nie. Ich bin eigentlich immer davon ausgegangen dass die reine Kennenlernphase ohne Sex abläuft und man dann irgendwann zusammen ist. Wie sich genau eine Beziehung entwickelt, dass weiß ich als AB eben nicht.
Mittlerweile bin ich ja der Ansicht, dass auf dem Weg in eine feste Beziehung auch das Kennenlernen der sexuellen Kompatibilität gehört.
Sex ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung –zumindest für mich-, von daher muss auch dieser Bestandteil für mich passen. Gibt es da zu viele Abweichungen oder eine Diskrepanz in den Präferenzen, muss ich mir zwangsläufig die Fragen stellen: Kann und will ich unter diesen Umständen eine mögliche dauerhafte Beziehung aufrechterhalten? Inwieweit und in welcher Form bin ich bereit ggfs. Kompromisse zu schließen, die mich dennoch in der Beziehung glücklich werden lassen können?
Von daher entwickelt sich für mich eine Beziehung auch mit einem sexuellen Bestandteil.

Zwei Beispiele:
Ich hatte mal einen Freund / Partner in den ich total verliebt war, weil ich mit ihm viele Gemeinsamkeiten geteilt habe, wie z.B. gemeinsame Hobbies, Werte und Normen, Zukunftspläne, tolle Gespräche die wir führen konnten. Nur in sexueller Hinsicht passte es nicht. Er war in seinem Verhalten sehr dominant und egoistisch. Seine Bedürfnisbefriedung zählte und seine Art dorthin zu gelangen. Ich blieb diesbezüglich sehr oft auf der Strecke. Anfangs habe ich gedacht, dass dies Startschwierigkeiten sind, wir uns erst mal aufeinander einstellen und uns einspielen müssen, dann wird das mit der Zeit schon.
Nach einem Jahr habe ich die Beziehung beendet, da sich herausstellte, dass er nicht bereit war mir in diesem Bereich entgegen zu kommen. Bei allen Gefühlen die ich für ihn hatte, war mir klar, dass ich dennoch irgendwann immer unzufriedener werden würde.

Anderseits habe ich einen Mann kennengelernt, mit dem ich zwar sexuell absolut kompatibel bin. Wir aber in allen anderen Bereichen überhaupt nicht zusammenpassen und daher eine partnerschaftliche Beziehung für uns niemals in Frage kommt. Für uns beide ist das unvorstellbar. Insofern pflegen wir, wenn wir ohne Beziehungspartner sind, eine tolle F+.

knopper hat geschrieben: ↑08.07.2024, 13:26 Bei den Frauen die ich bisher getroffen habe hatte ich nur den Eindruck das ich mich da relativ früh festlegen soll also ihr ehrlich sagen soll ob ich eine Beziehung mit ihr will oder eben nur was Lockeres...und darauf hatten sie eben keine Lust.
Natürlich kann ich mich da nicht sofort festlegen und hab dann lieber nein gesagt.
Haben die Frauen das genauso gefragt?
Es gibt mE nämlich einen gewaltigen Unterschied, ob die Frage nach Beziehung an eine konkrete Person geknüpft oder ob die Frage nach Beziehung genereller Natur ist. Also die Frage „Kannst du dir Beziehung grundsätzlich vorstellen oder doch nur stets etwas Lockeres?“

Wenn mich ein Mann nach zwei, drei oder vier Dates fragt „Willst du eine Beziehung mit mir?" Dann würde ich ihm antworten, „Das weiß ich jetzt noch nicht, da ich dich einfach noch zu wenig kenne. Was ich aber weiß, ist, dass ich grundsätzlich schon eine Beziehung möchte und ich dieser abgeneigt bin. Wenn wir uns erst besser kennengelernt haben, dann kann ich dir auch deine Frage beantworten, ob ich mir eine Beziehung mit dir vorstellen kann.“

Mit diesen Informationen kann mein Gegenüber nun entscheiden, ob er einem weiteren Kennenlernen eine Chance geben möchte oder ob ihm das zu wenig ist. Wenn er mir dann einen Korb gibt, dann kann ich prima damit leben, weil ich mir und meinen Grenzen treu geblieben bin.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

