Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

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Reinhard
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Reinhard »

Hoppala hat geschrieben: ↑23.07.2026, 12:39
chriseas hat geschrieben: ↑23.07.2026, 06:50 Großer Vorteil für mich ist noch das finanzielle.
Freu dich dran, wenn du dann m Pflegeheim den Rollator von Wand zu Wand schiebst. (...)

Naja.

Ist ja nicht gerade so, dass man sich seine Kinder backen kann. Und die dann auch noch in der Nähe leben und auch noch in der Lage sind, sich um einen kümmern zu können. Und das auch noch zu wollen. Mit Geld hat man eine so gesehen verlässlichere Chance, sich die Pflegeleistungen kaufen zu können. Allerdings nur, wenn man sie nicht für ein tolles Auto rausgehauen hat, soweit stimmt wieder, was du schreibst.

Aber in einem AB-Forum behaupten, sich Freunde/Frau/Kinder zuzulegen, wäre der bessere Weg ... ist jetzt schon ein bisschen polemisch? :hallo:
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Tania
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Tania »

Hoppala hat geschrieben: ↑23.07.2026, 12:39 Ich setze mein Erspartes (dank Kinderlosigkeit, ach ja: und den größten Teil meines Lebens autolos) jetzt dafür ein, möglchst lange mit netten Menschen diverser Altersstufen (also praktisch doch wieder Kinder im Haus) zusammen wohnen zu können.
Klingt ein bisschen nach dem Modell "Wohnen gegen Hilfe". Also älterer Mensch mit Haus lässt jüngere Menschen gratis (oder sehr kostengünstig) bei sich wohnen, und die kümmern sich dafür um ihn.

Ist nicht viel anders als die Einstellung einer Haushaltshilfe. Und hat, wie Reinhard schon angemerkt hat, den Vorteil, dass die Leute tatsächlich in der Nähe wohnen und bereit sind, Unterstützung zu leisten. Was bei Kindern leider nicht immer gewährleistet ist.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von time4change »

Hoppala hat geschrieben: ↑23.07.2026, 12:39 Freu dich dran, wenn du dann m Pflegeheim den Rollator von Wand zu Wand schiebst.
Mir sind zwei Brüder Ü80 bekannt:

Einer immer ohne Frau und Kinder ...

...der andere war seit Anfang 20 verheiratet & hatte mit Mitte 20 zwei Kinder:
- Tochter ist aus beruflichen Gründen 600 km weit weg gezogen
- Frau verstorben, als er Mitte 60 war
- Sohn ebenfalls verstorben, als er Mitte 70 war

--> welchen Unterschied macht es im Falle einer Pflegebedürftigkeit irgendwann Ü80???
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Hoppala
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Hoppala »

Al Bundy hat geschrieben: ↑23.07.2026, 16:55 Ich stelle mir oft die Frage ob ich in meinem Alter meinen Lebensstil überhaupt noch umstellen und auf eine Partnerin ausrichten könnte. Ich kann machen was ich möchte, muss mich mit niemandem absprechen und bin niemandem Rechenschaft schuldig. Wie oft hab ich schon von anderen gehört dass sie Anschaffungen erstmal mit dem Partner absprechen müssen, oder die kaum noch Zeit für Hobbys haben, Urlaube nach Frau und Kind ausrichten müssen usw.
Das ist richtig. Oder fast.
Denn die Verpartnerten konnten sich dann mit jemand absprechen, hatten jemand, um Entscheidungen nochmal zu reflektieren, haben gemeinsam Urlaub gemacht ...

Es soll hier ja um Vorteile des Singledaseins gehen. Ich frage mich, ob alles, was ich allein machen kann (oder dann eben: muss), als Vorteil zählen kann. Einiges hier im Thread kommt mir so vor.
Ein Vorteil ist es doch eigentlich nur, wenn man es auch allein bzw. ohne Partner tun/machen/erleben will - und dann niemand (dem mensch sich partnermäßig verpflichtet fühlt), sagt: "nee, ohne mich machst du das nicht!"
Und umgekehrt sind die Vorteile des Verpartnertseins doch auch erst gegeben, wenn mensch diesdasjenes lieber zu zweit macht als allein.
D. h., die jeweilige Konstellation ist halt auch sehr individuell. Nicht zuletzt abhängig davon, mit wem mensch sich verpartnert.

