Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Kolinatan hat geschrieben: ↑24.07.2024, 09:23
Du bist davon überzeugt, dass Du kein reifer Partner für eine Frau sein kannst und unreif bist. Du hast keine klaren Vorstellung, warum Du eine Beziehung möchtest und was in Deinem Leben dann anders wäre. Du schilderst, dass Du in Deinem eingefahrenen Trott festhängst und von Dir aus keine Änderung angehst und bereits jetzt jede Veränderungserwartung ablehnst, welche von außen ggf. an Dich herangetragen würde.
doch diese Vorstellung habe ich durchaus. An manchen Tagen fühle ich mich schon einsam und merke, dass irgendetwas fehlt.
Ich weiß wie schön Liebe und die damit verbundenen Gefühle sein könne, auch wenn es nun schon lange her ist als ich das letzte Mal in eine Frau verliebt war.
Gerade verbunden mit dem steigenden Alter möchte ich nicht in 10 Jahren wieder zurückblicken und mir sagen "hättest du mal damals Gas gegeben".

Für mich gehört Liebe und Beziehung zu einem normalen Leben dazu und ich will den Umstand nicht akzeptieren, dass mein Leben als Dauersingle bzw. AB unausweichlich vorgezeichnet ist.
Daher auch der teilweise große Aufwand, wie vor einem halben Jahr als ich diese Urlaubsbekanntschaft hatte, und zu ihr hingeflogen bin. :D
Ich habe einen Großonkel, mittlerweile Mitte 80, der es auch etwas bereut, dass er nie eine Frau hatte. Er gibt mir auch öfters den Rat es nicht genauso zu machen, das ist dann auch nochmal ein zusätzlicher Ansporn.

Natürlich steckt dahinter auch etwas "beweisen", also das ich mir und andern beweisen will, dass es geht aber Hauptintention ist das nicht mehr alleine sein.
Kolinatan hat geschrieben: ↑24.07.2024, 09:23
Solange Du allerdings an dem Glauben festhältst, dass es ein bestimmtes Zeitfenster gab, für bestimmte Erlebnisse und alles was danach kommt nur möglich ist, wenn etwas bestimmtes durchlebt wurde, wirst Du diesen Graben kaum überwinden.
nein soweit ist es noch nicht.
Ich weiß, dass ich es irgendwie noch schaffen kann und in der tats noch einiges möglich ist, aber die Zeit wird eben knapper.
Kolinatan hat geschrieben: ↑24.07.2024, 09:23
Wenn Du sagst, dass die Frauen auf Dich kühl und neutral gewirkt haben, wie viel Emotion und Begeisterung hast Du ihnen entgegen gebracht? War es ein Abend, an welchem ihr zusammen gelacht habt? Welche Verbindung ist entstanden und was hast Du riskiert? Natürlich ist es immer möglich auch etwas zu erleben, was den eigenen Glaubenssätzen widerspricht. In der Regel erleben wir sogar jeden Tag etwas, was nicht unseren Vorstellungen entspricht. Nur sorgen unsere Filter dafür, dass wir es nicht bemerken. Dein Gehirn ist sehr gut darin, Dir die Welt nur so zu zeigen, wie sie Deiner Vorstellung entspricht. Es gibt keine Frauen in Deinem Alter, welche etwas lockeres suchen und einfach ein wenig Spaß haben wollen? Entsprechend wirst Du sie übersehen.
Es waren verschiedene Situationen, öfters ein Spaziergang oder das klassische Kaffee-Date. Entgegen gebracht habe ich stets etwas Humor um die Situation aufzulockern, aber so richtig wollte das nicht funktionieren.
Ich kann es schlecht beschreiben aber die Stimmung war stets irgendwie angespannt bzw. fühlte ich mich überfordert. Selbst bei der letzten Frau die ja von sich aus alles getan hat um mich zu "überzeugen".
Ich bin zu unlocker, zu verkrampft, zu "sachlich", zu unspontan und da liegt wohl auch der Hund begraben.

Ja… bei der Story vor 6 Monaten habe ich dann auch von mir aus mal etwas gewagt, eigen- initiierte Umarmung, Händchen halten, Kuss, aber nur weil ich wusste dass sie das 100% ig erwidern würde.
So richtig wohl fühlte ich mich dabei allerdings nicht, da es einfach sehr fremd und ungewohnt war, und auch weil ich keine wirkliche Anziehung empfand.
Man ist eben in seiner Haut gefangen und kommt da vermutlich wirklich nur durch einen längeren Prozess raus.

und warum ich nicht schon lange meine Situation geändert habe und versucht mich da rauszuziehen, ich würde es mal darauf zurückführen, dass kein wirklicher Leidensdruck vorhanden war ich extrem prokastinativ bin…leider.

Was es auch ist, ich brauche den Druck. Dinge werden stets kurz vorher erledigt, war schon zu Schulzeiten mit anstehenden Arbeiten, im Studium mit Ausarbeitungen in 3 Tagen und selbst bei meiner Abschlussprüfung bei der mir einfiel doch 1 Tag vorher nochmal alles durchzusehen. :D
Bis jetzt hat es ja auch immer funktioniert, bin damit noch nie auf die Nase geflogen. Aber das muss ich wirklich ändern…geht so nicht weiter.
Serendipity hat geschrieben: ↑24.07.2024, 10:45 Ist das nicht auch ein wenig zu viel verlangt für ein 1. „Smaltalk-Date“? :gruebel:
Was ich im Laufe der Jahre festgestellt habe ist, dass ich mich nicht mehr so schnell verliebe wie noch als Teenager oder Twen. Dieses „Hals-über-Kopf-Verlieben“ á la Liebe auf den ersten Blick, kenne ich schon lange nicht mehr von mir. In den letzten 20/25 Jahren habe ich mich eigentlich immer eher schleichend verliebt.