Serendipity hat geschrieben: ↑16.07.2024, 10:39 Was ich aber weiß, ist, dass ich grundsätzlich schon eine Beziehung möchte und ich dieser abgeneigt bin.
Das muss natürlich "nicht abgeneigt" heißen. ;)
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑15.07.2024, 17:56 Wenn du aber nicht nur Sex suchst und grundsätzlich auch den Menschen kennenlernen willst, mit ihr was unternehmen willst und wenn es passt, eine Beziehung eingehen würdest, hast du dich selbst ins Aus geschossen.
nun ja das möchte ich immer. Ich kann mich beim besten Willen nicht in diese Denke hineinversetzen eine Frau nur auf das äußerliche reduzieren und sie wirklich nur als Sexobjekt zu sehen. Gemeinsame Aktivitäten gehören daher auf jeden Fall dazu, ja.

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑15.07.2024, 17:56 Ob eine Kennenlernphase Sex enthält oder nicht, ist unterschiedlich. Mit meinem ersten Freund war ich erst zusammen und hatte dann Sex mit ihm. Mit den beiden anderen Männern nach ihm hatte ich während der Kennenlernphase auch Sex - zu einer Beziehung ist es jeweils nicht gekommen. Für die Mehrheit gehört meines Erachtens Sex in der Kennenlernphase dazu, aber dennoch ist es die Entscheidung jedes Einzelnen bzw jedes Paares.
ja es läuft eben mal so und mal so.
Gleich Sex beim 1. Kennenlernen muss ja nun wirklich nicht sein und ich denke das möchten auch die wenigsten Frauen.
Problem bei mir ist auch dass noch nie zu einem 2.Date kam, ich also bisher immer beim 1. stecken geblieben bin.
Mir fehlen also sämtliche Erfahrungen des Kennenlernprozesses und das wird je älter man wird sicher zum Problem.... :cry:

Serendipity hat geschrieben: ↑16.07.2024, 10:39 Haben die Frauen das genauso gefragt?
Es gibt mE nämlich einen gewaltigen Unterschied, ob die Frage nach Beziehung an eine konkrete Person geknüpft oder ob die Frage nach Beziehung genereller Natur ist. Also die Frage „Kannst du dir Beziehung grundsätzlich vorstellen oder doch nur stets etwas Lockeres?“

ja das wollten sie meist so wissen und haben das auch so gefragt.
Natürlich will ich eine Beziehung aber eben auch nicht so fest und "endgültig" wie sich das Frauen in meinem Alter evt. wünschen. Viele wollen mit Ende 30 eben keine großen Experimente mehr und hier Klarheit und da habe ich als AB, der ja von nix Ahnung hat, natürlich das Nachsehen.
Mit Ende 20, Anfang 30 mag das noch ganz anderes aussehen, nur die Chance hab ich verpasst und jünger wird man ja leider nicht.

Ich gebe aber die Hoffnung dennoch nicht auf und denke dass ich es schon noch irgendwie "schaffen kann" mein restliches Leben eben nicht als AB zu verbringen sondern in einer glücklichen Partnerschaft, auch wenn natürlich keine große Chance mehr besteht.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

knopper hat geschrieben: ↑18.07.2024, 23:33 Natürlich will ich eine Beziehung aber eben auch nicht so fest und "endgültig" wie sich das Frauen in meinem Alter evt. wünschen.
...
Ich gebe aber die Hoffnung dennoch nicht auf und denke dass ich es schon noch irgendwie "schaffen kann" mein restliches Leben eben nicht als AB zu verbringen sondern in einer glücklichen Partnerschaft, auch wenn natürlich keine große Chance mehr besteht.
Hä? ... Wie? ... Was? ... Jetzt bin ich einigermaßen verwirrt!
Du wünschst dir eine Beziehung und dann auch irgendwie nicht und du räumst dir dann auch noch geringe Chancen ein das zu bekommen, was du eventuell gar nicht willst. :verwirrt:

