Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

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Kolinatan
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Kolinatan »

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Ich habe aber nicht behauptet, dass Frauen Heuchler toll finden - so wie du es mir unterstellt hattest.
Nur das Hoppala Dir diese Aussage gar nicht unterstellt hat, sondern es Deine Interpretation ist, dass seine Aussage dies bedeuten würde:
Hoppala hat geschrieben: ↑26.06.2026, 14:37 Ich glaube nicht, dass es schon trendy ist, dass Frauen männliche Heuchler toll finden.
Du willst doch, dass Deine Aussagen in diesem Thema nicht auf Dich bezogen werden sollen, dann höre doch bitte auch damit auf Aussagen von anderen auf Dich zu beziehen.
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Du hast der Person doch praktisch unterstellt, menschenfeindlich zu sein, nur weil du dir nicht vorstellen kannst [...]
Nur weil Du gerne anderen Menschen etwas unterstellst, was Du in ihre Aussagen hineininterpretierst, bedeutet es noch lange nicht, dass Deine Interpretation zutreffend ist.
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Free Speech
Dafür dass Du so viel gegen andere anschreibst, welche Deiner Meinung nach gegen "Freie Rede" agieren würden, trittst Du dabei zugleich ganz schön intolerant und feindselig gegenüber anderen Sichtweisen und Meinungen auf. Für mich sieht es dadurch eher so aus, als sei es Dir nur wichtig, Deine Meinung äußern zu wollen und möglichst andere Sichtweisen zu unterbinden, indem Du einen Rahmen bespielst, in welchem sprachlichen Gewalt und Abwertungen der üblich Umgang sind. Also das Gegenteil eines toleranten und respektvollen Umgangs.

Ein solches Verhalten unter dem Deckmantel der "Freien Rede" zu praktizieren ist eben kein Rahmen, in welchem Menschen wirklich frei und offen miteinander in einen Austausch und Dialog treten können sondern es ist einfach eine Form von Gewalt, um Menschen mit anderen Sichtweisen mundtot zu machen und sich dabei auch noch auf die Schulter zu klopfen, dass man für "Freie Rede" einstehe. Sollte jemand sich eines solchen widersprüchlichen Verhalten bedienen, würde ich dies als heuchlerisch bewerten.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Levyn »

Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Du willst doch, dass Deine Aussagen in diesem Thema nicht auf Dich bezogen werden sollen, dann höre doch bitte auch damit auf Aussagen von anderen auf Dich zu beziehen.
Ich erkenne nicht, an welcher Stelle ich das behauptet haben soll. Die ursprüngliche Aussage lautete, er halte es nicht für plausibel, dass Frauen männliche Heuchler als attraktiv empfinden. Eine solche Behauptung wurde von mir jedoch nie aufgestellt. Der Bezug auf meine Aussage stellt daher eine Fehlinterpretation dar.
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Nur weil Du gerne anderen Menschen etwas unterstellst, was Du in ihre Aussagen hineininterpretierst, bedeutet es noch lange nicht, dass Deine Interpretation zutreffend ist.
Das ist keine Unterstellung, sondern eine Interpretation auf Basis der getätigten Aussagen - wie ich bereits ausgeführt habe. Und wenn wir schon über Unterstellungen sprechen, solltest du mal ganz kleine Brötchen backen ;)
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Dafür dass Du so viel gegen andere anschreibst, welche Deiner Meinung nach gegen "Freie Rede" agieren würden, trittst Du dabei zugleich ganz schön intolerant und feindselig gegenüber anderen Sichtweisen und Meinungen auf. Für mich sieht es dadurch eher so aus, als sei es Dir nur wichtig, Deine Meinung äußern zu wollen und möglichst andere Sichtweisen zu unterbinden, indem Du einen Rahmen bespielst, in welchem sprachlichen Gewalt und Abwertungen der üblich Umgang sind. Also das Gegenteil eines toleranten und respektvollen Umgangs.
Interessante Auslegung. Dass schon ein einfacher Widerspruch als Intoleranz gilt, ist schon bezeichnend. Mir geht’s schlicht darum, dass verschiedene Meinungen sichtbar bleiben - ich habe meine, andere haben ihre. Erklär mir doch bitte konkret, woran du festmachst, dass ich angeblich irgendwen mundtot machen will.
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Ein solches Verhalten unter dem Deckmantel der "Freien Rede" zu praktizieren ist eben kein Rahmen, in welchem Menschen wirklich frei und offen miteinander in einen Austausch und Dialog treten können sondern es ist einfach eine Form von Gewalt, um Menschen mit anderen Sichtweisen mundtot zu machen und sich dabei auch noch auf die Schulter zu klopfen, dass man für "Freie Rede" einstehe. Sollte jemand sich eines solchen widersprüchlichen Verhalten bedienen, würde ich dies als heuchlerisch bewerten.
Ich bin gespannt auf dein konkretes Beispiel - du hast ja schon so getan, als wäre das alles eindeutig. Schon interessant, dass das ausgerechnet von jemandem kommt, der das Forum nach seinen eigenen Regeln umgebaut hat und offenbar selbst festlegt, was dem "allgemeinen" Codex entspricht. Und ganz ehrlich: Wer ständig von gewaltfreier Kommunikation redet, dabei aber selbst mit Unterstellungen arbeitet und gleichzeitig predigt, man müsse erst einmal verstehen, wie etwas gemeint war, macht sich damit ziemlich unglaubwürdig.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Deja-vu hat geschrieben: ↑26.06.2026, 21:40
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 Geld alleine macht auch nicht glücklich, aber ich denke, es geht eher darum, dass das, was man leistet, auch wertgeschätzt wird.
Wertschätzung muss ja nicht durch Geld erfolgen.
Teils teils, im beruflichen Kontext ist es mir wichtiger, im privaten Kontext gibt es wichtigeres.

Letztens erst ein Gespräch mit einem Quereinsteiger gehabt, der abbricht und zurück in seinen alten Beruf geht. Er meinte, die durchschnittlich 1000 Euro mehr im Monat sind es ihm nicht wert: 6 Tage die Woche, teilweise 12 Stunden am Tag und manchmal Feierabend nach 22 Uhr. Was er zudem als belastend empfindet ist, du denkst du bist fertig und dann kommt 18 Uhr die Information, dass sich dein Plan für den nächsten Tag ändert, weil du für jemanden einspringen musst. Dann setzt du dich nochmal ran und bereitest was vor. Für Frau, Kind und Hobby habe er fast gar keine Zeit mehr gehabt.

Das kann ich verstehen, dass man dann so reagiert. Er kennt es durch seine Arbeit davor anders, ich kenne es nicht anders.
Ganz so extrem empfinde ich es nicht, aber 6 Tage die Woche arbeite ich auch und phasenweise 12 Stunden am Tag, aber das ist die Ausnahme.

Würde ich dann nur mit 2000 Euro nach Hause gehen, würde ich eher einen ruhigeren Beruf bevorzugen, auch wenn ich meinen Beruf liebe.