Daher schreibe ich einen Dating-Partner und / oder eine potentielle Beziehung auch nicht nach dem ersten Date ab, wenn es da noch keine Schmetterlinge im Bauch gibt. Ausnahme: Das Date war so unterirdisch, dass ich mich in dessen Gegenwart absolut unwohl gefühlt habe. Ansonsten sollte zumindest ein zweites oder drittes Date für mehr Klarheit in Bezug auf „passt oder passt nicht“ sorgen.
Ich finde so viel Zeit sollte schon sein, um sich selbst oder ab er dem Date-(Partner) eine Chance zu geben.
richtig, genau das merke ich bei mir auch.
Dieses schnelle verlieben hatte ich in den letzten 10 Jahren gar nicht mehr. ich glaube das ist wirklich so ein "Jugendding", was vermutlich ab 30 abnimmt....
ich weiß noch wie ich mit18 neben meinem Schulschwarm saß und super aufgeregt und nervös, Herzklopfen usw... da ist ja NICHTS mehr von da, gar nichts und ich glaube auch nicht dass es dazu bei einer Frau nochmal kommt. Langsam verlieben ist vermutlich die Normalität in meinem Alter.

und ja für ein 1. Date ist es eigentlich zu viel verlangt, aber ein 2. gab es bei mir halt nie. Das hätte aber vermutlich auch nix geändert, es knisterte und funkte einfach nicht.
Auch ein Grund warum ich Online-Dating eigentlich nicht mehr betreiben wollte, es ist zu "abgenutzt" und zu krämpfig.
Serendipity hat geschrieben: ↑24.07.2024, 10:45 Es gibt einen Unterschied zwischen dem Erfahrungsstand auf dem Niveau eines Teenagers und dem Verhalten auf dem Niveau eines Teenagers. ;)
ja ok das Verhalten würde ich da jetzt mal ausnehmen. :D Da habe ich mich schon verändert...aber meines Erachtens nicht genug bzw. nur langsam.
Serendipity hat geschrieben: ↑24.07.2024, 10:45
Deswegen sollte man sich damit genügend Zeit lassen und nichts übers Knie brechen.
Vor allen Dingen gibt es so viele Möglichkeiten das zusammen ziehen / leben im Vorfeld auszutesten, z.B. gemeinsame Wochenenden oder Urlaube. Bis sich irgendwann ganz von selbst die Frage stellt: „Wollen wir zusammen ziehen?“
ja das definitiv ein gemeinsamer Urlaub wäre schon was Schönes, bzw. ein echtes Novum für mich, gab es doch Urlaub bisher nur mit den Eltern oder meinem Bruder. Aber dazu brauch ich eben erstmal eine Frau. :D
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

knopper hat geschrieben: ↑22.07.2024, 13:31 Wenn es allerdings total knistert, und sie es will wäre ich als Mann der letzte der dann den Sex ablehnt :D das muss ich schon zugeben. Da bin ich doch schon mehr Mann als AB. :lol:
Aber was ich niemals könnte ist die Frau soweit zu bearbeiten das es schließlich zum Sex kommt, obwohl sie es gar nicht will. Das liegt mir eigentlich völlig fern.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es bei mir nicht reicht, wenn Mann "spitz wie Nachbars Lumpi" ist. Entweder finde ich ihn total heiß (gab es noch nicht) oder es besteht eine emotionale Verbindung. Ich bin da vermutlich mehr Abine als Frau bzw mir wird mehr und mehr klar, warum ich Abine geworden bin.

knopper hat geschrieben: ↑22.07.2024, 13:31
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑21.07.2024, 12:01 Du möchtest eine Beziehung, aber nicht so fest und endgültig ... wie ist das zu verstehen? Und welche Experimente meinst du?
Endgültig ist überhaupt nichts, selbst eine Ehe nicht. Lebt man sich auseinander, hat man überhaupt keine Gefühle mehr füreinander, dann sollte man sich trennen.
Ich meine das bezogen darauf, dass man eben ab einem bestimmten Alter weiß was man will und nicht gleich bei jeder sich bietenden Gelegenheit die Beziehung vielleicht wieder beendet. Mit Gelegenheit meine ich eine "Alternative" sprich eine andere Frau die man anziehender findet und deshalb die Partnerin verlässt.
Gerade das ist ja als AB, der vielleicht gerade auf den "Geschmack gekommen" ist, nicht unwahrscheinlich.
Ich tue mich jedenfalls sehr schwer mit dem Gedanken gleich fest in eine Beziehung zu gehen, für immer sozusagen, bevor ich mich doch nicht wenigstens etwas "ausprobiert" habe. Muss ich so zugeben.
Ich finde, das hat nichts mit dem AB-Sein zu tun. Ein Kollege springt von Partnerin zu Partnerin. Erscheint ihm seine Freundin nicht mehr passend, sucht er sich eine Neue. Ich habe das Gefühl, dass er die Anfangsphase toll findet und wenn der Alltag Einzug hält, ist ihm das zu unspektakulär.
Im Gegensatz dazu habe ich vor ca 2 Wochen zwei ehemalige Schüler aus meiner Klasse getroffen. Sie sind jetzt ca 22 und waren seit der 7. Klasse ein Paar. Sie sind immernoch zusammen. Das sind jetzt so ca 9 Jahre. Auch wenn das bei den wenigsten in der Form der Fall ist, aber das Bedürfnis, sich auszuprobieren, haben auch nicht alle.