Vielleicht sollten wir zunächst einmal feststellen, was unter man unter "fest" und "endgütig" verstehen kann.
Nun aus meiner eigenen -wobei ich jedoch denke, das ich damit nicht alleine bin- weiblichen Position würde ich eine Beziehung dann als fest bezeichnen, wenn sie einen gewissen Grad an Exklusivität angenommen hat. Will meinen, ich fühle mich in der Gegenwart des anderen wohl und möchte diese nicht mehr missen. Man macht gemeinsame Pläne wie Zeit miteinander verbracht werden kann. Es stellen sich Gefühle ein, die über die erste Verliebheit hinausgehen bzw. die Verliebheit intensiviert sich. Der Grad der Kommunikation über Erwartungen, Bedürfnisse und Wünsche ist verbindlicher geworden. Die gegenseitige Akzeptanz hat zugenommen. Der Wunsch nach und der Austauch von Intimitäten ist auf diese eine Person beschränkt. Aus diesem Grund gebe meine Suche nach einem potentiellen Partner auf, da ich der Ansicht bin diesen gefunden zu haben.
Der Übergang vom reinen Kennenlernen in eine Beziehung ist fließend und lässt sich nicht an einem Zeitpunkt festmachen. Irgendwann hat man einfach das Gefühl in einer Beziehung zu sein bzw. man weiß es einfach. Allerdings muss man zur dieser Exklusivität bereit sein ud sich darauf einlassen wollen.
Ob es auch etwas Dauerhaftes ist und bleibt, wird sich mit der Zeit heraustellen. Als endgültig würde ich eine Heirat bezeichnen.


Wenn du diese Art von Beziehung nicht willst, was dann? Etwas Lockeres und Unverbindliches?
Eher etwas in Richtung Frendschaft oder optimalerweise Friends with Benefits.
Wenn dem so wäre, dann ist das auch okay. Nur dann sei dir und auch den Frauen gegenüber ehrlich. Kommuniziere das entsprechend und rede nicht davon, das du eine "übliche" Beziehung oder Partnerschaft möchtest.

knopper hat geschrieben: ↑18.07.2024, 23:33 ... und da habe ich als AB, der ja von nix Ahnung hat, natürlich das Nachsehen.
Mit Ende 20, Anfang 30 mag das noch ganz anderes aussehen, nur die Chance hab ich verpasst ...
:gruebel: Darf ich mal fragen wie dann dein AB-Status "AB-Vergangenheit" zu verstehen ist?
Zuletzt geändert von Serendipity am 19.07.2024, 21:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Serendipity hat geschrieben: ↑19.07.2024, 21:13 Vielleicht sollten wir zunächst einmal feststellen, was unter man unter "fest" und "endgütig" verstehen kann. [...]
mit fest meinte ich, dass man weiß was man will und nun eben eine Beziehung sucht die erstmal dauerhaft ist und nicht nur 2 oder 3 Jahre dauert oder so.
Weiterhin dass man dazu bereit sein Leben auf diese Beziehung auszurichten bzw. umzukrempeln, gerade der Punkt fällt mir aber als AB schwer da ich mich ja schon voll auf das Single-Leben eingerichtet habe. Mein Altag läuft ja seit 20 Jahren so ab.
Serendipity hat geschrieben: ↑19.07.2024, 21:13 Wenn du diese Art von Beziehung nicht willst, was dann? Etwas Lockeres und Unverbindliches? [...]
schwer zu beschreiben. Halt sowas was normalerweise Teenager oder junge Menschen in den 20ern haben wenn sie sich ausprobieren, also eine Art Nachholeffekt. Ist mir klar, dass das mit Frauen in meinem Alter natürlich nur schwer machbar ist.

Ich würde schon sagen Beziehung, aber nicht so sehr eingeengt, heißt nicht gleich zusammenziehen oder gleich ganz viele gemeinsame Unternehmungen. Das würde bei mir mit Sicherheit nach hinten losgehen....
Serendipity hat geschrieben: ↑19.07.2024, 21:13 :gruebel: Darf ich mal fragen wie dann dein AB-Status "AB-Vergangenheit" zu verstehen ist?
gar nicht :D Hab ich soeben geändert. Von wirklicher Vergangenheit kann man nicht reden. Ich würde sagen aktuell eher noch halb HC-AB.
1 Intime Erfahrung und ca. 10 Dates ohne 2. Date, das ist alles.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 21.07.2024, 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitatstellen gekürzt.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

knopper hat geschrieben: ↑18.07.2024, 23:33 Gleich Sex beim 1. Kennenlernen muss ja nun wirklich nicht sein und ich denke das möchten auch die wenigsten Frauen.
Problem bei mir ist auch dass noch nie zu einem 2.Date kam, ich also bisher immer beim 1. stecken geblieben bin.
Mir fehlen also sämtliche Erfahrungen des Kennenlernprozesses und das wird je älter man wird sicher zum Problem.... :cry:
Auch wenn ich noch nie Sex beim 1. Treffen hatte, würde ich es für mich nicht zu 100% ausschließen, aber dennoch würde ich sagen, ich bin nicht der Typ dafür. Ich bin beim 1. Treffen auch viel zu neutral. Da ist noch keine intime Spannung.

