Deja-vu hat geschrieben: ↑29.10.2026, 12:40
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑29.10.2026, 00:08
Aber man kann eben nicht auf der einen Seite jemanden an seiner Seite haben wollen und auf der anderen Seite
nur auf seine Bedürfnisse schauen.
Es gibt ja nicht nur schwarz und weiß, sondern auch viel dazwischen. Die eigenen Bedürfnisse sind genauso wichtig wie die des anderen, und man kann durchaus beides berücksichtigen. Man braucht eben den passenden Menschen, mit ähnlichen Bedürfnissen.
Deswegen schrieb ich NUR. Wenn jemand keinen Platz für eine andere Person machen will, dann ist das seine Entscheidung. Auch jemand mit ähnlichen Bedürfnissen muss Platz finden. Berücksichtigung müssen die Bedürfnisse beider finden, das sehe ich genauso.
Langzeitsingle, vorallem, wenn sie auch schon älter sind, sind häufig in ihren Strukturen gefangen, sie haben sich in ihrem Leben einmal so eingerichtet. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass das bei allen so ist, aber es ist mir schon häufiger begegnet. Haus da, Beruf - regional gebunden / Kind jedes 2. Wochenende zu Besuch / Fitnessstudio 2x in der Woche / Treffen mit Kumpel 1x in der Woche / Verein 1x in der Woche / Essen mit Kollegen 1x in der Woche ... da habe ich das Gefühl, entweder ordne ich mich unter oder lasse es sein.
Ich bin der Typ Mensch, der einfach viel Freiraum braucht. Teils aus Gewohnheit, weil ich jahrzehntelang allein war, teils ist es einfach meine Persönlichkeit. Wünsche mir dennoch Nähe ab und zu. Da wäre jemand geeignet, der ähnlich empfindet.
Es gibt verschiedene Beziehungsmodelle, nicht alle Paare wohnen zusammen oder verbringen 24 Stunden am Stück miteinander (bewusst übertrieben jetzt).
Ich weiß jetzt nicht, wie alt du bist, aber das kenne ich nur von Menschen, die ihre Familiengründung bereits durch haben, die Kinder groß sind bzw von Studenten, die sich noch nichts aufgebaut haben.
Zudem halte ich es auch für reichlich unrealistisch, seine ganze Lebensplanung (Wohnsituation, Jobwahl, soziales Umfeld, Hobbys) auf eine etwaige Partnerschaft auszurichten. Das macht glaube ich fast niemand. Die meisten Menschen sind wahrscheinlich schon mittendrin in einer Beziehung, wenn diese Entscheidungen anstehen, und können dann gemeinsam planen. Aber kaum ein Single wird sein komplettes Leben um diesen "Fall der Fälle" herum bauen.
Dieser Anspruch mit dem Platz freihalten / schaffen (physisch) scheitert, selbst wenn man es wollen würde, auch oft an der Realität. Ich erinnere an die Diskussion um die Wohnungsgröße und das Doppelbett.
Solange man Single ist und niemanden kennenlernt, kann man so leben wie man möchte, aber sobald man jemanden kennenlernt (bevor es zur Beziehung wird), muss man dem Anderen zeigen, dass dieser Platz im eigenen Leben hat. Und da bleibt es nicht aus, dass man, wenn man mehrere Hobbies hat, einzelne aufgibt bzw reduziert.
Und auch später in der Beziehung müssen beide Kompromisse eingehen.
Betrifft eigentlich nicht nur die Hobbies, sondern alles. Desto kompromissbereiter man ist, desto bessere Chancen hat man. Heißt nicht, dass man sein Leben ganz aufgeben sollte. Es muss ein Gleichgewicht bei beiden herrschen.
Vogel hat geschrieben: ↑29.10.2026, 09:07
Ich schrieb in der Vergangenheit ja bereits, das Frauen mit sehr vielen und zeitaufwändigen Hobbies und Interessen mich z.B. eher abschrecken.
Ist man eher der häusliche Typ oder mag man es ständig unterwegs zu sein?
Das sollte gleich am Anfang abgeklärt werden bzw merkt man an den Hobbies bereits. Aber sowohl bei der einen als auch bei der anderen Variante möchtest du ein Teil des Lebens des Anderen sein.