Und dennoch reicht es mir auch in bestimmten Kontexten im Beruf, ein "Danke" zu bekommen.

Die letzte Schulwoche steht nun vor der Tür und die Kinder freuen sich schon darauf, dass kein regulärer Unterricht stattfindet, sondern jeder für seine Klasse Aktivitäten geplant und gebucht hat. Aber die Vorbereitungszeit, die dafür notwendig war, sieht man einfach nicht. Soll jetzt keine Beschwerde sein, denn ich mache es auch gerne und freue mich, wenn sich meine Klasse freut. Das ist dann auch eine Form der Wertschätzung für mich.

Im privaten Kontext ist es für mich weniger wichtig und ich rechne auch nicht gerne auf, wer wann was bezahlt hat. Mir ist da allein wichtig, dass beide sich beteiligen.

Ein Beispiel: Ich fahre jährlich (1 bis 3 x) mit einer Freundin in den Urlaub, die Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt. Wir haben mal beschlossen, dass ich 2/3 und sie 1/3 des Urlaubs bezahlt und wir uns nach ihrem Budget richten. Damit sind wir beide fein. Ich fahre ungern alleine in den Urlaub und ihr ist es wichtig, sich nach ihren Möglichkeiten zu beteiligen. Auch das ist für mich Wertschätzung.

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47Bezogen auf einen potentiellen Partner kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es vorteilhaft ist, wenn beide einen ähnlichen Verdienst haben.
Mir ist der Verdienst komplett unwichtig.

Bei dem Thema geht es wohl eher um gemeinsame Lebensvorstellungen und wie man seine Freizeit verbringt. Möchte man sich was aufbauen und strebt einen gewissen Lebensstandard an, will vllt eine Familie gründen, dann zählt das Einkommen schon. Wenn nicht, dann eher nicht.
Da stimme ich dir zum Teil zu. In erster Linie sollte es nicht um das Geld gehen, aber ein ähnlicher Verdienst macht Vieles einfacher.
Ob man gemeinsame Lebensvorstellungen hat, ob man eine Familie gründen möchte, ein Haus bauen etc. sollte vorab geklärt sein und ist in meinen Augen auch wichtiger wie auch weitere Aspekte, die hier jetzt zu weit gehen.

Gerade in unserer heutigen Welt ist es vielen wichtig, sich auf Augenhöhe zu begegnen und dass jeder seinen Beitrag leisten kann.
Wenn ich von mir ausgehe, möchte ich nicht finanziell von einem Mann abhängig sein, aber genauso möchte ich auch nicht, dass mein Partner das Gefühl hat, finanziell von mir abhängig zu sein. Entweder nimmt der mit dem höheren Verdienst zurück und man orientiert sich am Budget desjenigen mit dem niedrigeren Gehalt oder man hat eine Kasse, ein Konto und da kommen beide Gehälter drauf und man spricht alles mit dem Anderen ab, da es dann kein Meins und Deins gibt.
Beim Dating fällt mir auf, dass es Männern oft auch wichtig ist, gleich oder mehr zu verdienen. D.h., wenn du sagst, der Verdienst ist dir nicht wichtig, ist das dann allgemein so oder hättest du ein Problem damit, wenn deine Frau bspw 1000 Euro mehr als du verdient.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Kolinatan »

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:51
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Du willst doch, dass Deine Aussagen in diesem Thema nicht auf Dich bezogen werden sollen, dann höre doch bitte auch damit auf Aussagen von anderen auf Dich zu beziehen.
Ich erkenne nicht, an welcher Stelle ich das behauptet haben soll.
Levyn hat geschrieben: ↑25.06.2026, 16:02 Tut mir leid, aber es ging hier nie um mich, [...]

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:51 Die ursprüngliche Aussage lautete, er halte es nicht für plausibel, dass Frauen männliche Heuchler als attraktiv empfinden. Eine solche Behauptung wurde von mir jedoch nie aufgestellt.
Wo ist jetzt die Aussage, dass Hoppala behauptet, dass Du dies behauptet hättest?
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:51 Das ist keine Unterstellung, sondern eine Interpretation auf Basis der getätigten Aussagen - [...]
Ich verstehe durchaus wie Unterstellungen funktionieren, deshalb habe ich es auch genau so beschrieben:
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Du gerne anderen Menschen etwas unterstellst, was Du in ihre Aussagen hineininterpretierst,

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:51 ein einfacher Widerspruch als Intoleranz gilt, ist schon bezeichnend. Mir geht’s schlicht darum, dass verschiedene Meinungen sichtbar bleiben [...]
Ja, es ist bezeichnend was Du als "einfachen Widerspruch" verstehst, also z.B. diese Aussagen?
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 ungefragt deine zweitklassigen Tipps rauszuhauen
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 linkswoke Deutungshoheit
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Das Geheule ist dann groß
Für mich sind das vor allem moralische Verurteilungen. Auch moralische Urteile sind natürlich Meinungen. Nur sollte es dann nicht so tun, als ginge es ihm darum andere Meinungen "sichtbar" zu machen, wenn es so vorgeht, dass es andere Äußerungen abwertet und versucht - absichtlich oder unbewusst - damit Menschen aus dem Dialog zu drängen und statt einem Austausch die Deutungshoheit in einer Diskussion zu erlangen.

Um meine Meinung zu äußern muss ich nicht die Meinung eines anderen angreifen. Ich ziehe in der Regeln einen Austausch vor, in welchen Meinungen nebeneinander stehen können und ein Gespräch miteinander stattfindet und nicht konfrontativ gegeneinander angeschrieben wird. Letztlich muss jeder sich das Umfeld suchen, welches für ihn passt und wo seine Umgangsformen sinnvoll und angemessen sind.
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:51 [...] macht sich damit ziemlich unglaubwürdig.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Deja-vu »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 17:49 Im privaten Kontext ist es für mich weniger wichtig und ich rechne auch nicht gerne auf, wer wann was bezahlt hat. Mir ist da allein wichtig, dass beide sich beteiligen.
So würde ich es auch sehen. Ein gutes Beispiel ist das mit deiner Freundin.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 17:49 Ein Beispiel: Ich fahre jährlich (1 bis 3 x) mit einer Freundin in den Urlaub, die Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt. Wir haben mal beschlossen, dass ich 2/3 und sie 1/3 des Urlaubs bezahlt und wir uns nach ihrem Budget richten. Damit sind wir beide fein. Ich fahre ungern alleine in den Urlaub und ihr ist es wichtig, sich nach ihren Möglichkeiten zu beteiligen. Auch das ist für mich Wertschätzung.
Denke, dass es so auch in einer Partnerschaft funktionieren könnte.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 17:49 Wenn ich von mir ausgehe, möchte ich nicht finanziell von einem Mann abhängig sein, aber genauso möchte ich auch nicht, dass mein Partner das Gefühl hat, finanziell von mir abhängig zu sein.
Auch das deckt sich mit meiner Ansicht.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 17:49 D.h., wenn du sagst, der Verdienst ist dir nicht wichtig, ist das dann allgemein so oder hättest du ein Problem damit, wenn deine Frau bspw 1000 Euro mehr als du verdient.
Falls das eine Frage an mich war: Nein, ich hätte kein Problem, wenn Partnerin oder Partner mehr verdient. Weniger geht ja schon mal nicht. ;)
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Levyn hat geschrieben: ↑26.06.2026, 22:36
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 "Du" nicht automatisch als du persönlich, sondern als jeder, der es so sieht. Und dennoch nimmst du ja an, dass dominante, ehrgeizige und aggressive Männer erfolgreich sind. Wäre es nicht deine Einstellung würdest du es nicht so betonen.
Wenn du meinst, dass es keine Korrelation gibt, zwischen dem, was Frauen sagen und dem wie sie handeln, dann ist das von dir vermutet entscheidende garnicht das wirklich ausschlaggebende.
Du schneidest gerade ziemlich viele Ebenen gleichzeitig an, ohne sie wirklich sauber zu trennen. Und ja, ich gehe davon aus, dass dominante, ehrgeizige und aggressive Männer sehr viel erfolgreicher sind - das lässt sich in fast jedem Umfeld beobachten. Gerade deshalb würde ich dich gern fragen, was du unter "dominant", "ehrgeizig" und "aggressiv" überhaupt verstehst. Ich habe nämlich das Gefühl, dass wir darunter nicht dasselbe meinen.