Du möchtest eine Beziehung, aber nicht so fest und endgültig ... wie ist das zu verstehen? Und welche Experimente meinst du?
Endgültig ist überhaupt nichts, selbst eine Ehe nicht. Lebt man sich auseinander, hat man überhaupt keine Gefühle mehr füreinander, dann sollte man sich trennen.

Wie sieht für die eine Beziehung aus?
Zuletzt geändert von Kolinatan am 21.07.2024, 21:36, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑21.07.2024, 12:01
Auch wenn ich noch nie Sex beim 1. Treffen hatte, würde ich es für mich nicht zu 100% ausschließen, aber dennoch würde ich sagen, ich bin nicht der Typ dafür. Ich bin beim 1. Treffen auch viel zu neutral. Da ist noch keine intime Spannung.
ja bin ich eigentlich auch nicht.
Wenn es allerdings total knistert, und sie es will wäre ich als Mann der letzte der dann den Sex ablehnt :D das muss ich schon zugeben. Da bin ich doch schon mehr Mann als AB. :lol:
Aber was ich niemals könnte ist die Frau soweit zu bearbeiten das es schließlich zum Sex kommt, obwohl sie es gar nicht will. Das liegt mir eigentlich völlig fern.

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑21.07.2024, 12:01 Du möchtest eine Beziehung, aber nicht so fest und endgültig ... wie ist das zu verstehen? Und welche Experimente meinst du?
Endgültig ist überhaupt nichts, selbst eine Ehe nicht. Lebt man sich auseinander, hat man überhaupt keine Gefühle mehr füreinander, dann sollte man sich trennen.
Ich meine das bezogen darauf, dass man eben ab einem bestimmten Alter weiß was man will und nicht gleich bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Beziehung vielleicht wieder beendet. Mit Gelegenheit meine ich eine "Alternative" sprich eine andere Frau die man anziehender findet und deshalb die Partnerin verlässt.
Gerade das ist ja als AB, der vielleicht gerade auf den "Geschmack gekommen" ist, nicht unwahrscheinlich.
Ich tue mich jedenfalls sehr schwer mit dem Gedanken gleich fest in eine Beziehung zu gehen, für immer sozusagen, bevor ich mich doch nicht wenigstens etwas "ausprobiert" habe. Muss ich so zugeben.

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑21.07.2024, 12:01 Wie sieht für die eine Beziehung aus?
ja, das weiß ich eben nicht so genau.
Ich habe nur das klassische Bild im Kopf, man ist irgendwann zusammen, unternimmt gemeinsame Aktivitäten, zieht evt. zusammen, hält Händchen, ist über beide Ohren verliebt und teilt nach außen mit dass man eben eine feste Freundin hat...falls jemand fragt.
Das mag alles ziemlich naiv klingen, aber mir fehlt halt die Erfahrung. :D
Dass was ich weiß ist nur das was ich bei anderen so sehe.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

knopper hat geschrieben: ↑20.07.2024, 02:30 mit fest meinte ich, dass man weiß was man will und nun eben eine Beziehung sucht die erstmal dauerhaft ist und nicht nur 2 oder 3 Jahre dauert oder so.
Es ist immer gut zu wissen was man will und sollte Grundvoraussetzung sein, bevor man mit der Suche beginnt.

Hmm, ich bin bis dato eigentlich davon ausgegangen, dass eine Beziehung immer dauerhaft sein sollte und nicht mit einem vorherigen Ablaufdatum versehen sein. Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann mit dem Wunsch, dass dies die letzte im Leben ist. Da ich aber nicht weiß was in der Zukunft geschehen wird, kann es nun mal passieren, dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht. Aber es ist allemal besser eine Beziehung nur 2 oder 3 Jahre zu führen, als überhaupt nicht.
Wie sonst soll man erfahren was Beziehung bedeutet, was es heißt sich auf einen anderen Menschen einzulassen und wie es sich anfühlt?

