lso Seb-X, du bist wirklich eine Marke.
Ich versuche mal zusammenzufassen, wie deine Beiträge inzwischen bei mir ankommen – und ja, vermutlich verstehe ich auch das wieder völlig falsch:
Beziehung: ja – aber möglichst ohne investieren zu müssen.
Sex: ja – aber Nähe, Intimität und die Arbeit an den Voraussetzungen dafür möglichst nicht.
Nochmal Sex: - Geht nur wenn man wie im Porno stundenlang rammelt

ansonsten ist der Partner eh unglücklich und geht. (weißt du überhaupt wie komplett FALSCH diese Einschätzung von dir ist?)
Arbeit: notwendige Qual, die einem das Leben nimmt.
Leben: wird eigentlich erst irgendwann im Ruhestand richtig gut.
Veränderung: wäre dringend nötig, aber fast jeder konkrete Weg dorthin wird sofort als nicht machbar ausgeschlossen.
Ich habe gar nicht mehr den Eindruck, dass dir hier jemand die „richtige Lösung“ nennen könnte. Bei fast jeder Anregung kommt sofort ein Grund, weshalb sie bei dir nicht funktionieren kann. Andere sind anders gestrickt, hatten andere Voraussetzungen, verstehen deine Situation nicht oder stellen sich die Sache zu einfach vor. Damit entsteht irgendwann ein ziemlich geschlossenes System
- Alles ist schlecht, alles müsste sich ändern – aber jeder mögliche Weg zur Veränderung ist gleichzeitig ausgeschlossen.
Vielleicht suchst du deshalb inzwischen gar nicht mehr wirklich nach einer Möglichkeit, sondern eher nach der Bestätigung, dass deine Einschätzung richtig ist und es tatsächlich keinen vernünftigen Ausweg gibt. Über dich selbst schreibst du "Ich bin ...: verdammt bissig." - nöö - höflich ausdedrückt ist die Wirkung nur ziemlich herablassend.
Und bevor du das als Angriff verstehst: Ich schreibe das nicht aus einer Position von „ich weiß es besser“. Ich habe über 20 Jahre selbst sehr ähnlich gedacht und geredet. Bei mir war irgendwann therapeutische Begleitung notwendig, um überhaupt zu erkennen, wie sehr eine Depression meine Wahrnehmung verzerrt hatte.
Das beschissene an einer Depression:
Für mich fühlte sich diese Wahrnehmung damals überhaupt nicht verzerrt an. Sie fühlte sich einfach wie die Realität an.
Deshalb meine ich die Frage tatsächlich ernst:
Kannst du zumindest die Möglichkeit zulassen, dass nicht zwangsläufig dein gesamtes Leben objektiv so aussichtslos ist, sondern dass deine Wahrnehmung der eigenen Möglichkeiten vielleicht deutlich negativer und absoluter ist, als sie sein müsste?
Denn wenn selbst diese Möglichkeit ausgeschlossen ist, kann dir hier tatsächlich niemand irgendeine Anregung geben, dann kann am Ende jede Diskussion nur wieder bei „geht bei mir nicht“ landen.