Eine Korrelation gibt es durchaus, aber die entscheidende Frage ist doch, wann diese Eigenschaften überhaupt als attraktiv wahrgenommen werden. Genau das wird hier oft übersehen: Meist sind es Eigenschaften, die Frauen sich bei einem Mann wünschen, den sie aus anderen Gründen ohnehin schon attraktiv finden.
Für mich ist Ehrgeiz, das innere Bestreben beruflich oder privat erfolgreich zu sein und bemüht die eigene Leistung kontinuierlich zu verbessern. Man setzt sich dabei realistische Ziele und bleibt bei Rückschlägen motiviert und gibt nicht auf. Schlägt das in eine Verbissenheit über, ignoriert eigene oder fremde Grenzen, geht das dann schon wieder zu weit und ist nicht mehr positiv.

Beispiel für positiven Ehrgeiz: Man merkt beim ersten Date, dass das Gegenüber gern italienisch isst. Man recherchiert daraufhin nach einem Italiener in der Stadt, wo man gemütlich Essen kann, das Ambiente schön ist usw, reserviert im Voraus einen Tisch und organisiert für das nächste Date eine kleine Überraschung, die einen Bezug zum ersten Treffens thematisiert.

Beispiel für negativen Ehrgeiz: Man akzeptiert Körbe nicht und will den Gegenüber von sich „überzeugen“ - textet ihn weiter zu oder taucht „zufällig“ an Orten auf, wo man weiß, dass derjenige vorbei kommt. Das ist dann Belästigung und keine romantische Beharrlichkeit.

"Dominanz" und "Aggressivität" kippen schnell in Grenzüberschreitung und Kontrolle. Gesundes Selbstbewusstsein wird schnell fälschlicherweise mit Dominanz gleichgesetzt.

Dominanz (positiv besetzt) beim Dating ist vorhanden, wenn (von meiner Seite aus betrachtet) ein Mann souverän und selbstsicher auftritt, ihn nichts so schnell aus der Ruhe bringt und mir ein Gefühl der Sicherheit gibt. Das sind Eigenschaften, die ihn attraktiv machen.

Negative Dominanz ist, wenn man Macht oder Kontrolle haben möchte, wenn man beispielsweise nur die eigene Meinung als richtige ansieht und die Meinung des Gegenüber abwertet, wenn man nicht die Wünsche des Gegenüber mit einbezieht, sondern bspw ungefragt den Ort des Dates, die Aktivität, allgemein den Ablauf alleine festlegt. Sobald Druck und Kontrolle eingesetzt werden, ist Dominanz negativ besetzt.

Bezüglich Aggressivität fällt mir zunächst nichts Positives ein. Aggressives Verhalten ist negativ besetzt. Negative Dominanz ist Aggressivität für mich.

Habe mal Google gefragt: Positive Aggressivität ist demnach das Gegenteil von Passivität und Unsicherheit. Wenn man in der Lage ist, sexuelle und emotionale Klarheit zu signalisieren, beschützend zu wirken und sexuelle Spannung zu schaffen. Man ist klar und spielt keine Spielchen. Man sagt beim Dating direkt, was man will. Es gibt kein wochenlanges Hinhalten oder „Ghosting“. Wenn echtes Interesse da ist, wird das kommuniziert. Wenn kein Interesse da ist, wird das ebenso klar und fair beendet. Positive Aggressivität bedeutet auch, die Initiative zu ergreifen und nicht darauf zu warten, dass das Gegenüber den ersten Schritt macht. Mutig nach dem ersten Date fragen, den ersten Kuss initiieren oder das Gespräch auf tiefere, intimere Themen lenken. Kein permanentes Ja-Sagen, um zu gefallen. Wer positive Aggressivität besitzt, traut sich, dem Gegenüber spielerisch Kontra zu geben, eine andere Meinung zu vertreten oder das Date humorvoll zu gestalten. Das erzeugt die oft zitierte „Chemie“ und verhindert die Friendzone.
- Laut Google betrifft das beide Geschlechter. Zusammengefasst also Sicherheit, Klarheit, Initiative. Würde ich nie als positive Aggressivität bezeichnen, aber positive Eigenschaften sind es auf jeden Fall.

Die Frage ist natürlich auch, was verstehst du unter Ehrgeiz, Dominanz und Aggessivität?
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Tania »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 17:49 Ein Beispiel: Ich fahre jährlich (1 bis 3 x) mit einer Freundin in den Urlaub, die Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt. Wir haben mal beschlossen, dass ich 2/3 und sie 1/3 des Urlaubs bezahlt und wir uns nach ihrem Budget richten. Damit sind wir beide fein. Ich fahre ungern alleine in den Urlaub und ihr ist es wichtig, sich nach ihren Möglichkeiten zu beteiligen.
Sehr schönes Beispiel. Wenn man sich auf einen Kompromiss einigen kann, ist tatsächlich unwichtig, wer wieviel verdient.