Ich verstehe ehrlich gesagt dieses Ganz-oder-Gar-Nicht-Denken nicht. Es gibt doch keine Garantie auf immer und ewig. ABs beklagen sich in der Regel darüber, dass sie so unerfahren sind und deswegen wohl nur geringe Chancen haben das auch in Zukunft zu ändern. Nur wo soll denn die Erfahrung herkommen wenn man nicht bereit ist auch mal das Risiko einzugehen das es schiefgehen könnte.

Anders sieht es aus, wenn man nicht der Ansicht ist, dass es von Dauer sein wird, weil man nicht das Gefühl hat den richtigen Menschen gefunden haben. Wenn man also sowieso davon ausgeht, dass die ganze Sache zeitlich begrenzt ist. Dann wäre es dem anderen gegenüber nicht fair, wenn man diese Zweifel nicht äußerst. Sondern stattdessen den anderen nur als Versuchsballon missbraucht solange es gutgeht.
knopper hat geschrieben: ↑20.07.2024, 02:30 Weiterhin dass man dazu bereit sein Leben auf diese Beziehung auszurichten bzw. umzukrempeln, gerade der Punkt fällt mir aber als AB schwer da ich mich ja schon voll auf das Single-Leben eingerichtet habe. Mein Altag läuft ja seit 20 Jahren so ab.
Ich fürchte jetzt muss ich dich mal ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückholen!
Wenn du nicht bereit bist etwas in deinem Leben zu ändern und dich von deinem eingefahrenen Trott zu verabschieden, dann wird das nix mehr. Dir sollte doch klar sein, dass so wie du das Beziehungsthema und alles was damit in Zusammenhang steht bisher angegangen bist, nicht von dem gewünschten Erfolg gekrönt war. Warum sollte sich also in Zukunft etwas daran ändern, wenn du genauso weitermachst wie bisher. Du musst dich im Fall der Fälle schon aus deiner Komfortzone heraus bewegen.
knopper hat geschrieben: ↑20.07.2024, 02:30 schwer zu beschreiben. Halt sowas was normalerweise Teenager oder junge Menschen in den 20ern haben wenn sie sich ausprobieren, also eine Art Nachholeffekt. Ist mir klar, dass das mit Frauen in meinem Alter natürlich nur schwer machbar ist.
Noch etwas Unangenehmes: Du kannst verlorene / vergangene Zeit nicht nachholen!
Auch nicht deine Teenager- oder Twenzeit und wenn du es versuchst, dann verschreckst du natürlich die Frauen in deinem Alter. Denn diese Frauen suchen einen Mann der sich auch seinem Alter entsprechend verhält. Die Zeiten in denen sie sich mit einem Teenager oder Twens beziehungsmäßig auseinander gesetzt haben, haben sie hinter sich gelassen. Wenn sie nicht das Gefühl und den Eindruck haben es mit einem erwachsenen* und reifen* Mann zu tun zu haben, dann wundert es mich nicht wirklich, dass es nicht mit einem 2. Date klappt. Von daher akzeptiere, dass du bisher vieles versäumt hast und nimm deine Vergangenheit an, denn die lässt sich nun mal nicht mehr ändern.

Wenn du dich noch ausprobieren möchtest, dann musst du deine Zielgruppe ändern.

[Ironie an]Fraglich ist nur, ob junge Frauen dir ihre Gunst erweisen weil sie dich für einen Sugar-Daddy halten oder eine Cougar-Dame jenseits der Menopause einem sexuellen Frischling noch Nachhilfe erteilen wollen. :lol: [/Ironie aus]

* was nicht zwangsläufig gleichzusetzen ist mit sexuell und beziehungserfahren
knopper hat geschrieben: ↑20.07.2024, 02:30 Ich würde schon sagen Beziehung, aber nicht so sehr eingeengt, heißt nicht gleich zusammenziehen oder gleich ganz viele gemeinsame Unternehmungen. Das würde bei mir mit Sicherheit nach hinten losgehen…
Das ist etwas, was frühzeitig kommuniziert werden muss. Dann kann der andere entscheiden, ob er unter diesen Voraussetzungen weiter machen möchte. Wenn nicht, dann musst du es akzeptieren.
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Beitrag von knopper »