Zu wissen, was man will, hat für mich auch nichts mit dem Alter zu tun. Und wo die Reise am Ende hingeht, weiß man nie. Solltest du irgendwann eine andere Frau attraktiver als deine aktuelle Freundin finden, ist erstmal nichts dabei. Heißt auch nicht, dass es der anderen Frau auch so geht.
Und falls du die andere Frau doch begehrenswerter findest, bleibt nur die Trennung. Musst aber beachten, einen Weg zurück gibt es in der Regel nicht.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

knopper hat geschrieben: ↑24.07.2024, 13:05 Ich bin zu unlocker, zu verkrampft, zu "sachlich", zu unspontan und da liegt wohl auch der Hund begraben.
Ich glaube, das ist das Hauptproblem.

Und Gedanken darüber machen, ob eventuell mal eine andere Frau dir besser gefallen könnte als deine Freundin, kannst du, wenn es soweit ist.
Ist das oben benannte Problem nicht weg und du kommst dennoch zu einer Freundin, führt ein besser Gefallen nicht dazu, dass du bei einer Anderen landest.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑27.07.2024, 21:40 Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es bei mir nicht reicht, wenn Mann "spitz wie Nachbars Lumpi" ist. Entweder finde ich ihn total heiß (gab es noch nicht) oder es besteht eine emotionale Verbindung. Ich bin da vermutlich mehr Abine als Frau bzw mir wird mehr und mehr klar, warum ich Abine geworden bin.
Ich meinte es ja auch genau anderesrum, also Frau spitz wie Lumpi :D Da wäre ich als Mann der letzte der dann den Sex ablehnt. Natürlich sollte es möglichst bei beiden so sein.
Eine gewisse emotionale Verbindung brauche ich natürlich auch.

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑27.07.2024, 23:23 Ich glaube, das ist das Hauptproblem.

Und Gedanken darüber machen, ob eventuell mal eine andere Frau dir besser gefallen könnte als deine Freundin, kannst du, wenn es soweit ist.
Ist das oben benannte Problem nicht weg und du kommst dennoch zu einer Freundin, führt ein besser Gefallen nicht dazu, dass du bei einer Anderen landest.
ja ich weiß. und letztendlich geht das natürlich auch einher mit meiner Motivation bzw. nennen wir es lieber manchmal Faulheit :D

Dieses Unlockere, teilweise zu sachliche hätte ich schon lange abhängen können, würde ich etwas mehr Bereitschaft zeigen würde.
Hier im Forum wird ja nun auch sehr oft deutlich, dass dies im Grunde der einzige Weg aus dem AB-Dasein ist, kurz gesagt etwas zu verändern bzw. sich zu verändern. Das Problem beim Schopfe packen und sich daraus befreien.

Ich bin aber so jemand der gerne eine Abkürzung sucht ...denn es könnte ja immerhin auch so klappen, falls ich auf die richtige Frau zum richtigen Zeitpunkt treffe. :D Das hielt mich bisher immer davon ab. Ist aber kein sehr effizienter Weg, etwas mir eigentlich schon lange klar sein müsste.

ja und dieses Nachdenken ob es vielleicht doch noch eine "bessere" Frau gibt geht meiner Meinung schon einher mit der Anziehung bei einem 1. Date.
Wenn es nur von ihrer Seite kommt und sie mich offenbar möchte / anziehend findet kommen da sofort diese Gedanken auf "oh nein jetzt haste du was gekonnt, bitte nicht“, „das willst du doch nicht wirklich" oder "das geht mir zu schnell". Meist eher letzteres.
Das blockiert aber auch irgendwo aber wie gesagt wenn ich mal spüren würde "ja DAS ist sie", wenn der Puls höher geht, dieses Glücksgefühl einsetzt und das Bauchgefühl einfach sagt "ja" :D , dann bin ich der letzte der Zweifel hat.
Das gab es bisher aber nur bei Frauen die ich auf herkömmlichen Wege kennengelernt habe und noch nie beim OD.. und es wurde leider auch nix draus. Ist ich schon sehr lange her...
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

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knopper hat geschrieben: ↑29.07.2024, 11:52
Das habe ich verstanden - wenn Frau aktiv auf dich zugeht und dich will, kannst du wahrscheinlich darauf eingehen. Wenn Mann aktiv auf mich zugeht und mich will, kann ich nicht darauf eingehen, wenn wir uns noch nicht kennen. Ich bin dann wie blockiert.

knopper hat geschrieben: ↑29.07.2024, 11:52 Dieses Unlockere, teilweise zu sachliche hätte ich schon lange abhängen können, würde ich etwas mehr Bereitschaft zeigen würde.
Hier im Forum wird ja nun auch sehr oft deutlich, dass dies im Grunde der einzige Weg aus dem AB-Dasein ist, kurz gesagt etwas zu verändern bzw. sich zu verändern. Das Problem beim Schopfe packen und sich daraus befreien.

Ich bin aber so jemand der gerne eine Abkürzung sucht ...denn es könnte ja immerhin auch so klappen, falls ich auf die richtige Frau zum richtigen Zeitpunkt treffe.

... wenn ich mal spüren würde "ja DAS ist sie", wenn der Puls höher geht, dieses Glücksgefühl einsetzt und das Bauchgefühl einfach sagt "ja" :D , dann bin ich der letzte der Zweifel hat.
Das gab es bisher aber nur bei Frauen die ich auf herkömmlichen Wege kennengelernt habe und noch nie beim OD.. und es wurde leider auch nix draus. Ist ich schon sehr lange her...
Ich weiß noch nicht, wie ich lockerer werden soll und wie ich weniger sachlich sein soll und stattdessen Anziehung generiere. Ich finde, Onlinedating verstärkt das Ganze noch, da es (jedenfalls bei mir) immer so ein gegenseitiges Abfragen war. Und bei den Treffen ging es immer darum, abzuchecken, ob der Gegenüber für Beziehung oder Sex tauglich ist. Ich hatte oft das Gefühl, dass mein Gegenüber eine Art Checkliste im Kopf hatte.
Lernt man jemanden im realen Leben (ohne Datinghintergrund) kennen, geht man mit einer anderen Intuition heran. Man schaut erst, ist Sympathie da, will man Zeit mit der Person verbringen und eventuell merkt man dann, da ist noch mehr.