Gegenbeispiel: ein früherer Freund hatte ziemlich genaue Vorstellungen davon, wie sein Urlaub aussehen sollte. Diese umzusetzen konnte er sich gerade noch leisten. Seine Freundin einzuladen aber nicht - allerhöchstens wenn ein Doppelzimmer genauso viel gekostet hat wie ein Einzelzimmer, konnte er die Kosten für die gemeinsame Unterkunft bezahlen. Ihre Urlaubswünsche waren deutlich bescheidener und für sie auch finanzierbar. Mit ihm mitzufahren (auch wenn er das Zimmer bezahlt hat), war aber leider für sie nicht drin. Folge: er hat dann mit ihr zusammen den günstigeren Urlaub gebucht, dort an allem rumgenörgelt, was wiederum ihr furchtbar auf die Nerven ging - und etwas später waren beide wieder Single. Und seitdem legt er großen Wert darauf, dass seine potentielle Partnerin genug Geld und kompatible Vorstellungen von Urlaub hat.

Kurz: es ist wohl eher eine Frage der beteiligen Personen, ob das Gehalt wichtig oder unwichtig ist.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Levyn hat geschrieben: ↑26.06.2026, 22:36
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 Bezogen auf einen potentiellen Partner kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es vorteilhaft ist, wenn beide einen ähnlichen Verdienst haben.
Möchtest du mir gerade ernsthaft vermitteln, dass der Faktor "finanzielle Stabilität" bei Frauen denselben Stellenwert hat wie bei Männern? Also dass ein Mann mit viel Geld statistisch genauso attraktiv ist wie einer mit wenig Geld und das im Grunde überhaupt keine Rolle spielt?

Die Frage ist allein, ob finanzielle Stabilität überhaupt ein Attraktivitätskriterium ist. Es geht also ... darum, ob dieser Faktor bei der Wahl überhaupt mitspielt.
Jeder lebt von seinen Erfahrungen. Hatte jemand gute Erfahrungen mit einer Korellation, spricht für ihn nichts dagegen, diese auch wieder einzugehen. Hatte jemand negative Erfahrungen, wird er bestrebt sein, dies nicht zu wiederholen.

Grundsätzlich kann beides funktionieren, es kommt eben darauf an, wie man damit umgeht. Der Mann verdient in einem Bereich häufig mehr als die Frau, er hat aber schon lange nicht mehr die Rolle des Alleinverdieners. Alle, die in der ehemaligen DDR aufgewachsen sind, kennen das, dass Vater und Mutter arbeiten gegangen sind.

Meine Eltern hatten einen unterschiedlichen Verdienst. Mein Vater verdiente ca das 3fache meiner Mutter. Es hieß aber nie Deins und Meins und ich entscheide, da ich mehr verdiene. Sie hatten ein Konto und entschieden alles zusammen. Damit begegneten sie sich auf Augenhöhe und keiner hatte das Gefühl vom anderen abhängig zu sein. Auf der anderen Seite trägt auch nicht nur einer die Verantwortung fürs gemeinsame Leben, sondern beide zusammen.

Finanzielle Stabilität ist schon wichtig. Die hat man aber sobald beide arbeiten gehen. Und auch wenn man mal arbeitslos wird, sich wieder was Neues sucht. Dazu legt man als Paar einen Puffer an.
Was der Einzelne als finanzielle Stabilität ansieht, ist aber unterschiedlich. Hat man sich mit 2000 Euro eingerichtet und sein Leben danach geordnet, macht man keine Abstriche, wenn der Partner auch 2000 Euro verdient. In der Regel minimieren sich die Kosten mit gemeinsamer Wohnung, gemeinsamen Urlaub.
Hat der eine sich aber sein Leben mit 4000 Euro eingerichtet, verspürt er erst später finanzielle Stabilität. Mit 6000 Euro kann man als Paar gut leben und wenn man beide Gehälter zusammen nimmt, empfinden beide auch finanzielle Stabilität (egal, wer welchen Verdienst hat).

Demzufolge würde ich sagen, es macht keinen Unterschied, ob ein Mann viel oder wenig Geld verdient, wenn beide vom gemeinsamen Geld ihren Lebensstandard jeweils leben können.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 In der Regel tut man das, was einem glücklich macht. Sport schüttet Glückshormone aus und kann deshalb auch der Grund dafür sein, ins Fitnessstudio zu gehen. Dann hat das nichts damit zu tun, interessant für einen anderen zu sein.
Du willst also behaupten, dass der Großteil der jungen Leute nur für sich selbst ins Fitnessstudio geht und das überhaupt nichts damit zu tun hat, dass man auf dem Datingmarkt attraktiver wirkt und allein schon durch einen sportlichen, athletischen Körper deutlich mehr Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht bekommt?
Entscheidendes habe ich mal hervorgehoben. Etwas zu tun, weil es einen glücklich macht, kann der Grund sein, es zu tun, es muss nicht der alleinige Grund sein. Andere wiederum wollen Stress abbauen, wollen auf Gleichgesinnte treffen oder etwas für ihre Gesundheit tun.
Man kann nie alle über einen Kamm scheren. Für die einen steht die Außenwirkung im Vordergrund, für andere das eigene Wohlbefinden - oftmals kann es auch eine Mischung aus beiden sein.

Mein Eindruck ist aber, dass die meisten Normalos sich wenig Gedanken darüber machen, wie sie mehr Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht bekommen, denn sie haben bereits in der Jugend gelernt, bei wem sie Chancen haben und bei wem nicht.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 Gefühlt kam so gut wie jeder bei irgendjemandem gut an, hängt eben auch davon ab, wie weit das jeweilige Beuteschema ausgeprägt ist.
Die unterhaltsamen, anderen Menschen offen zugewandten scharrten Männer und Frauen um sich rum. Das hat nicht automatisch etwas damit zu tun, ob derjenige automatisch gutaussehend sein muss.
Du willst also sagen, dass es bei den Leuten aus deiner Vergangenheit keine Unterschiede in der Außenwirkung gab und alle irgendwo beliebt waren und gut angekommen sind?
...sozialen Status ... gut erzählen konnten, witzig waren oder ein Gespür dafür hatten, Menschen miteinander zu verbinden.

Und genau da sind wir wieder beim Punkt: Das sind eben weiterhin klassische Eigenschaften, die einen Mann attraktiv machen.
Hat man gelernt, bei wem man gut ankommt und aus seinen Erfahrungen die passenden Konsequenzen zieht, kommt man gut an.
Das trifft ja nicht nur darauf zu, als optisch attraktiv von jemandem wahrgenommen zu werden, sondern auch zu wissen, wie man mit jemandem spricht oder worüber. Interessiert sich jemand bspw nicht für Fußball, man aber enthusiastisch von Fußball redet, braucht man sich nicht wundern, dass der Andere nicht die gleiche Reaktion zeigt. Dieses Gespür braucht man wie auch das bei dir von mir markierte.

So gut wie jeder (meine Aussage) sind nicht alle (deine Aussage).