Serendipity hat geschrieben: ↑23.07.2024, 18:33
Hmm, ich bin bis dato eigentlich davon ausgegangen, dass eine Beziehung immer dauerhaft sein sollte und nicht mit einem vorherigen Ablaufdatum versehen sein. Wenn ich eine Beziehung eingehe, dann mit dem Wunsch, dass dies die letzte im Leben ist. Da ich aber nicht weiß was in der Zukunft geschehen wird, kann es nun mal passieren, dass dieser Wunsch nicht in Erfüllung geht.
naja natürlich gehe ich mit diesem Wunsch daran. Es wäre aber dann die 1. und die letzte im Leben und diese Sicherheit habe ich bei den Frauen nie gespürt, also von meiner Seite aus.
Wenn ich allerdings merke dass es die richtige Frau ist...und da vertraue ich meist meinem Bauchgefühl, natürlich wäre es dann auch für mich dauerhaft. Es war bisher aber leider keine Frau dabei wo ich das so gespürt habe...erst recht nicht bei den 1. "Smalltalk-Dates".
Neutral, kühl und nach dem Date stets die Stimmung, dass es wohl "nicht reicht und nicht passt."
Serendipity hat geschrieben: ↑23.07.2024, 18:33 Ich fürchte jetzt muss ich dich mal ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückholen!
Wenn du nicht bereit bist etwas in deinem Leben zu ändern und dich von deinem eingefahrenen Trott zu verabschieden, dann wird das nix mehr. Dir sollte doch klar sein, dass so wie du das Beziehungsthema und alles was damit in Zusammenhang steht bisher angegangen bist, nicht von dem gewünschten Erfolg gekrönt war. Warum sollte sich also in Zukunft etwas daran ändern, wenn du genauso weitermachst wie bisher. Du musst dich im Fall der Fälle schon aus deiner Komfortzone heraus bewegen.
puh ja das ist so eine Sache. Einerseits fällt mir das schwer, also mich umzugewöhnen eben, weil die Strukturen so eingefahren sind aber andererseits möchte ich das auch alles nicht mehr und möchte nicht allein bleiben. Möchte ein normales Leben führen.

Worauf ich allergisch reagieren würde ist nur dieses "Pistole auf die Brust setzen" also eine Frau die von mir verlangt, dass ich mich voll und ganz auf die einstelle…denn wir sind ja jetzt zusammen und jetzt von heute und morgen gleich alles ändere.

Das brauche ich nicht, bin mir aber nicht sicher ob es nicht ohne das geht...
Serendipity hat geschrieben: ↑23.07.2024, 18:33
Noch etwas Unangenehmes: Du kannst verlorene / vergangene Zeit nicht nachholen!
Auch nicht deine Teenager- oder Twenzeit und wenn du es versuchst, dann verschreckst du natürlich die Frauen in deinem Alter. Denn diese Frauen suchen einen Mann der sich auch seinem Alter entsprechend verhält. Die Zeiten in denen sie sich mit einem Teenager oder Twens beziehungsmäßig auseinander gesetzt haben, haben sie hinter sich gelassen. Wenn sie nicht das Gefühl und den Eindruck haben es mit einem erwachsenen* und reifen* Mann zu tun zu haben, dann wundert es mich nicht wirklich, dass es nicht mit einem 2. Date klappt. Von daher akzeptiere, dass du bisher vieles versäumt hast und nimm deine Vergangenheit an, denn die lässt sich nun mal nicht mehr ändern.
ja, das sind ja meine Bedenken als AB. Eine Frau in meinem Alter geht automatisch davon aus dass ich das ebenfalls alles hinter mir habe und nun eben etwas ernsteres Suche.
Dass ich aber, zumindest teilweise, noch auf dem Stand eines Teenagers bin kommt ja den wenigsten in den Sinn. Genau das würde sich aber in einer evt. Beziehung wohl schnell zeigen... und davor hab ich Bedenken.
Auf der anderen Seite muss man ja auch mal anfangen und die 1. Frau muss ein Stück weit "Versuchskaninchen" sein, auch wenn das jetzt böse und schlimm klingt.
Ich kann ja mein Gehirn nicht auf Normalo umprogrammieren und mich dann entsprechend anders (normal) verhalten. :D

