Tania hat geschrieben: ↑11.12.2024, 18:10
Dass es eine Vergewaltigung war, war unstrittig, allerdings wurde die relativ kurze Dauer als Argument für eine Verringerung des Strafmaßes genutzt. Ein paar Instanzen später wurde jetzt aber klargestellt, dass das nicht okay ist - allenfalls kann man argumentieren, dass eine lange Dauer ein höheres Strafmaß rechtfertigt.
Puh, da bin ich erleichtert. Ja, den Fall hatte ich auch nicht gut im Gedächtnis - ich hätte da noch einmal recherchieren sollen - total mein Fehler.
Tania hat geschrieben: ↑11.12.2024, 18:10
Wenn jetzt noch die Italiener auf die Idee kommen würden, dass Grapschen auch dann sexuelle Belästigung ist, wenn es nur 10 Sekunden dauert ...
"Nun hat ein Gericht in Rom geurteilt: Da die Berührung nur zwischen fünf und zehn Sekunden gedauert habe, sei der Straftatbestand einer sexuellen Belästigung nicht erfüllt. " (Zitat aus dem Artikel)
Krass. Aber bei uns hat die Gewalt gegenüber Frauen leider auch zugenommen:
https://www.tagesschau.de/inland/gesell ... n-100.html
Was ich schlimm finde - die Frau aus dem Aritkel hat alles getan, um ihren Ex-Partner von sich fern zu halten - aber egal was die Justiz reichte, er war so besessen von der Vorstellung, dass die Frau sein Eigentum ist, dass er sie letztendlich getötet hat. Das ist auch so eine seltsam Vorstellung, dass die Partnerin ihrem Partner gehört - wie so ein Gegenstand.
Tania hat geschrieben: ↑11.12.2024, 18:10
Wenn nicht - also wenn der vom Splitting profitierende Partner seine Steuerersparnis einfach für sich behält, statt damit das gemeinsame Konto zu füllen - kann der weniger verdienende Partner jederzeit wieder in seine Single-Steuerklasse wechseln, und dann entfällt der Splitting-Vorteil.
Schon, aber was ist mit den Jahren in der Steuerklasse? Das Geld bekommt der eine Partner doch dann nicht. Die Jahre ist dann für denjenigen verloren, der sowieso schon weniger verdient hat. Das nachzuholen ist dann schwierig. Ich verstehe es so, dass deswegen viele Frauen im später im höheren Alter verarmen.
OrwellsDaughter hat geschrieben: ↑11.12.2024, 21:15
wobei ich es da tatsächlich schwieriger für die meisten Männer halte - einfach weil deren Erziehung bisher eher darauf erzielte,
... und dann bist du auf einmal ohne Blinker abgebogen. *wusch*
(Auch ein liebes Hallo

)
Vielleicht ist es nicht mehr so plötzlich, wenn ich dir diesen Artikel präsentiere:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/ma ... r-100.html
Hier werden ein paar interessante Aspekte gezeigt. Zum wird da auf die Erziehung von Jungs gezeigt:
Jungs werden eher motiviert, zurückzuschlagen, während Mädchen sich doch bitte zurückziehen sollen.
Oder das Jungs eingebläut wird, dass sie nicht weinen sollen und so den Bezug zu vielen Gefühlen außer der Wut verlieren.
Dann ist da noch die Beobachtung des Neurobiolegen und Hirnforscher Hüther, der aufzeigt, dass Männer nur kein Chromosom X hat und damit mit einer gefühlten Schwäche zur Welt kommen, wodurch sie sich verletztlicher fühlen und was dazu führen könnte, dass sie ein größeres Bedürfnis haben, zuzuschlagen - nach dem Motto: "Erst schlagen, bevor man selbst geschlagen wird."
Das ist aber, wie immer nur auf EINIGE Männer bezogen.
Es ist ja auch auffällig, dass viel mehr Männer sich der rechten Szene zuwenden als Frauen oder sehr viel bereiter sind für Kriege.
OrwellsDaughter hat geschrieben: ↑11.12.2024, 21:15
Mir als Frau tut es manchmal weh, wenn ich lese was hier im Forum teilweise über Männer geschrieben wird. Ich bin zwar ABine und hatte deshalb logischerweise noch keine partnerschaftliche Liebesbeziehung zu einem Mann ... aber es gibt trotzdem Männer (und Jungen) in meinem Leben die ich lieb hab. Mein kleiner Bruder (der schon lange größer ist als ich), mein kleiner Neffe (der noch klein ist), mein Opa (der alt und klein ist) usw. Die haben alle ihr ureigenes Thema mit dem Mann-sein bzw. Mann-werden. Und die packen das, da habe ich überhaupt keine Zweifel.
Ich wll auch gar nicht alle Männer verteufeln. Ich denke auch, dass viele Männer unter der Idealvorstellung, des muskulösen, finanziell erfolgreichen Mann leiden. Wenn du als Mann dieses Ideal nicht erreichst, fühlst dich wahrscheinlich dann als Versager. Zu unrecht natürlich. Aber wir Frauen leiden leider am meisten darunter - viele Männer sehen uns immer noch als das sogenannte schwächere Geschlecht. Das sind wir aber mitnichten.
Hier noch zwei Artikel darüber, welche Rollen Frauen vor Einführung der Agrikultur eingenommen haben:
https://www.nationalgeographic.de/gesch ... rechtigung
Und:
https://www.nationalgeographic.de/gesch ... er-sammler
Im ersteren Artikel wird auch noch erwähnt, dass das Patriachart, sowie es aufgebaut wurde, auch ein Nachteil für "weniger" männliche Männer waren.
OrwellsDaughter hat geschrieben: ↑11.12.2024, 21:15
wenn ich mich richtig erinnere, bist du doch die, die Geschichten mag bzw. sogar selber welche schreibt? Falls ich mich irre bitte gerne verbessern. Ich muss gerade schmunzeln, weil manchmal gibt's Zufälle die sind schon seltsam. Kennst du sowas?
Ja, bin ich, da hast du dich richtig erinnert

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Ich werde mir deine Links auch nochdurchlesen, sobald ich Zeit habe. Heute ist leider schlecht, aber ich wollte den Teil, bei dem du mich persönlich ansprichst jetzt nicht unkommentiert lassen.
OrwellsDaughter hat geschrieben: ↑11.12.2024, 21:15
Ich finde, wir brauchen mehr dieser Geschichtenerzähler und Geschichtenerzählerinnen. Geschichten für Frauen, Geschichten für Männer und ... Geschichten für uns. Und um dieses kleine "uns", dass vielleicht irgendwann einmal zum "wir" werden darf, geht's hier doch eigentlich? Oder was denkst du?
Und dann braucht es ja auch noch die, über die die Geschichten geschrieben werden. Kennst du Ruth Bader-Ginsberg? Die hat gezeigt, dass beide Geschlechter ziemlich schlecht in bestimmten (Herrschafts-)Systemen wegkommen. Diese Geschichten mag ich persönlich am liebsten, weil sich hier beide Seiten begegnen können um gemeinsam den Mist aus der Vergangenheit, der leider noch bis in die Gegenwart stinkt, wegzuschaufeln. Also Arbeit gäbe es eigentlich genug ... warum dann dem jeweils anderem die Schaufel um die Ohren hauen?
Ja, aber für ein "wir" darf es auch Frauen mit starker, eigener Meinung geben und die auch ihre Grenzen ziehen, die respektiert werden, ansonsten kommte es zu einem schlechten Machtgefälle.
Und ich stimme dir zu - es gibt viel zu tun und wenn es um Gleichberechtigung geht, rennst du mir offene Türen ein

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