Es soll ja auch Menschen geben, die leben glückich als Single, aber wenn es in Urlaub oder zu anderen Aktivitäten geht, beschaffen sie sich ne Kurzzeitpartnerschaft (Urlaubsflirt etc.).

Anders gesagt: es geht drum, was mensch will und nicht will. Und es dann auch so bekommt/beschafft/hat.

Und da wir hier im Abtreff schreiben - "unfrewillig unverpartnert" - dürfte es hier nicht gar so viele Vorteile des Single-Daseins geben?
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Hoppala »

Tania hat geschrieben: ↑24.07.2026, 03:39 Klingt ein bisschen nach dem Modell "Wohnen gegen Hilfe". (...)
Ist nicht viel anders als die Einstellung einer Haushaltshilfe.
Naja.
Bei dieser Bewertung kommt es wohl auch auf den Informationshorizont an.
Mir klingt das nämlich ganz anders

https://verein.fgw-ev.de/
https://www.wohnprojekte-portal.de/
https://werdetnachbarn.de/
https://wohnprojektebremen.de/
https://www.bring-together.de/de/gemein ... eutschland
http://www.wohnprojekte-sh.de/start/
https://neues-wohnen-nds.de/neue-wohnfo ... nprojekte/

Ist hier nicht Thema. Aber vielleicht für die Zukunftsgestaltung des ein oder anderes Foristy ne Idee.
Bzgl. Kohle. Einiges ist auch vergleichsweise großzügig staatlich/kommunal gefördert.
Leute lernt man so übrigens auch kennen :-)
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hoppala hat geschrieben: ↑24.07.2026, 10:22 Anders gesagt: es geht drum, was mensch will und nicht will. Und es dann auch so bekommt/beschafft/hat.
Das Problem ist nur, dass man als AB irgendwie nicht in der Lage ist, sich das gewünschte zu beschaffen. :fessel:
Und da wir hier im Abtreff schreiben - "unfrewillig unverpartnert" - dürfte es hier nicht gar so viele Vorteile des Single-Daseins geben?
Auch als AB kann man durchaus Vorteile am Singledasein sehen. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Vorteile in eine Beziehung überwiegen. Klar, als Single brauche ich mich nicht abzusprechen, kann mehr oder weniger tun und lassen, was ich will. Dafür habe ich aber auch keine Frau, die mit mir kuschelt, mit der ich Händchen haltend spazieren gehen kann, mit der ich ins Kino oder mal schön essen gehen kann. Die mich in den Arm nimmt, wenn ich einen schlechten Tag hatte, sich freut, wenn wir uns Abends wiedersehen. Der ich einfach mal so einen Strauß Blumen mitbringen kann oder für die ich da sein kann, wenn es ihr mal nicht so gut geht. Und so weiter, und so weiter.
Ein ganz entschiedener Punkt für mich ist aber: Bin ich freiwillig Single oder eben nicht. Als unfreiwilliger Single mit Sehnsucht nach einer Beziehung, fällt es natürlich deutlich schwerer die Vorteile des Singledaseins zu sehen.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von dfg82 »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑25.07.2026, 18:19 Auch als AB kann man durchaus Vorteile am Singledasein sehen. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Vorteile in eine Beziehung überwiegen. Klar, als Single brauche ich mich nicht abzusprechen, kann mehr oder weniger tun und lassen, was ich will. Dafür habe ich aber auch keine Frau, die mit mir kuschelt, mit der ich Händchen haltend spazieren gehen kann, mit der ich ins Kino oder mal schön essen gehen kann. Die mich in den Arm nimmt, wenn ich einen schlechten Tag hatte, sich freut, wenn wir uns Abends wiedersehen. Der ich einfach mal so einen Strauß Blumen mitbringen kann oder für die ich da sein kann, wenn es ihr mal nicht so gut geht. Und so weiter, und so weiter.
Ins Kino kann man auch allein gehen. Ebenso ins Restaurant. Kuscheln kann man auch mit einer Katze und wieso sollte man unbedingt für jemanden da sein wollen? Den Antrieb kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich bin der Meinung man sollte sich antrainieren, dass man keine Frauen mehr braucht.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Buddy »

dfg82 hat geschrieben: ↑25.07.2026, 18:48
Nach meiner Einschätzung wäre das Ideal, super alleine klarzukommen (und ja, Kino und Restaurant kann man auf jeden Fall auch allein genießen) und trotzdem offen für Begegnungen zu sein und diese nicht zu boykottieren.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Reinhard »