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 Wird er/sie auch, kann aber sein, dass das Frauen / Männer sind, die nicht ins eigene Beuteschema fallen.
Es wird erst dann wirklich schwierig, wenn solche Männer nur in das Beuteschema relativ weniger Frauen fallen - dann kann man durchaus von gesellschaftlicher Prägung sprechen. Wäre es andersherum, dürfte das Ganze ja gar nicht spürbar ins Gewicht fallen. Zurückhaltende und unsichere Frauen sind für Männer schließlich auch nicht pauschal unattraktiver.
Nein, denn nicht nur das Beuteschema der Frauen ist entscheidend, sondern auch das der Männer. Was der einzelne bevorzugt, hat nichts mit gesellschaftlicher Prägung zu tun.
Zurückhaltung und Unsicherheit sind immer Abtörner. Eine attraktive unsichere Frau wird aber eher jemanden finden als eine unattraktive unsichere Frau und ein attraktiver unsicherer Mann wird eher jemanden finden als ein unattraktiver unsicherer Mann.
Und auch hier geht es nicht darum, ob diese Männer am Ende irgendeine Frau finden - sondern einzig darum, wer auf dem Datingmarkt die höhere Nachfrage hat.
Doch natürlich geht es darum, jemanden zu finden. Eine Nachfrage alleine bringt dir nichts, wenn du selbst damit nicht umgehen kannst.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Levyn »

Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 18:55 Wo ist jetzt die Aussage, dass Hoppala behauptet, dass Du dies behauptet hättest?
Hier z.B:
Hoppala hat geschrieben: ↑27.06.2026, 12:58
Levyn hat geschrieben: ↑26.06.2026, 22:36 [...] Kontext [...]
Hoppala hat geschrieben: ↑26.06.2026, 14:37 Ich glaube nicht, dass es schon trendy ist, dass Frauen männliche Heuchler toll finden.
Wer hat denn behauptet, dass Frauen männliche Heuchler toll finden würden?
Du hast geschrieben:
Levyn hat geschrieben: ↑25.06.2026, 16:02 Dass es dafür inzwischen sogar einen Trend gibt - den sogenannten Performative Male - sagt eigentlich schon alles: der Mann, der nach außen brav die Werte der Frau vertritt, in Wahrheit aber genau der Typ ist, den man angeblich eigentlich ablehnen sollte.
Es scheint also deiner Ansicht nach einen Trend zu geben, dass Heuchler glauben, so bei Frauen anzukommen.
Und ich sage dazu: falls das stimmen sollte, ist das kein nachahmenswertes Vorgehen.
Ich zitiere mich auch gerne nochmal selbst:
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:51 Der Bezug auf meine Aussage stellt daher eine Fehlinterpretation dar.
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 18:55 Ich verstehe durchaus wie Unterstellungen funktionieren, deshalb habe ich es auch genau so beschrieben:
Na, wenn das so ist, dann argumentiere ich wohl ständig gegen Strohmänner – oder wie würdest du es nennen, wenn man aus getätigten Aussagen eine für einen selbst naheliegende Interpretation ableitet?
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 18:55 Für mich sind das vor allem moralische Verurteilungen. Auch moralische Urteile sind natürlich Meinungen. Nur sollte es dann nicht so tun, als ginge es ihm darum andere Meinungen "sichtbar" zu machen, wenn es so vorgeht, dass es andere Äußerungen abwertet und versucht - absichtlich oder unbewusst - damit Menschen aus dem Dialog zu drängen und statt einem Austausch die Deutungshoheit in einer Diskussion zu erlangen.
Wie nennst du denn dann pauschale Abwertungen - in diesem Fall von X als rechtes Medium?

Man kann mir natürlich vorwerfen, dass in meinen Aussagen eine gewisse Polemik mitschwingt. Aber hier ist doch ziemlich klar erkennbar, was gemeint ist, gerade auch vor dem Hintergrund dessen, was die Person in der Vergangenheit bereits gesagt hat.
Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 18:55 Was Du glaubst ist Deine Entscheidung und obliegt nicht meinem Einfluss.
Wenigstens hier sollten wir einer Meinung sein.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Deja-vu »

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Wie würdest du das Verhältnis denn sehen? Glaubst du wirklich, dass es genau so viele Männer gibt, die noch nie von Frauen angesprochen wurden, wie umgekehrt?
Nein, ich glaube, das Verhältnis ist schon eher unausgeglichen, und es werden weniger Männer angesprochen. (Wenn man bi- oder gleichgeschlechtlich orientierte Menschen außen vor lässt.)

Bezüglich X ging die Frage an jemanden, der sich selbst eher als linksliberal verortet, nicht an dich.

Zum Rest äußere ich mich lieber nicht mehr.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Waldgeist »

Deja-vu hat geschrieben: ↑27.06.2026, 12:33 Ich mache mir vermutlich jetzt keine Freunde. (Was solls, ich hab hier eh keine)
Also ich mag dich :mrgreen:
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Kolinatan »

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 21:14 Na, wenn das so ist, dann argumentiere ich wohl ständig gegen Strohmänner – oder wie würdest du es nennen, wenn man aus getätigten Aussagen eine für einen selbst naheliegende Interpretation ableitet?
Ja, genau so würde ich es bezeichnen, eine Argumentation gegen Strohmänner, wenn Du Dich an Deinen Interpretationen abarbeitest.

Zu dem Rest kann Dir sicher Hoppala selbst besser sagen, inwieweit Deine Interpretation seiner Aussagen auch dem entspricht was er meinte oder schreiben wollte, es allerdings nicht getan hat. Für mich sind die Aussage "dass Heuchler glauben, so bei Frauen anzukommen" und "dass Frauen männliche Heuchler toll finden" zwei unterschiedliche Aussagen.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Hoppala »

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Warum soll das denn kein nachahmenswertes Vorgehen sein, wenn es bei den entsprechenden Männern funktioniert und sie genau damit erreichen, möglichst viele Frauen flachzulegen?
Unter Voraussetzungen:
a) man muss "möglichst viele Frauen flachlegen" wollen
b) man muss "ein entsprechender Mann" (was immer das hier ist, also: sehr vage und als Anwendungsoption pures Ratespiel; ebensogut kann man es folglich als "Softie-pur" ode rirgendeiner anderen Strategie - zum Beispiel: "wer bin ich, was will ich, wo finde ich entprechende Menschen, wie nehme ich Kontakt mir denen auf" versuchen) sein.
c) man muss - im Zweifel über Wochen, Monate (viel länger geb ich dieser Taktik nicht) heucheln wollen und können. Oder eine entsprechend "anspruchslose" Frau finden, der es eh egal ust, wie ihr Typ tickt, wenn er nur anständig p*ppt und K*hle anschleppt, dann kann es ev. länger dauern.
d) Man sollte "Beziehung" nicht als Top-Priorität haben.Sondern poppen.
Spätestens mit d) verlässt die Schnappsidee den Kontext des Forums.