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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑27.07.2024, 21:40 Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es bei mir nicht reicht, wenn Mann "spitz wie Nachbars Lumpi" ist. Entweder finde ich ihn total heiß (gab es noch nicht) oder es besteht eine emotionale Verbindung. Ich bin da vermutlich mehr Abine als Frau bzw mir wird mehr und mehr klar, warum ich Abine geworden bin.
knopper hat geschrieben: ↑29.07.2024, 11:52 Ich meinte es ja auch genau anderesrum, also Frau spitz wie Lumpi :D Da wäre ich als Mann der letzte der dann den Sex ablehnt. Natürlich sollte es möglichst bei beiden so sein.
Eine gewisse emotionale Verbindung brauche ich natürlich auch.
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑29.07.2024, 21:49 Das habe ich verstanden - wenn Frau aktiv auf dich zugeht und dich will, kannst du wahrscheinlich darauf eingehen. Wenn Mann aktiv auf mich zugeht und mich will, kann ich nicht darauf eingehen, wenn wir uns noch nicht kennen. Ich bin dann wie blockiert.
In den Zeiten als ich noch HC-ABine war, war ich genauso bzw. hatte den gleichen Anspruch hinsichtlich einer emotionalen Bindung als Voraussetzung für Sex. Als HC-ABine konnte ich Sex und Beziehung –die für mich eine emotionale Bindung benötigt und Voraussetzung dafür ist- nicht voneinander trennen.
So lange, wie der verklärte Blick auf und die Mystifizierung von Sex bestand. Die theoretischen Traum- und Phantasievorstellungen von Sex als etwas total Tolles, Einzigartiges, Erfüllendes, Verbindendes und Krönendes, das nur möglich ist, wenn man es mit einem Menschen teilt für den man etwas empfindet was über die körperliche Anziehung hinausgeht.
… Und dann folgte die Realität! …
Wenn ich mein erstes Mal (ich war 41 und verliebt), als Maßstab genommen hätte, dann hätte ich mich niemals mehr auf Sex und/oder Beziehung eingelassen. Aber, ich habe mich von diesem Schock (und noch ein paar nachfolgenden) erholt und habe meine Einstellung zu Sex und der bis dahin nötigen emotionalen Bindung geändert bzw. angepasst. Nachdem Sex mit Emotionen nicht geklappt hatte, bin ich das Risiko eingegangen und habe Sex ohne Emotionen ausprobiert und dabei festgestellt, dass ich es tatsächlich trennen kann. Auf dem Weg dahin war ich auch immer wieder mal blockiert, bis ich irgendwann das Denken aufgehört, den Kopf ausgeschaltet habe und den körperlichen Bedürfnissen die Oberhand gelassen habe. Außerdem habe ich gelernt, dass wenn ich Nähe und Geborgenheit aber auch Begehren und Befriedigung nicht auf Dauer in einer Beziehung bekommen kann –weil ich momentan weder den für mich Richtigen finden kann noch ich als die Richtige gefunden werde- ich das Alles aber zumindest für einen Augenblick finden und genießen kann. Was allemal besser ist, als sich immer alleine in den Schlaf zu wiegen und auf das „Wunder der Liebe“ zu warten/hoffen.
Aber das war mein Weg, ob der für andere ABs eine Lösung ist, kann ich nicht beurteilen.
knopper hat geschrieben: ↑22.07.2024, 13:31 Aber was ich niemals könnte ist die Frau soweit zu bearbeiten das es schließlich zum Sex kommt, obwohl sie es gar nicht will. Das liegt mir eigentlich völlig fern.
Mich würde mal interessieren was du unter „bearbeiten“ verstehst.
Solange sie dich nicht darum bittet (oder im schlimmsten Fall, dich gar anfleht und ständig Nein sagt), deine Annäherungsversuche und Handlungen ihr gegenüber einzustellen, dürfte da wohl nix passieren was frau nicht auch will. Grenzen austesten und sie dann akzeptieren ist doch völlig in Ordnung, das gleiche erwartet man(n) doch auch von frau.
knopper hat geschrieben:ja und dieses Nachdenken ob es vielleicht doch noch eine "bessere" Frau gibt geht meiner Meinung schon einher mit der Anziehung bei einem 1. Date.
Wenn es nur von ihrer Seite kommt und sie mich offenbar möchte / anziehend findet kommen da sofort diese Gedanken auf "oh nein jetzt haste du was gekonnt, bitte nicht“, „das willst du doch nicht wirklich" oder "das geht mir zu schnell". Meist eher letzteres.
Das blockiert aber auch irgendwo aber wie gesagt wenn ich mal spüren würde "ja DAS ist sie", wenn der Puls höher geht, dieses Glücksgefühl einsetzt und das Bauchgefühl einfach sagt "ja" :D , dann bin ich der letzte der Zweifel hat.
Ich habe schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich der Ansicht bin, dass du von einem 1. Date einfach zu viel erwartest!
Warum setzt du dich, deine Gefühlswelt aber auch die Frauen durch deine Erwartungen so sehr unter Druck?