Geld wird irgendwann ziemlich sinnfrei, wenn man niemanden hat, mit dem und für den man es ausgeben kann ...
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Tania »

Buddy hat geschrieben: ↑26.07.2026, 01:12 ....
Nach meiner Einschätzung wäre das Ideal, super alleine klarzukommen, und trotzdem jemanden (m/w/d) zu kennen, dem man wichtig ist, der einem ebenfalls wichtig ist, der zuverlässig da ist, wenn man ihn braucht, für den man ebenso zuverlässig da sein kann, wenn er einen braucht, und mit dem man sich wohl genug fühlt, um mit ihm kuscheln zu wollen, Sex zu haben und in seinem Arm einzuschlafen und sich dabei sicher und beschützt zu fühlen.

Wobei man als Single den Vorteil hat, diese Rollen auch auf mehrere Personen verteilen zu können. (und den Nachteil, das oft tun zu müssen - oder einige Funktionen nicht "besetzen" zu können).
Zuletzt geändert von Tania am 26.07.2026, 10:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

dfg82 hat geschrieben: ↑25.07.2026, 18:48 Ins Kino kann man auch allein gehen. Ebenso ins Restaurant.
Natürlich kann man das auch allein machen. Kino vielleicht noch eher wie Restaurant. Man kann natürlich auch allein essen gehen, aber mit einer Frau an seiner Seite dürfte das ganze dann doch nochmal deutlich schöner sein.
Kuscheln kann man auch mit einer Katze
Man kann auch mit seinem Teddybär kuscheln. Ob eine Katze, ein Hund oder eben ein Teddybär ein echter Ersatz für eine Frau ist? Da bin ich mir irgendwie nicht so sicher. Mit dem Haustier zu kuscheln mag zwar auch schön sein, aber mit seiner Freundin zu kuscheln ist dann halt doch nochmal eine ganz andere Hausnummer.
und wieso sollte man unbedingt für jemanden da sein wollen? Den Antrieb kann ich überhaupt nicht verstehen.
Äh..., weil es menschlich ist! Ich finde es jedenfalls schön, wenn jemand für mich da ist. Umgekehrt fände ich es eben auch schön für meine Freundin da sein zu können, wenn es ihr vielleicht mal nicht so gut geht oder sie einen schlechten Tag hatte. Füreinander da sein macht doch eine Beziehung aus und wie gesagt, für mich ist es menschlich. Dass man diesen Antrieb füreinander da zu sein nicht nachvollziehen kann finde ich ehrlich gesagt etwas befremdlich. :brille1:
Ich bin der Meinung man sollte sich antrainieren, dass man keine Frauen mehr braucht.
Das ist jetzt nicht böse gemeint, aber warum bist du dann hier im Forum? :gruebel:
Was heißt schon "eine Frau brauchen"? Natürlich kann man auch ohne Frau an seiner Seite leben. Aber dann fehlt eben auch etwas im Leben. Zweisamkeit, ja auch füreinander da sein. Gemeinsame Erlebnisse. Und eben auch das körperliche. Damit meine ich jetzt noch nicht mal nur Sex (ja auch), sondern sich berühren, kuscheln, Händchen halten usw.. Das sind Dinge die kann mir weder ein Hund noch eine Katze bieten.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Buddy »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 10:01 Nach meiner Einschätzung wäre das Ideal, super alleine klarzukommen, und trotzdem jemanden (m/w/d) zu kennen, dem man wichtig ist, der einem ebenfalls wichtig ist, der zuverlässig da ist, wenn man ihn braucht, für den man ebenso zuverlässig da sein kann, wenn er einen braucht, und mit dem man sich wohl genug fühlt, um mit ihm kuscheln zu wollen, Sex zu haben und in seinem Arm einzuschlafen und sich dabei sicher und beschützt zu fühlen.
Also Freundschaft+?
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Tania »