Und mal ehrlich: allein schon die Schönfärbebezeichung "Performative Male" im "Beziehungskntext" schreit geradezu nach "soziales Armutszeugnis".
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Das ergibt sich eigentlich aus dem Kontext.
Anscheinend nicht für jeden.
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Das wird dann schwierig, wenn man offenbar schon mit dem nächsten genialen Ratschlag auf der Tastatur wartet, bevor das Gehirn überhaupt nachkommt.
Komisch:: da möcht ich dir zustimmen ... ?
Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 14:47 Glaubst du wirklich, dass es genau so viele Männer gibt, die noch nie von Frauen angesprochen wurden, wie umgekehrt?
Wie lang wird es wohl noch dauern, bis wir hier im Forum auch dir hinreichend dargelegt haben, dass aktives(!) Anbahnungsverhalten von Frauen und Männern idR unterschiedlich ist?
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Levyn »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 19:01 Die Frage ist natürlich auch, was verstehst du unter Ehrgeiz, Dominanz und Aggessivität?
Ich merke gerade, dass wir wieder auf zwei verschiedenen Ebenen diskutieren. Du meinst diese Eigenschaften vor allem im Dating-Kontext, während ich sie eher im Zusammenhang mit Gesellschaft und sozialen Gruppen sehe.

Für mich ist ehrgeizig jemand, der seine Ziele diszipliniert verfolgt und sich von ein paar Rückschlägen nicht gleich aus der Bahn werfen lässt. Jemand, der nicht nur das Minimum macht, sondern sich deutlich mehr vornimmt und auch entsprechend viel Energie hineinsteckt. Ein Typ, der viermal pro Woche ins Gym geht und daneben noch mehrere Projekte neben dem Job verfolgt, wirkt auf mich ehrgeizig. Dazu würde ich auch Leute zählen, die regelmäßig Events organisieren oder ähnliche Dinge auf die Beine stellen.

Dominant ist für mich jemand, der so präsent auftritt, dass andere ihn und seine Meinung eher respektieren als die von vielen anderen. Jemand, der sich gut durchsetzen kann und in seinem Umfeld mitprägt, wohin die Richtung geht.

Aggressiv bedeutet in diesem Zusammenhang für mich, dass jemand besonders stark gewinnen, sich durchsetzen oder andere übertrumpfen will. Das überschneidet sich zwar mit den anderen Punkten, aber eben so, dass die Person auch in Kauf nimmt, sich dabei Feinde zu machen oder als unsympathisch zu gelten.

Wichtig ist mir aber: Das sind alles nur Näherungen, keine absoluten Definitionen.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 20:14 Demzufolge würde ich sagen, es macht keinen Unterschied, ob ein Mann viel oder wenig Geld verdient, wenn beide vom gemeinsamen Geld ihren Lebensstandard jeweils leben können.
Du gehst hier wieder nur auf den Dating-Kontext ein und darauf, wie es wäre, mit jemandem zusammenzuleben. Ich sehe das eigentlich genauso wie du und glaube auch nicht, dass man unbedingt viel Geld braucht. Der Kontext dieser Teildiskussion war aber der Feminismus und die gesellschaftlichen Erwartungen an Männer und Frauen - nicht die Frage, ob eine Frau unbedingt einen reichen Mann heiraten muss oder ein Mann ein Sixpack und ein sechsstelliges Einkommen braucht, um überhaupt eine Frau für sich zu begeistern.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 20:14 Mein Eindruck ist aber, dass die meisten Normalos sich wenig Gedanken darüber machen, wie sie mehr Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht bekommen, denn sie haben bereits in der Jugend gelernt, bei wem sie Chancen haben und bei wem nicht.
Da habe ich einen ganz anderen Eindruck. Für mich wirkt es eher so, als versuche man, die eigenen Chancen zu optimieren, indem man an sich selbst arbeitet. Männer streben danach, möglichst attraktive Frauen zu daten, während Frauen versuchen, Männer mit hohem sozialem Status in ihrer eigenen Bubble zu daten.

Auch hier gilt: Das ist keine absolute Beschreibung, sondern eher eine Annäherung an Ideale.

Woher glaubst du kommt dann dieser Selbstoptimierungswahn, wenn doch jeder einfach mit dem zufrieden wäre, was er an Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht bekommt?
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 20:14 Hat man gelernt, bei wem man gut ankommt und aus seinen Erfahrungen die passenden Konsequenzen zieht, kommt man gut an.
Das trifft ja nicht nur darauf zu, als optisch attraktiv von jemandem wahrgenommen zu werden, sondern auch zu wissen, wie man mit jemandem spricht oder worüber. Interessiert sich jemand bspw nicht für Fußball, man aber enthusiastisch von Fußball redet, braucht man sich nicht wundern, dass der Andere nicht die gleiche Reaktion zeigt. Dieses Gespür braucht man wie auch das bei dir von mir markierte.
Ja, aber gerade auf das Gespür und die Erfahrung kommt es doch an. Wenn man bei vielen Menschen weiß, wie man sich geben muss, um gut anzukommen, wird man von mehr Leuten als interessant, unterhaltsam oder sympathisch wahrgenommen. Genau das erhöht dann die Nachfrage nach dieser Person und unterscheidet sie von anderen, die das nicht können.

Und auch hier geht es nicht darum, ob Person A bei Person B beliebt ist, bei Person C, D, E, F, G, H, I und J aber nicht, sondern darum, bei wie vielen Menschen Person A im Vergleich zu anderen in ihrer Peer Group beliebt ist.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 20:14 Nein, denn nicht nur das Beuteschema der Frauen ist entscheidend, sondern auch das der Männer. Was der einzelne bevorzugt, hat nichts mit gesellschaftlicher Prägung zu tun.
Womit hängt das denn deiner Meinung nach zusammen, wenn nicht von gesellschaftlicher Prägung?
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑28.06.2026, 20:14 Doch natürlich geht es darum, jemanden zu finden. Eine Nachfrage alleine bringt dir nichts, wenn du selbst damit nicht umgehen kannst.
Naja, die Rechnung ist doch eigentlich ganz einfach: Wenn jemand eine höhere Nachfrage hat, kann er aus mehreren Optionen wählen. Ob er aufgrund seiner eigenen Umstände nicht in der Lage ist, z.B. eine Bindung mit einer Frau einzugehen, obwohl er 10 zur Auswahl hätte, spielt in diesem Kontext keine Rolle.