Bei dieser Ausgangslage kann ein 1. Date doch immer nur scheitern.
Entweder weil du kein zweites Date möchtest, da es nicht sofort ***boom*** gemacht hat und du enttäuscht bist.
Oder die Frau kein zweites Date mit dir möchte, weil sie deine Enttäuschung ihr gegenüber bemerkt hat bzw. deine Ungeduld und mangelnde Bereitschaft etwas mehr Zeit in ein Kennenlernen investieren zu wollen und sich dies deshalb kein weiteres Mal antun möchte. Des Weiteren könnte sie natürlich auch deine innere Abwehrhaltung bemerken, weil es dir zu schnell geht und du damit nicht umgehen kannst. Wenn du Glück hast, dann ist ihr klar, dass du in dem Augenblick das Problem hast/bist und projiziert es nicht auf ihre Person, dennoch wird auch hier ihr weiteres Interesse gen Null sinken.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑29.07.2024, 21:49 Ich weiß noch nicht, wie ich lockerer werden soll und wie ich weniger sachlich sein soll und stattdessen Anziehung generiere. Ich finde, Onlinedating verstärkt das Ganze noch, da es (jedenfalls bei mir) immer so ein gegenseitiges Abfragen war. Und bei den Treffen ging es immer darum, abzuchecken, ob der Gegenüber für Beziehung oder Sex tauglich ist. Ich hatte oft das Gefühl, dass mein Gegenüber eine Art Checkliste im Kopf hatte.
Lernt man jemanden im realen Leben (ohne Datinghintergrund) kennen, geht man mit einer anderen Intuition heran. Man schaut erst, ist Sympathie da, will man Zeit mit der Person verbringen und eventuell merkt man dann, da ist noch mehr.

Viele Wege führen nach Rom - jeder geht einen anderen. Nicht bei jedem ist der kürzeste oder einfachste der richtige Weg.
ja dieses Abchecken hasse ich. Oft kam ich mir vor wie in einem Vorstellungsgespräch, auch grade wenn es um die Arbeit ging die man grade macht, Fragen nach letzter Beziehung usw.
Ich kann aber verstehen wenn Frauen das irgendwie abchecken wollen, es ist ja schließlich ein Date und nicht ein "normales" treffen unter Freunden. Es geht also um was. Finde es aber sehr unangenehm jedes Mal. Es sollte primär nicht darum gehen sondern einfach sehen ob man sich sympathisch ist oder nicht.

Wie du schon sagst ohne Dating-Hintergrund läuft das völlig anders, man sieht sich halt öfters, schäkert, flirtet evt. miteinander rum und irgendwann passiert es und man ist zusammen.
Wohl mit ein Grund warum sich auf Arbeit viele Paare kennenlernen. Ich erkläre es mir immer damit, dass man "immer wieder eine Chance hat" denn man sieht sich ja in der Regel oft auf Arbeit und der andere kann nicht weg. :D analog zur Schule in den Teeniejahren.
Serendipity hat geschrieben: ↑30.07.2024, 10:22 Nachdem Sex mit Emotionen nicht geklappt hatte, bin ich das Risiko eingegangen und habe Sex ohne Emotionen ausprobiert und dabei festgestellt, dass ich es tatsächlich trennen kann. Auf dem Weg dahin war ich auch immer wieder mal blockiert, bis ich irgendwann das Denken aufgehört, den Kopf ausgeschaltet habe und den körperlichen Bedürfnissen die Oberhand gelassen habe. Außerdem habe ich gelernt, dass wenn ich Nähe und Geborgenheit aber auch Begehren und Befriedigung nicht auf Dauer in einer Beziehung bekommen kann –weil ich momentan weder den für mich Richtigen finden kann noch ich als die Richtige gefunden werde- ich das Alles aber zumindest für einen Augenblick finden und genießen kann. Was allemal besser ist, als sich immer alleine in den Schlaf zu wiegen und auf das „Wunder der Liebe“ zu warten/hoffen.
Aber das war mein Weg, ob der für andere ABs eine Lösung ist, kann ich nicht beurteilen.
hm ja das ist so eine Sache. Ich bi mir bei mir auch noch nicht sicher ob ich Emotionen brauche oder nicht. Ich vermute es geht beides, aber da fehlt halt die Erfahrung.
Was ich brauche ist diese Anziehung dass man spürt jetzt passiert gleich was und beide wollen es, aber das ist ja normal.
Serendipity hat geschrieben: ↑30.07.2024, 10:22 Mich würde mal interessieren was du unter „bearbeiten“ verstehst.
Solange sie dich nicht darum bittet (oder im schlimmsten Fall, dich gar anfleht und ständig Nein sagt), deine Annäherungsversuche und Handlungen ihr gegenüber einzustellen, dürfte da wohl nix passieren was frau nicht auch will. Grenzen austesten und sie dann akzeptieren ist doch völlig in Ordnung, das gleiche erwartet man(n) doch auch von frau.
ja eben, das dürfte nicht passieren.
Ich meinte mit bearbeiten sowas wie "dranbleiben" also selber die Initiative zeigen, der Frau klarmachen, dass man doch jetzt Sex möchte und dann kommt es halt dazu. und ja, natürlich immer aus freien Stücken, nicht, dass es missverstanden wird.
Bei mir ist es im Moment aber noch so, dass die Frau volle Initiative zeigen muss, quasi die ersten Schritte machen, so dass ich auch aktiv werde und das stört mich. Es sollte eigentlich andersrum sein. Das basiert jetzt alles auf einer einzigen Erfahrung, ja. Ich weiß aber, dass es beim nächsten Mal garantiert wieder so kommt und nicht jede Frau ist halt so gepolt. Es wird eben meiste etwas erwartet.
Serendipity hat geschrieben: ↑30.07.2024, 10:22
Bei dieser Ausgangslage kann ein 1. Date doch immer nur scheitern.
Entweder weil du kein zweites Date möchtest, da es nicht sofort ***boom*** gemacht hat und du enttäuscht bist.
Oder die Frau kein zweites Date mit dir möchte, weil sie deine Enttäuschung ihr gegenüber bemerkt hat bzw. deine Ungeduld und mangelnde Bereitschaft etwas mehr Zeit in ein Kennenlernen investieren zu wollen und sich dies deshalb kein weiteres Mal antun möchte. Des Weiteren könnte sie natürlich auch deine innere Abwehrhaltung bemerken, weil es dir zu schnell geht und du damit nicht umgehen kannst. Wenn du Glück hast, dann ist ihr klar, dass du in dem Augenblick das Problem hast/bist und projiziert es nicht auf ihre Person, dennoch wird auch hier ihr weiteres Interesse gen Null sinken.
ja ich weiß... meist war es ja nun so dass sie kein 2. wollte. :D das führe ich dann meist auf fehlende Initiative zurück also dass ich mir auch Vorwürfe mache, was ich hätte alles mehr machen können um mehr Interesse zu zeigen.
Es sind aber immer beide Seiten dran beteiligt ich weiß.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Serendipity hat geschrieben: ↑30.07.2024, 10:22 In den Zeiten als ich noch HC-ABine war, war ich genauso bzw. hatte den gleichen Anspruch hinsichtlich einer emotionalen Bindung als Voraussetzung für Sex. Als HC-ABine konnte ich Sex und Beziehung –die für mich eine emotionale Bindung benötigt und Voraussetzung dafür ist- nicht voneinander trennen.