Buddy hat geschrieben: ↑26.07.2026, 12:00
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 10:01 Nach meiner Einschätzung wäre das Ideal, super alleine klarzukommen, und trotzdem jemanden (m/w/d) zu kennen, dem man wichtig ist, der einem ebenfalls wichtig ist, der zuverlässig da ist, wenn man ihn braucht, für den man ebenso zuverlässig da sein kann, wenn er einen braucht, und mit dem man sich wohl genug fühlt, um mit ihm kuscheln zu wollen, Sex zu haben und in seinem Arm einzuschlafen und sich dabei sicher und beschützt zu fühlen.
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Wie man es nennt, ist mir ziemlich egal, solange all meine Bedürfnisse irgendwo erfüllt sind. Wenn alles auf eine Person konzentriert ist, ist sowohl eine sehr gute F+ als auch eine Beziehung denkbar, wenn das "zuverlässig da sein" schon durch gute Freunde abgedeckt ist, und man noch Familienmitglieder hat, die das "wichtig sein" erfüllen, muss man nur noch jemanden für eine Sexaffäre finden.

Und andere Menschen haben natürlich oft auch andere Bedürfnisse, da wird es dann evtl. noch schwerer ....
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Deja-vu »

Buddy hat geschrieben: ↑26.07.2026, 12:00
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 10:01 Nach meiner Einschätzung wäre das Ideal, super alleine klarzukommen, und trotzdem jemanden (m/w/d) zu kennen, dem man wichtig ist, der einem ebenfalls wichtig ist, der zuverlässig da ist, wenn man ihn braucht, für den man ebenso zuverlässig da sein kann, wenn er einen braucht, und mit dem man sich wohl genug fühlt, um mit ihm kuscheln zu wollen, Sex zu haben und in seinem Arm einzuschlafen und sich dabei sicher und beschützt zu fühlen.
Also Freundschaft+?
Freundschaft Plus = Beziehung :)

Buddy hat geschrieben: ↑26.07.2026, 01:12 Kino und Restaurant kann man auf jeden Fall auch allein genießen
Oder mit Freunden.

Freunde kommen hier thematisch häufig zu kurz.

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑26.07.2026, 11:17
Stimme ich zu. Die meisten Menschen haben leider diese Sehnsucht. Bei mir kam sie erst spät, aber sie ist da.
Bewundere jeden, der sich davon frei machen kann. Ich wäre auch besser dran ohne. :cry:
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Optimist »

dfg82 hat geschrieben: ↑25.07.2026, 18:48
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: ↑25.07.2026, 18:19 Auch als AB kann man durchaus Vorteile am Singledasein sehen. Allerdings bin ich der Meinung, dass die Vorteile in eine Beziehung überwiegen. Klar, als Single brauche ich mich nicht abzusprechen, kann mehr oder weniger tun und lassen, was ich will. Dafür habe ich aber auch keine Frau, die mit mir kuschelt, mit der ich Händchen haltend spazieren gehen kann, mit der ich ins Kino oder mal schön essen gehen kann. Die mich in den Arm nimmt, wenn ich einen schlechten Tag hatte, sich freut, wenn wir uns Abends wiedersehen. Der ich einfach mal so einen Strauß Blumen mitbringen kann oder für die ich da sein kann, wenn es ihr mal nicht so gut geht. Und so weiter, und so weiter.
Ins Kino kann man auch allein gehen. Ebenso ins Restaurant. Kuscheln kann man auch mit einer Katze und wieso sollte man unbedingt für jemanden da sein wollen? Den Antrieb kann ich überhaupt nicht verstehen. Ich bin der Meinung man sollte sich antrainieren, dass man keine Frauen mehr braucht.
Ich gehe regelmäßig alleine ins Kino und war diese Woche auch mal wieder alleine im Restaurant nach einem Museumsbesuch. Brauchen tut man es sicher nicht, aber der Mensch ist ja kein Blindmaulwurf, sondern ein soziales Wesen, sodass Begleitung in der Regel gut tut. Keine Beziehung ist immer noch besser als eine toxische Beziehung, aber prinzipiell ist schon schöner, wenn man Dinge gemeinsam unternehmen kann. Auch auf Reisen würde ich mich wohler fühlen, wenn noch jemand dabei ist. Insbesondere, wenn man in weit entfernten Ländern ist.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Tania »