Ich habe nach wie vor nicht den Eindruck, dass du verstanden hast, worum es mir geht und daher reden wir auch zwangsläufig aneinander vorbei. Für mich wirkt es eher so als würdest du alle Aussagen auf dich und deine persönliche Wahl eines potenziellen Partners beziehen, aber das war für mich gar nicht Diskussionsgegenstand.
Um das also nochmal zu beschreiben:
Der Initialbeitrag dieser Teildiskussion wurde von Kisuli angestoßen. Sie hat eine Lanze für den Feminismus gebrochen und dafür argumentiert, dass Männer sich verändern müssten.
Ich habe mich in meiner Antwort darauf bezogen, dass nicht nur Männer sich verändern müssten, sondern auch Frauen, weil ich der Auffassung bin, dass Frauen und Männer sich gegenseitig beeinflussen und Erwartungshaltungen an Männer natürlich auch das Männerbild beeinflussen. Daraufhin habe ich argumentiert, dass Männer ja nur so sind, weil sie entsprechend sozialisiert wurden und das auch viel damit zu tun hat, welche Männer Frauen tendenziell als Partner wahrnehmen. Da ging es mir nicht darum, dass ja jeder Mann eine Frau findet oder jede Frau einen passenden Mann, sondern darum, dass man seine Chancen beim Dating erhöht, wenn man dem gesellschaftlichen Ideal entspricht. Gebe es keine Ideale, würden unattraktive, zurückhaltende, unsichere Einsiedler einen genau so großen Markt haben wie attraktive, sozial intelligente und selbstbewusste Social Butterflies. Die Realität sieht aber anders aus.
Und wenn mir jemand in dieser Diskussion jetzt erzählt, dass das ja alles individuelle Präferenzen seien und jeder beim Dating die gleichen Chancen hat, weil jeder ja seinen eigenen Markt hat, dann finde ich diese Aussage ziemlich schwierig, weil ich das in der Realität so nicht beobachten kann.
Noch schwieriger wird es, wenn behauptet wird, dass es keine gesellschaftlichen Prägungen gibt und jeder jeden attraktiv findet und es keine Schnittmengen gibt.
Auf individueller Ebene mag das stimmen, dass eine Person zwar oberflächlich dem gesellschaftlichen Ideal entspricht, aber man ihn trotzdem nicht attraktiv findet, aber darum ging es mir nie. Es ging mir also nie darum herauszustellen, dass es eine Person gibt, die absolut gesehen für alle attraktiv ist, sondern darum, dass es Attraktivitätsmerkmale gibt, die von den meisten als attraktiv empfunden werden und diese beobachtbaren Merkmale von anderen als Vorbild genommen werden können, weil sie ihre Nachfrage auf dem Markt erhöhen wollen.
Meine These bleibt im Kern dieselbe: Durch ihre Partnerwahl haben Frauen auch Einfluss darauf, wie sich Männer entwickeln. Gleichzeitig gibt es Männer, die die dahinterstehenden Verhaltensmuster nicht wirklich verstehen und sich beim Versuch, einem bestimmten Ideal zu entsprechen, eher ungeschickt oder unangenehm verhalten. Manche suchen zum Beispiel körperliche Auseinandersetzungen, weil sie Stärke falsch interpretieren - oder weil sie glauben, dass genau das gut ankommt. Andere verwechseln Selbstbewusstsein mit Arroganz oder versuchen, sich durch das Herabsetzen anderer Männer einen höheren Status zu verschaffen. Letztlich sind das alles eher die unschönen Nebenwirkungen davon, sich stark an solchen Idealen zu orientieren.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Levyn »

Hoppala hat geschrieben: ↑28.06.2026, 21:43 Und mal ehrlich: allein schon die Schönfärbebezeichung "Performative Male" im "Beziehungskntext" schreit geradezu nach "soziales Armutszeugnis".
Das kannst du sehen, wie du willst. Fakt ist aber, dass es Männer gibt, die es als erstrebenswert betrachten, mit möglichst vielen Frauen zu schlafen, und die gezielt versuchen, ihre Chancen zu erhöhen, indem sie sich dem jeweiligen Zeitgeist anpassen. Wenn sie damit Erfolg haben, bestätigt sie das in ihrem Verhalten. Ob das nun deinem oder meinem Maßstab entspricht, ist dabei eigentlich nebensächlich. Solange es gesellschaftlich Anerkennung dafür gibt, als Mann besonders gut bei Frauen anzukommen, wird es auch genug geben, die genau diesem Muster folgen.
Hoppala hat geschrieben: ↑28.06.2026, 21:43 Anscheinend nicht für jeden.
Für dich offenbar nicht - da hilft es, einfach mal nachzufragen.
Hoppala hat geschrieben: ↑28.06.2026, 21:43 Wie lang wird es wohl noch dauern, bis wir hier im Forum auch dir hinreichend dargelegt haben, dass aktives(!) Anbahnungsverhalten von Frauen und Männern idR unterschiedlich ist?
Noch ziemlich lange, wenn du jedes mal ein Fass mit der Aufschrift "Whataboutism" aufmachst. Wir könnten stattdessen einfach über die Punkte sprechen, die tatsächlich angesprochen wurden.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Tania »

Levyn hat geschrieben: ↑28.06.2026, 23:32 Solange es gesellschaftlich Anerkennung dafür gibt, als Mann besonders gut bei Frauen anzukommen, ...
Ich fürchte, Du verwechselst "gesellschaftliche Anerkennung" mit "Anerkennung einer kleinen Gruppe von Männern". Die meisten Mitglieder der Gesellschaft betrachten diese "Aufreißertypen" mit dezenter Verachtung.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Egil »

Kolinatan hat geschrieben: ↑28.06.2026, 16:19 Nur weil Du gerne anderen Menschen etwas unterstellst, was Du in ihre Aussagen hineininterpretierst, bedeutet es noch lange nicht, dass Deine Interpretation zutreffend ist.
Ist es nicht so, dass jeder stets nur auf die eigene Interpretation der Aussagen des Gegenübers reagieren kann? Auf was sollte man auch sonst antworten? Man kann doch nicht dem anderen in den Kopf gucken! Natürlich kann der andere immer noch sagen "du, da hast Du mich wohl falsch verstanden..."
Dafür dass Du so viel gegen andere anschreibst, welche Deiner Meinung nach gegen "Freie Rede" agieren würden, trittst Du dabei zugleich ganz schön intolerant und feindselig gegenüber anderen Sichtweisen und Meinungen auf. Für mich sieht es dadurch eher so aus, als sei es Dir nur wichtig, Deine Meinung äußern zu wollen und möglichst andere Sichtweisen zu unterbinden, indem Du einen Rahmen bespielst, in welchem sprachlichen Gewalt und Abwertungen der üblich Umgang sind. Also das Gegenteil eines toleranten und respektvollen Umgangs.