Wenn ich mein erstes Mal (ich war 41 und verliebt), als Maßstab genommen hätte, dann hätte ich mich niemals mehr auf Sex und/oder Beziehung eingelassen.
Nachdem Sex mit Emotionen nicht geklappt hatte, bin ich das Risiko eingegangen und habe Sex ohne Emotionen ausprobiert und dabei festgestellt, dass ich es tatsächlich trennen kann. Auf dem Weg dahin war ich auch immer wieder mal blockiert, bis ich irgendwann das Denken aufgehört, den Kopf ausgeschaltet habe und den körperlichen Bedürfnissen die Oberhand gelassen habe.

Außerdem habe ich gelernt, dass wenn ich Nähe und Geborgenheit aber auch Begehren und Befriedigung nicht auf Dauer in einer Beziehung bekommen kann ... ich das Alles aber zumindest für einen Augenblick finden und genießen kann.
Die Erkenntnis, dass ich eine emotionale Bindung brauche und es nicht reicht, wenn ein Mann gerne mit mir Sex haben möchte, resultiert aus meiner Erfahrung.
Kann sein, dass ich auch Sex mit einem Mann haben kann, wenn ich ihn rein optisch anziehend finde. Aber das kam noch nicht vor. Möglich, dass ich dann keine emotionale Anziehung brauche. da sie optisch da ist.
Aber ganz ohne Anziehung, allein mein Bedürfnis nach Sex reicht nicht aus.

Beim 1. Mal war ich 38, da war noch Neugierde dabei. Es war schön. Ich kannte ihn schon eine Weile persönlich und fand ihn sympathisch.
Den 2. Mann lernte ich über eine Freizeitsuche kennen. Irgendwann waren wir zusammen. Es verlief alles sehr schleppend. Wir waren auf einer Wellenlänge, aber optische Anziehung war nicht da. Eine emotionale Anziehung war recht schnell da, schon bevor wir von Beziehung sprachen. Der Sex lief noch etwas auf sich warten. Was ich damals noch nicht wusste war, dass er kein Bedürfnis nach Sex hatte.
Beim 3. Mann merkte ich, dass er nicht abgeneigt von mir war. Er war aber ebenfalls optisch nicht mein Typ, sodass ich keine optische Anziehung spürte. Es brauchte Zeit zum Sex und wirklich bereichernd fand ich diesen nicht. So richtig emotionale Anziehung stellte sich aber auch nicht ein. Zu einer wirklichen Beziehung ist es garnicht gekommen.

Aktuell bin ich mit Mann 2 wieder zusammen (ohne Sex). Unsere emotionale Verbindung hatte eigentlich nie aufgehört. Wir führen eine offene Beziehung, da er kein Bedürfnis nach Sex hat. Habe es aber noch nicht geschafft, dies umzusetzen. Mein Bedürfnis nach Sex reicht anscheinend nicht aus.
Zuletzt geändert von Finnlandfreundin am 31.07.2024, 15:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Levyn »