Deja-vu hat geschrieben: ↑26.07.2026, 13:03 Freundschaft Plus = Beziehung :)
Nur für ganz wenige Menschen gilt das. Für Dich meines Wissens auch nicht. Denn das "Plus" bedeutet, dass es deutlich mehr Körperkontakt gibt als in klassischen Freundschaften. Um den vielleicht zu wollen, müsstest Du Dich aber, wenn ich Dich richtig verstanden habe, verlieben und sicher sein, dass Deine Gefühle nicht einseitig sind. Und solche Gefühle passen nicht zum Konzept "Freundschaft" - egal mit welchem mathematischen Operator.

Ich bin ja jemand, der Verliebtheit nicht so unbedingt braucht - aber auch für mich geht Beziehung über F+ hinaus. In einer Beziehung hat mein Partner einfach einen besonderen Platz in meinem Leben. Ist zwar nicht mein einziger, aber mein erster Ansprechpartner. Jemand, auf den ich mich verlasse und der sich auf mich verlassen kann - und das über einen längeren Zeitraum. Jemand, dessen Freunde und Familie ebenfalls Teil meines Lebens werden, und der genauso in meine Familie integriert wird. Mein Partner hat eine besondere, exklusive Rolle, die nicht leicht zu ersetzen ist. Freunde kann ich mehrere haben - und wenn einer aus welchen Gründen auch immer, wegbricht, hinterlässt er eine deutlich kleinere Lücke.

Oder, anders ausgedrückt: in einer Beziehung denke ich sehr oft in der "Wir" - Form. In einer Freundschaft eigentlich nur in den Momenten, wenn wir wirklich zusammen was machen.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Buddy »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 16:23 In einer Beziehung hat mein Partner einfach einen besonderen Platz in meinem Leben. Ist zwar nicht mein einziger, aber mein erster Ansprechpartner. Jemand, auf den ich mich verlasse und der sich auf mich verlassen kann - und das über einen längeren Zeitraum. Jemand, dessen Freunde und Familie ebenfalls Teil meines Lebens werden, und der genauso in meine Familie integriert wird. Mein Partner hat eine besondere, exklusive Rolle, die nicht leicht zu ersetzen ist. Freunde kann ich mehrere haben - und wenn einer aus welchen Gründen auch immer, wegbricht, hinterlässt er eine deutlich kleinere Lücke.

Oder, anders ausgedrückt: in einer Beziehung denke ich sehr oft in der "Wir" - Form. In einer Freundschaft eigentlich nur in den Momenten, wenn wir wirklich zusammen was machen.
Sehe ich für mich genauso. Freundschaft hat für mich eine völlig andere Ebene als eine Liebesbeziehung.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Deja-vu »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 16:23 Nur für ganz wenige Menschen gilt das. Für Dich meines Wissens auch nicht. Denn das "Plus" bedeutet, dass es deutlich mehr Körperkontakt gibt als in klassischen Freundschaften. Um den vielleicht zu wollen, müsstest Du Dich aber, wenn ich Dich richtig verstanden habe, verlieben und sicher sein, dass Deine Gefühle nicht einseitig sind. Und solche Gefühle passen nicht zum Konzept "Freundschaft" - egal mit welchem mathematischen Operator.
Das Plus unterscheidet für mich eine romantische Beziehung von einer bloßen Freundschaft.
Die Gefühle des Verliebtseins und der Wunsch nach körperlicher Nähe sind hierbei das Plus.
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 16:23In einer Beziehung hat mein Partner einfach einen besonderen Platz in meinem Leben.
Den kann auch ein/e innige/r Freund/in haben.
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 16:23 Jemand, dessen Freunde und Familie ebenfalls Teil meines Lebens werden, und der genauso in meine Familie integriert wird.
Ich integriere niemanden in meine Familie, weil ich keinen Kontakt mehr habe.
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 16:23Freunde kann ich mehrere haben - und wenn einer aus welchen Gründen auch immer, wegbricht, hinterlässt er eine deutlich kleinere Lücke.
Einen besten Freund hat man in der Regel auch nur einmal. Und das kommt einer Partnerschaft ziemlich nahe.