Ein solches Verhalten unter dem Deckmantel der "Freien Rede" zu praktizieren ist eben kein Rahmen, in welchem Menschen wirklich frei und offen miteinander in einen Austausch und Dialog treten können sondern es ist einfach eine Form von Gewalt, um Menschen mit anderen Sichtweisen mundtot zu machen und sich dabei auch noch auf die Schulter zu klopfen, dass man für "Freie Rede" einstehe. Sollte jemand sich eines solchen widersprüchlichen Verhalten bedienen, würde ich dies als heuchlerisch bewerten.
Wundert es dich, dass Levyn Bluesky als "links-woke" bezeichnet hat, nachdem X hier als "rechts" bezeichnet wurde? Wenn dir das "intolerant gegenüber anderen Meinungen" erscheint, solltest Du konsequenterweise auch und vor allem den ersten derartigen Post ermahnen und weniger die Reaktion (oder besser gar keinen von beiden).
Im Übrigen empfinde ich Hoppalas Beiträge in letzter Zeit auch zunehmend als wenig konstruktiv. Sie scheinen sich - nach meiner Interpretation ;) - darauf zu beschränken, Teile von Beiträgen aus dem Zusammenhang zu reißen und pauschal für Unfug zu erklären.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Levyn hat geschrieben: ↑26.06.2026, 22:36
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑26.06.2026, 20:47 Kann es nicht auch sein, dass das verschiedene Typen von Frauen sind? Die einen bevorzugen traditionelle Eigenschaften und die anderen eben nicht.
Auf individueller Ebene gibt es das natürlich. Es gibt ja auch Männer und Frauen, die besonders korpulente Menschen attraktiv finden. Oder Frauen, die es attraktiv finden, wenn der Mann ihnen alles hinterherträgt und am besten still ist, sobald sie redet. Und dass du selbst auf athletische Männer mit Muskeln stehst, ist dann wohl auch einfach nur eine völlig unbedeutende Einzelmeinung, völlig losgelöst von jeder gesellschaftlichen Prägung.

Was verstehst du denn dann überhaupt unter "traditionellen" Eigenschaften, die als attraktiv wahrgenommen werden?
Darüber hinaus: Glaubst du auch, dass es der Frau tendenziell egal ist, ob der Mann größer oder kleiner ist als sie?
Ich finde, von einer gesellschaftlichen Prägung kann man nicht sprechen, denn Menschen haben trotz ähnlicher sozialer Einflüsse unterschiedliche Vorlieben. Genauso wenig kann man ausmachen, dass ein bestimmter Typ Mensch auf einen bestimmten Typ Mensch steht. Das ist alles individuell und das Gesamtpaket muss stimmen und nicht nur einzelne Merkmale.

Traditionelle Eigenschaften sind für mich bspw das Hof machen, Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein, der Frau die Tür offen halten usw.

Athletisch muskulöse Männer finde ich sexy, heißt aber nicht, dass ich mit jedem athletisch muskulösen Mann eine Beziehung eingehen möchte, dazu gehört einfach noch mehr.

Bei der Größe würde ich sagen, dass Frauen es bevorzugen, wenn der Mann größer ist, aber dieses Aufschauen hat für mich wieder was Traditionelles. Für mich kann ein Mann auch genauso groß wie ich sein und wenn alles andere sonst passt, von mir aus auch etwas kleiner.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Deja-vu »

Egil hat geschrieben: ↑29.06.2026, 11:25 Natürlich kann der andere immer noch sagen "du, da hast Du mich wohl falsch verstanden..."
Nur, dass er darauf nicht reagiert, sondern einfach stur bei seiner Ansicht bleibt. Wir hatten das schon einmal im April, und ein weiteres Mal irgendwann vor Monaten.

Es ist bezeichnend, dass mir gesagt wird, ich würde Menschen etwas unterstellen, aber gleichzeitig sind die groben Unterstellungen eines anderen dann lediglich "Interpretationen". Irgendwie wird stets das Verhalten angekreidet, das man selbst an den Tag legt. Und dann auch immer in einem ziemlich aggressiven Ton, nicht nur mir gegenüber.

Missverständnisse und Falschinterpretationen sind normal und passieren uns allen. Aber man sollte anderen nicht immer Sachen andichten, die nie gesagt wurden.

Egil hat geschrieben: ↑29.06.2026, 11:25 Wundert es dich, dass Levyn Bluesky als "links-woke" bezeichnet hat, nachdem X hier als "rechts" bezeichnet wurde? Wenn dir das "intolerant gegenüber anderen Meinungen" erscheint, solltest Du konsequenterweise auch und vor allem den ersten derartigen Post ermahnen und weniger die Reaktion (oder besser gar keinen von beiden).
Gibt es eigentlich ein Problem mit dem Begriff "rechts"? Warum wird darauf ständig so angesprungen? Es ist keine Beleidigung, sondern eine politische Zuschreibung. Genau wie "links". Und wer Bluesky als eher linke Plattform betitelt, der liegt damit durchaus richtig. Interessant ist aber, dass dann gleich wieder ein Rundumschlag erfolgte, während ich mich zu den Inhalten bei X gar nicht weiter geäußert hatte. Wieder so ein Ding: Man stört sich an der bloßen Verwendung des Begriffes "rechts", sogar in einem dämlichen Wortspiel wie meinem, während man gleichzeitig nicht müde wird, bei jeder Gelegenheit abfällig auf alles "linkswoke" zu schimpfen.
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Re: Kann oder sollte man als AB-ler Feminist sein?

Beitrag von Finnlandfreundin »

alex321 hat geschrieben: ↑27.06.2026, 15:28
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑24.06.2026, 18:27 Da die Frau eben nicht mehr nur die passive Rolle einnimmt, verändert sich auch die Rolle des Mannes.
Tun Frauen das wirklich? Bei mir hat in 40 Jahren genau 1 Frau die Initiative übernommen und mich angesprochen. Wenn ich passiv bleibe und auf aktive Frauen warte, werde ich eher an Altersschwäche sterben als meinen AB-Status zu verlieren.
Das Ansprechen ist ein Aspekt der aktiven Rolle, da gehört aber noch weit mehr rein.

Die Frage könnte ich auch stellen. Sprechen Männer wirklich aktiv Frauen an? Ich wurde noch von keinem Mann angesprochen. Von Beobachtungen in der Disco kann ich das bestätigen, dass sie das hin und wieder tun, aber das sind keine Frauen wie ich. Ich fiel schon damals bei ihnen durchs Raster.
Genauso konnte ich aber beobachten, wie Frauen entweder Männer direkt ansprechen oder nonverbal Blickkontakt aufnehmen bevor sie zu dem Auserwählten hingehen oder er ihre Signale richtig gedeutet hat und zu ihr gegangen ist.
Ich selbst ergreife auch die Initiative und gehe auf Männer zu und komme mit ihnen ins Gespräch. Auch manches Date habe ich so schon bekommen.

Die Art des Initiative Ergreifens ist meines Erachtens unterschiedlich und muss so auch erstmal positiv wahrgenommen werden.
Während Männer häufiger direkt ansprechen oder offensichtliche Komplimente machen, zeigen Frauen ihr Interesse diplomatischer bspw über Gespräche, Augenkontakt, Lächeln.
Da muss ich gerade an den Parkplatztypen mit dem Arteon denken. Mein Gespräch übers Auto nahm er auch als Interesse wahr, auch wenn das von mir garnicht so angelegt war. Aber es passte eben ins System der Kontaktaufnahme.
Vor paar Jahren beim Anprobieren im Geschäft äußerte ein etwa gleichaltriger Mann, dass mir das Oberteil stehe, es betone die Proportionen. Ich fühlte mich eher auf meine Problemzonen hingewiesen als dass ich das als Kompliment oder Interessenbekundung wahrgenommen hätte.

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