knopper hat geschrieben: ↑31.07.2024, 09:09 ja dieses Abchecken hasse ich. Oft kam ich mir vor wie in einem Vorstellungsgespräch, auch grade wenn es um die Arbeit ging die man grade macht, Fragen nach letzter Beziehung usw.
Ich kann aber verstehen wenn Frauen das irgendwie abchecken wollen, es ist ja schließlich ein Date und nicht ein "normales" treffen unter Freunden. Es geht also um was. Finde es aber sehr unangenehm jedes Mal. Es sollte primär nicht darum gehen sondern einfach sehen ob man sich sympathisch ist oder nicht
Vielleicht wollen die einen ja auch gar nicht so richtig abchecken, sondern einfach nur einen Aufhänger für gemeinsame Themen finden. Was bietet sich da besser an als über solche Themen oberflächlich zu reden.
Ich kenne das auch nur so, dass man halt am Anfang recht oberflächlich so die Standardfragen stellt, aber dann irgendwann ein Thema findet, wo beide interessiert sind.
Wenn das wie ein Interview wirkt, dann ist das doch meist eher, weil man einfach nichts findet oder man zu nervös ist.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑31.07.2024, 15:18 Aktuell bin ich mit Mann 2 wieder zusammen (ohne Sex). Unsere emotionale Verbindung hatte eigentlich nie aufgehört. Wir führen eine offene Beziehung, da er kein Bedürfnis nach Sex hat. Habe es aber noch nicht geschafft, dies umzusetzen. Mein Bedürfnis nach Sex reicht anscheinend nicht aus.
:gruebel: Ich frage mich gerade wie das Modell "Offne Beziehung" funktionieren soll, wenn dir das hier im Weg steht:
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑31.07.2024, 15:18 Die Erkenntnis, dass ich eine emotionale Bindung brauche und es nicht reicht, wenn ein Mann gerne mit mir Sex haben möchte, resultiert aus meiner Erfahrung.
Kann sein, dass ich auch Sex mit einem Mann haben kann, wenn ich ihn rein optisch anziehend finde. Aber das kam noch nicht vor. Möglich, dass ich dann keine emotionale Anziehung brauche. da sie optisch da ist.
Aber ganz ohne Anziehung, allein mein Bedürfnis nach Sex reicht nicht aus.
Bei einer offenen Beziehung geht es doch gerade darum, die körperliche Zuwendung und sogar Sex zu bekommen, den man eben nicht in der monogamen Beziehung bekommt. Und das mit einem Menschen den man zwar optisch/körperlich anziehend findet, ohne mehr zu wollen. Nur ist genau das etwas, was bei dir bislang noch nicht vorgekommen ist. Also wird es doch wieder darauf hinauslaufen, dass du auch emtionale Anziehung brauchst. Irgendwann stehst du dann vor der Frage, ob du unter diesen Umständen mit Mann 2 zusammenbleiben möchtest oder mit Mann X zusammen kommen möchtest oder mit beiden in einer polyamorösen Beziehung.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Serendipity hat geschrieben: ↑01.08.2024, 20:27 Bei einer offenen Beziehung geht es doch gerade darum, die körperliche Zuwendung und sogar Sex zu bekommen, den man eben nicht in der monogamen Beziehung bekommt. Und das mit einem Menschen den man zwar optisch/körperlich anziehend findet, ohne mehr zu wollen. Nur ist genau das etwas, was bei dir bislang noch nicht vorgekommen ist. Also wird es doch wieder darauf hinauslaufen, dass du auch emtionale Anziehung brauchst. Irgendwann stehst du dann vor der Frage, ob du unter diesen Umständen mit Mann 2 zusammenbleiben möchtest oder mit Mann X zusammen kommen möchtest oder mit beiden in einer polyamorösen Beziehung.
Genau da liegt der Hase begraben. Auf der einen Seite liebe ich Mann 2 und kann ihn nur so nehmen wie er ist - kein Bedürfnis nach Sex, auf der anderen Seite hapert es an der Umsetzung.
Anscheinend bin ich ihm als Person so wichtig, dass er eine offene Beziehung vorgeschlagen hat. Ich bin auf den Deal erstmal eingegangen und wollte es probieren. Erweist sich für mich als schwieriger als gedacht, obwohl ich die Möglichkeit hätte, die Beziehung zu öffnen. Schon allein der Gedanke mit einem anderen Mann als ihm Sex zu haben, fühlt sich für mich als Betrug an, obwohl es ja keiner ist, da es unser Deal ist.

Gehe ich alleine nach optischer/körperlicher Anziehung, müsste der Mann optisch mehr "bieten" als mir in einer Beziehung wichtig wäre. Solche Männer haben mich bis jetzt nichtmal beachtet, für sie bin ich Luft, was ich verstehen kann, da ich optisch/körperlich nicht mithalten kann.

Bei emotionaler Anziehung spielt die Optik eine untergeordnete Rolle (ähnlich wie in einer Beziehung). Emotionale Anziehung entsteht aber erst mit der Zeit.

Muss also ein Mann sein, der zwar hin und wieder Sex möchte, aber keine Beziehung und mir die Zeit gibt, ihn als Menschen kennenzulernen, sodass diese emotionale Verbindung entstehen kann.
Oder es ist ein Mann, der mich optisch flasht und ein ONS kommt zustande (Wiederholung wäre dann zwar auch möglich).

Sich zu verändern bzw etwas Neues zu probieren, kann man, aber komplett aus seiner Haut kann man eben nicht. Wäre das möglich, wäre ich nicht mehr ich. Vermutlich wäre ich dann auch nicht Abine geworden.

Rückblickend konnte ich mir schon früher nicht vorstellen, mit irgendjemandem Sex zu haben. Damals bin ich aber noch davon ausgegangen, dass vorallem eine optische Anziehung da sein muss. Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass Männer, die ich optisch anziehend finde, nichts von mir wollen. Anbändelversuche gab es von meiner Seite aus, aber immer wieder Ablehnung von deren Seite aus.

Erst viel später bemerkte ich die emotionale Anziehung, aber da die optische fehlte, kam bei mir nicht der Gedanke auf, dass das ein Mann für mich sein könnte. Ob die was von mir gewollt hätten, weiß ich nicht.

Dieses Umdenken kam erst durch den Austausch hier im Forum. So kam ich auch mit Mann 2 zusammen und lernte noch zwei weitere Männer kennen. Ich glaube, der eine fand mich optisch nicht anziehend genug, deshalb lief nichts und der andere fand mich optisch anziehend und es lief was. Problem war, ich fand ihn optisch nicht anziehend und konnte auch keine emotionale Anziehung aufbauen.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑02.08.2024, 13:00 Genau da liegt der Hase begraben. Auf der einen Seite liebe ich Mann 2 und kann ihn nur so nehmen wie er ist - kein Bedürfnis nach Sex, auf der anderen Seite hapert es an der Umsetzung.
Anscheinend bin ich ihm als Person so wichtig, dass er eine offene Beziehung vorgeschlagen hat. Ich bin auf den Deal erstmal eingegangen und wollte es probieren. Erweist sich für mich als schwieriger als gedacht, obwohl ich die Möglichkeit hätte, die Beziehung zu öffnen. Schon allein der Gedanke mit einem anderen Mann als ihm Sex zu haben, fühlt sich für mich als Betrug an, obwohl es ja keiner ist, da es unser Deal ist.
Ehrlich, ich bewundere dich zu deiner Einstellung und dein Verhalten. :hut:
Ich weiß, dass ich dies nicht könnte.
Ich kann zwar Sex ohne Beziehung, aber Beziehung ohne Sex könnte ich nicht.
Wenn ich mit jemanden eine Beziehung habe, dann möchte ihn sowohl als Mensch wie auch als Mann. Ich möchte ihm meine Zuneignung auch auf körperliche Weise zeigen dürfen, ihn also Mann begehren und ihm zeigen wie groß dieses Begehren ist. Genauso möchte ich, dass er mich als Frau begehrt. Ist das aus irgendeinem Grund nicht möglich, glaube ich nicht, dass eine offene Beziehung für mich eine Lösung wäre.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 03.08.2024, 21:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Verneinung nach Rücksprache ergänzt.
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Beitrag von Finnlandfreundin »