Es ist auch nicht unüblich, dass Menschen den Partner auch gleichzeitig als besten Freund empfinden.
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von LonesomeCoder »

Ich hatte noch nie eine F+, stelle es mir aber als die ideale Kontaktform vor: man ist frei und unabhängig wie ein Single, hat aber regelmäßig Kuscheln, Küssen und Sex wie in einer Beziehung. Und das, ohne die Nachteile der jeweiligen Kontaktformen (Single: Sex gibts nur wenn man an einen ONS gekommen ist; Beziehung: man muss sein Leben nach einer anderen Person ausrichten, ist nicht mehr frei und unabhängig, darf sich wegen der Monogamie nicht mehr für andere Frauen interessieren, Eifersucht usw.; auch muss man bestimmte Anforderungen an eine Beziehung wie Einigkeit beim Thema "Kinderwunsch" nicht erfüllen weil man nicht der Partner werden will/ist).
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34
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Re: Die Vorteile des Single-Daseins nutzen

Beitrag von Tania »

Deja-vu hat geschrieben: ↑26.07.2026, 20:29 Das Plus unterscheidet für mich eine romantische Beziehung von einer bloßen Freundschaft.
Die Gefühle des Verliebtseins und der Wunsch nach körperlicher Nähe sind hierbei das Plus.
Ich finde es ziemlich irritierend, dass Du Begriffe für Dich völlig anders definierst als der Rest der Gesellschaft, aber trotzdem erwartest, dass man versteht, was Du meinst, wenn Du diesen Begriff verwendest. Das ist so eine Art von "Ich hätte gern Apfelsaft" - und den dann zurückgehen lassen, weil kein Sprudel drin ist.

Der wesentliche Unterschied zwischen einer Freundschaft und einer romantischen Beziehung ist im allgemeinen Sprachgebrauch nun mal, dass keine romantischen Gefühle im Spiel sind. Und die größte Gefahr, die Freunde darin sehen, Sex miteinander zu haben, ist, dass eine/r der Beteiligten dabei romantische Gefühle entwickelt, der/die Andere diese nicht erwidern kann und die Freundschaft dadurch zerbricht. Wenn Du eine Freundschaft Plus als etwas definierst, bei dem zu einer bestehenden Freundschaft beidseitige Verliebtheit und ggf. Sex dazu kommen, ist zwar verständlich, warum Du Beziehung und F+ gleichsetzt - aber jeder, dem Du sagst, dass Du eine F+ willst, wird Deine Absichten vermutlich missverstehen. Dann bleib lieber bei "Ich möchte eine Beziehung", und erklär dann ganz genau, wie Du Dir eine solche vorstellst. Beziehungen sind dermaßen variantenreich, dass das wahrscheinlich eher verstanden wird als das recht einfach zu beschreibende Konzept der F+.
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2026, 16:23In einer Beziehung hat mein Partner einfach einen besonderen Platz in meinem Leben.
Den kann auch ein/e innige/r Freund/in haben.
Nicht nur "kann" - hat. Aber wir redeten nicht von innigen Freundschaften oder dem/der besten Freund/in, sondern von F+. So etwas fängt man mit dem/der besten/innigsten Freund/in nur extrem selten an, weil Sex nun mal ein Risiko für eine Freundschaft darstellt (s.o.). Das macht man also nur mit Freunden, bei denen man es verschmerzen kann, wenn sie sich ein paar Monate oder Jahre zurückziehen, um unerwartete romantische Gefühle ausheilen zu lassen.

Es ist auch nicht unüblich, dass Menschen den Partner auch gleichzeitig als besten Freund empfinden.
Korrekt. Aber niemand empfindet den besten Freund gleichzeitig als Partner.

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