Hier wäre vielleicht schon eine Abine oder vielleicht eine Frau mit nur wenig Erfahrung von Vorteil. Ich bilde mir ein, dass da die Erwartungen an mich dann auch nicht so hoch sind.
Serendipity hat geschrieben: ↑23.07.2024, 18:33 Das ist etwas, was frühzeitig kommuniziert werden muss. Dann kann der andere entscheiden, ob er unter diesen Voraussetzungen weiter machen möchte. Wenn nicht, dann musst du es akzeptieren.
ja das sowieso.
Gerade Zusammenziehen ist so eine Sache....da muss es wirklich rund laufen und alles passen.
Wenn dann evt. noch ein Kind mit dabei ist, wie ja mittlerweile bei einigen Frauen in meinem Alter, sehe ich das noch problematischer. Das kracht irgendwann...obwohl ich mich jetzt nicht als besonders konfrontativer Mensch sehe. Vermutlich eher von ihrer Seite. :D

Aber...das sind alles nur Vermutungen die teilweise auf Beobachtungen anderer basieren. Ich bin ja nicht andere. :D
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Kolinatan »

knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 08:26 Es war bisher aber leider keine Frau dabei wo ich das so gespürt habe...
Wie sollte es auch? Gefühle entstehen nicht von allein. Wenn Menschen so etwas wie "Liebe auf den ersten Blick" erleben, glauben sie zumeist daran, bevor ihnen dies erstmals passiert.

Du bist davon überzeugt, dass Du kein reifer Partner für eine Frau sein kannst und unreif bist. Du hast keine klaren Vorstellung, warum Du eine Beziehung möchtest und was in Deinem Leben dann anders wäre. Du schilderst, dass Du in Deinem eingefahrenen Trott festhängst und von Dir aus keine Änderung angehst und bereits jetzt jede Veränderungserwartung ablehnst, welche von außen ggf. an Dich herangetragen würde.

Du bist gefangen zwischen Deinen Hoffnungen und Sehnsüchten sowie Deinen verhindernden Glaubenssätzen, welche Du Dir wiederholt erzählst.

Wenn Du ein anderes Leben willst, dann lebe ein anderes Leben. Wenn Du eine Beziehung möchtest, sei bereit Dich auf eine Beziehung einzulassen. Du magst Zeit versäumt haben, um Dinge zu erleben. Es gibt allerdings Abkürzungen, denn es gibt Menschen, welche aus den Erfahrungen und Erlebnissen anderer lernen können. Sie können aus den Schilderungen und Geschichten anderen Menschen für sich selbst entscheiden, oh sie dies in ihrem Leben haben möchten oder nicht. Solange Du allerdings an dem Glauben festhältst, dass es ein bestimmtes Zeitfenster gab, für bestimmte Erlebnisse und alles was danach kommt nur möglich ist, wenn etwas bestimmtes durchlebt wurde, wirst Du diesen Graben kaum überwinden.

Wenn Du sagst, dass die Frauen auf Dich kühl und neutral gewirkt haben, wie viel Emotion und Begeisterung hast Du ihnen entgegen gebracht? War es ein Abend, an welchem ihr zusammen gelacht habt? Welche Verbindung ist entstanden und was hast Du riskiert? Natürlich ist es immer möglich auch etwas zu erleben, was den eigenen Glaubenssätzen widerspricht. In der Regel erleben wir sogar jeden Tag etwas, was nicht unseren Vorstellungen entspricht. Nur sorgen unsere Filter dafür, dass wir es nicht bemerken. Dein Gehirn ist sehr gut darin, Dir die Welt nur so zu zeigen, wie sie Deiner Vorstellung entspricht. Es gibt keine Frauen in Deinem Alter, welche etwas lockeres suchen und einfach ein wenig Spaß haben wollen? Entsprechend wirst Du sie übersehen.
:se-vulcan+: Lebe lang und in Frieden.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 08:26Wenn ich allerdings merke dass es die richtige Frau ist...und da vertraue ich meist meinem Bauchgefühl, natürlich wäre es dann auch für mich dauerhaft. Es war bisher aber leider keine Frau dabei wo ich das so gespürt habe...erst recht nicht bei den 1. "Smalltalk-Dates".
Neutral, kühl und nach dem Date stets die Stimmung, dass es wohl "nicht reicht und nicht passt."
Ist das nicht auch ein wenig zu viel verlangt für ein 1. „Smaltalk-Date“? :gruebel:
Was ich im Laufe der Jahre festgestellt habe ist, dass ich mich nicht mehr so schnell verliebe wie noch als Teenager oder Twen. Dieses „Hals-über-Kopf-Verlieben“ á la Liebe auf den ersten Blick, kenne ich schon lange nicht mehr von mir. In den letzten 20/25 Jahren habe ich mich eigentlich immer eher schleichend verliebt.