Serendipity hat geschrieben: ↑03.08.2024, 17:53 Ich kann zwar Sex ohne Beziehung, aber Beziehung ohne Sex könnte ich nicht.
Wenn ich mit jemanden eine Beziehung habe, dann möchte ihn sowohl als Mensch wie auch als Mann. Ich möchte ihm meine Zuneignung auch auf körperliche Weise zeigen dürfen, ihn also Mann begehren und ihm zeigen wie groß dieses Begehren ist. Genauso möchte ich, dass er mich als Frau begehrt. Ist das aus irgendeinem Grund nicht möglich, glaube ich nicht, dass eine offene Beziehung für mich eine Lösung wäre.
Diese Konstellation konnte ich mir früher auch nie vorstellen und wie gesagt, ob es so möglich ist, weiß ich nicht. Ich kann nichts dagegen tun, dass ich ihn liebe. Die Trennung damals brachte auch nichts und der Versuch, eine neue Beziehung einzugehen ebenso.
Hätte auch nie gedacht, dass Liebe ohne sexuelle Anziehung existieren kann.
Mag sein, dass die Mehrheit ohne sexuelle Anziehung keine Beziehung eingehen würde. Lag vielleicht am Anfang daran, dass er der erste war, der irgendwie Interesse an mir zeigte. Es gefiel mir und mit der Zeit fühlte ich mich emotional immer mehr zu ihm hingezogen. Die Liebe kam erst später.
Manchmal denke ich, es wäre vielleicht besser gewesen, wenn ich damals aufgrund fehlender sexueller Anziehung, es nicht zugelassen hätte, dass wir uns kennenlernen. Aber dann gäbe es auch die kurze Beziehung und der Versuch dazwischen auch nicht und ich hätte weiterhin 0 Beziehungen. Wäre ich dann zufriedener als HC-AB?
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Serendipity »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑04.08.2024, 19:16 Wäre ich dann zufriedener als HC-AB?
Schwierige Frage. Spontan würde ich sagen: Nein.
Ich könnte mir vorstellen, dass du der vergebenen Chance(n) nachtrauern würdest und dich stets fragen würdest "Warum habe ich es nicht zumindest versucht?"

Das Leben hält für uns die seltsamsten Dinge bereit, also warum nicht etwas probieren an das man so nicht gedacht hatte und es sich erstmal auch nicht vorstellen konnte.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Seb-X »

Es gibt keine größere Lüge als das oft beschworene "Sei einfach du selbst". Wenn man sich eben verändern muss, sollte man das auch tun. Authenzität ist wie vieles zur inhaltsleeren Floskel geworden.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von knopper »

Seb-X hat geschrieben: ↑12.08.2024, 10:13 Es gibt keine größere Lüge als das oft beschworene "Sei einfach du selbst". Wenn man sich eben verändern muss, sollte man das auch tun. Authenzität ist wie vieles zur inhaltsleeren Floskel geworden.
ja...aber immer nur so weit, dass es nicht allzu anstrengend wird. Was habe ich davon ein ultra-cooler offener Typ zu sein wenn mich das nur anstrengt und ich das eigentlich gar nicht bin.

Ich habe gemerkt, dass Veränderung bei mir nur bedingt funktioniert und jede Abweichung von meinem üblichem Auftreten Stress bedeutet.
Ich weiß nicht ob es auch anders geht oder es irgendwelche Strategien dafür gibt, vermutlich schon ja.
Soviel möchte ich mich damit aber auch nicht mehr beschäftigen, und ewig Energie reinstecken. Womöglich noch Coachings besuchen und allerlei anderen Quatsch....

Wenn ich eine Frau überzeugen kann und davon ich jetzt einfach mal aus, mich so zu lieben wie ich bin reicht das ja. Es müssen ja keine 100 Frauen mehr sein. :D Im Job sollte man natürlich auch einigermaßen klarkommen bzw. "kompatibel" sein und dann ist auch mal gut.
Finde ich zumindest. :D
Zuletzt geändert von knopper am 12.08.2024, 12:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kann ich mich verändern und zugleich ich selbst bleiben und was hilft mir dabei?

Beitrag von Seb-X »

knopper hat geschrieben: ↑12.08.2024, 12:09
Das sehe ich grundsätzlich genauso. Aber es gibt nun mal Typen von Menschen, die kommen in bestimmten Bereichen des Lebens nicht weit, wenn sie eben nur sie selbst sind. Z.B. wenn sie generell sehr passiv, abwartend, vorsichtig sind, maximal reagieren, aber nicht agieren, keinen Smalltalk mögen, allgemein nicht sehr gesprächig sind etc.
Dieses "Sei einfach du selbst" ist einfach ein typischer Spruch ohne vorangehende Reflexion.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 12.08.2024, 19:46, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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