Kolinatan hat geschrieben: ↑30.09.2026, 23:48
So wie ich Deinen Beitrag lese, führt Deine inzwischen angenommene Identität als AB vor allem dazu, dass Du die Gesellschaft als eine "Paar"-Gesellschaft wahrnimmst, weil Liebe und (Paar)Beziehungen in Deiner Identitätsgeschichte für Dich nicht vorkommen. Deshalb fühlst Du Dich ausgeschlossen, weil Du der Ansicht bist, bei Beziehung oder Kindern nichts sagen zu können (oder zu dürfen?). Wurdest Du aktiv aus Gesprächen ausgegrenzt mit Worten wie zum Beispiel: "Wer keine Kinder hat, kann hier nicht mitreden."?
Ich denke nicht, das es meine Identität der Grund ist, die Gesellschaft als "Paar"-Gesellschaft zu sehen. Es ist eine Tatsache, reale Begriffe wie z.B. "Single-Shaming" sind damit verbunden. Tatsächlich ist es für mich so, das diese "Paar"-Gesellschaft eher mein Erleben und den Druck als AB festigt. Das ist keine Einbildung.
Und natürlich hat keiner gesagt, das ich nicht mitreden düfte. Genauso wenig wie es ein Schild gibt, das Rollstuhlfahrer ausschließt - stattdessen gibt es einfach keine barrierefreie Zugänge, das Fehlen dieser Zugänge sorgt für den Ausschluss der Rollstuhlfahrer. Und so war es auch hier, der Ausschluss entstand weil keiner mit mir redete, weil ich mit diesen Themen keine Anknüpfungspunkte hatte - der einzige ohne Kinder bzw. Partner.
Kolinatan hat geschrieben: ↑30.09.2026, 23:48
Wie viel wärest Du bereit zu tun bzw. von Deiner jetzigen Identität abzulegen, um von Dir eine Geschichte als "Womanizer" zu erzählen? Ich bezweifle, dass hierfür Muskeln oder ein männlicher Körper ausschlaggebend wären. Ich weiß natürlich nicht, wie Du Dich Dir als ein "Womanizer" vorstellst. Meine erste Assoziation war
Barney Stinson aus der Serie "How I Met Your Mother". Würdest Du so sein wollen? Aus verschiedenen Beiträgen und Unterhaltungen mit Dir, würde ich davon ausgehen, dass Du viele seiner Verhaltensweisen, welche diese Figur in der Serie an den Tag legt, umgehend ablehnen und vermutlich verdammen würdest. Insofern ist die Frage nach der Identitätsgeschichte, welche für Dich selbst denkbar ist, ein erster wichtiger Schritt, um etwas zu ändern.
Das mit dem "Womanizer" war nur als starker Kontrast gemeint. Barney ist letztendlich eine nicht-reale Sitcom-Figur, wird zudem eher als toxisch angesehen. So gesehen hättest Du Recht, das ich einige Verhaltensweisen ablehnen würde. Ich wäre gerne einfach anerkannt, von der einigen, wenn auch wenigen Frauen begehrt.
Kolinatan hat geschrieben: ↑30.09.2026, 23:48
.... ob diese Veränderungen für Dich den Weg in eine Beziehung öffnen können, kann Dir niemand sagen, bevor Du es nicht versucht hast.
Leider weiß ich nicht, welche Veränderungen ich noch versuchen sollte.
Kolinatan hat geschrieben: ↑30.09.2026, 23:48
Es geht mir darum aus einer Leichtigkeit und Entspanntheit heraus mit den Möglichkeiten zu spielen - sei es auch erst einmal nur gedanklich - und diesen Raum möglichst groß zu machen.
Ja, Möglichkeiten sehen, erkennen können - das fehlt. Daher weiß ich das zu schätzen.