Daher schreibe ich einen Dating-Partner und / oder eine potentielle Beziehung auch nicht nach dem ersten Date ab, wenn es da noch keine Schmetterlinge im Bauch gibt. Ausnahme: Das Date war so unterirdisch, dass ich mich in dessen Gegenwart absolut unwohl gefühlt habe. Ansonsten sollte zumindest ein zweites oder drittes Date für mehr Klarheit in Bezug auf „passt oder passt nicht“ sorgen.
Ich finde so viel Zeit sollte schon sein, um sich selbst oder ab er dem Date-(Partner) eine Chance zu geben.
knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 08:26 Worauf ich allergisch reagieren würde ist nur dieses "Pistole auf die Brust setzen" also eine Frau die von mir verlangt, dass ich mich voll und ganz auf die einstelle…denn wir sind ja jetzt zusammen und jetzt von heute und morgen gleich alles ändere.

Das brauche ich nicht, bin mir aber nicht sicher ob es nicht ohne das geht...
Ehrlich? … Wenn eine Frau* einem Mann die Pistole auf die Brust setzt und verlangt!, dass man sich von jetzt auch gleich und auch noch voll und ganz auf sie einstellt, dann ist nicht sie nicht die Richtige! Und zwar nicht nur nicht die Richtige für dich, sondern grundsätzlich. Denn diese Person hat nicht verstanden, dass es in einer Beziehung nicht nur um die Wünsche und Bedürfnisse einer Person –nämlich ihrer- geht, sondern immer um die von zweien. Außerdem zeigt diese Person mit ihrer Forderung, dass sie nicht nur egoistisch, sondern auch nicht kompromissbereit ist. Kompromissbereitschaft ist jedoch eine elementare Voraussetzung für eine gute/funktionierende Beziehung.

* oder aber auch ein Mann einer Frau
knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 08:26 Dass ich aber, zumindest teilweise, noch auf dem Stand eines Teenagers bin kommt ja den wenigsten in den Sinn. Genau das würde sich aber in einer evt. Beziehung wohl schnell zeigen... und davor hab ich Bedenken.
Es gibt einen Unterschied zwischen dem Erfahrungsstand auf dem Niveau eines Teenagers und dem Verhalten auf dem Niveau eines Teenagers. ;)
knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 08:26 Hier wäre vielleicht schon eine Abine oder vielleicht eine Frau mit nur wenig Erfahrung von Vorteil. Ich bilde mir ein, dass da die Erwartungen an mich dann auch nicht so hoch sind.
Das beruht übrigens auf Gegenseitigkeit. ;)
Auch deine Erwartungen an diese Frau(en) dürfen dann nicht zu hoch sein. Dir muss klar sein, dass auch sie in kritischen Situationen unsicher sein kann und womöglich keine Lösung parat hat.

knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 08:26 Gerade Zusammenziehen ist so eine Sache....da muss es wirklich rund laufen und alles passen.
Deswegen sollte man sich damit genügend Zeit lassen und nichts übers Knie brechen.
Vor allen Dingen gibt es so viele Möglichkeiten das zusammen ziehen / leben im Vorfeld auszutesten, z.B. gemeinsame Wochenenden oder Urlaube. Bis sich irgendwann ganz von selbst die Frage stellt: „Wollen wir zusammen ziehen?“
Weinen ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Gefühlen!

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